USONICIG Rhythm Ultraschall E-Zigarette

USONICIG Rhythm – Alles zur ersten Ultraschall E-Zigarette

Christian Allgemein Schreibe einen Kommentar

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Endlich mal wieder eine Innovation die auf den ersten Blick wirklich Sinn macht. Denn die letzten Innovationen auf dem E-Zigaretten-Markt wurden immer unsinniger: Akkuträger mit Touchscreen, mp3-Player und Gestensteuerung braucht doch eigentlich kein Mensch. Diverse Produkte haben zwar mit TC, TCR oder den letzten DNA-Chips einige Möglichkeiten gefunden ein Verbrennen der Watte und damit einhergehende unangenehme Hustenanfälle zu verhindern, aber USONICIG geht noch einen ganzen Schritt weiter. USONICIG Rhythm ist die erste E-Zigarette auf dem Markt die ganz ohne Drähte oder Mesh auskommt. Wir und 28 unserer Kunden haben sie getestet.

Mit diesem Beitrag möchten wir dir das Gerät ehrlich und umfassend beschreiben, um dir zu helfen herauszufinden, ob die USONICIG etwas für dich ist.

Der Erfinder und Hersteller – Xiangyuan Technology Co. Ltd.

Und wer hat’s erfunden? Nein, nicht die Schweizer, sondern mal wieder die Chinesen. Genauer gesagt ein junges Unternehmen namens Xiangyuan Technology. Es hat die Ultraschall-E-Zigarette erfunden und die neue Technologie natürlich auch patentieren lassen. Das Unternehmen wurde 2014 gegründet, sitzt in Shenzhen und gehört zu China Tobacco – der mit 170 Mrd. Dollar Jahresumsatz größte Tabakkonzern der Welt.

Traditionell genießen die Zigarettenhersteller bei Dampfern nicht gerade den besten Ruf. Und bedenkt man wie sie in den letzten Jahrzehnten versucht haben die Menschen immer süchtiger zu machen, ist das auch nicht unberechtigt.

Dennoch finde ich sollte man hier differenzieren. Zum einen ist es ein weitgehend eigenständiges Unternehmen. Und zum anderen gehen sie einen deutlich besseren Weg als zum Beispiel Philip Morris, das mit der IQOS ein Gerät herausgebracht hat, welches deutlich mehr Schadstoffe ausstößt als eine klassische E-Zigarette – Hauptsache die Tabakfelder können weiter gewinnbringend genutzt werden und man kann die nachkaufbaren Tabaksticks zu horrenden Preisen verkaufen.

Xiangyuan Technology geht mit der Rhythm einen komplett anderen Weg: Das Produkt verspricht noch weniger Schadstoffe auszustoßen als eine normale E-Zigarette, kommt mit jedem Liquid klar, und verbraucht dabei auch noch weniger Strom. So zumindest das Versprechen – ob das auch alles wirklich so ist, haben wir versucht herauszufinden.

Aufbau und Funktionsweise

Design

Da sich über Design bekanntlich schwer streiten lässt, möchte ich an dieser Stelle zunächst Bilder, statt Worte, sprechen lassen.

USONICIG in rot, silber und schwarz
USONICIG in rot, silber und schwarz
USONICIG in rot, silber und schwarz

Aufbau

Das Gehäuse ist aus einer Zink-Legierung gefertigt und macht einen sehr wertigen Eindruck. Einzig das nicht austauschbare Mundstück wirkt weniger wertig. Das Laden via Micro-USB ist natürlich Standard. Der Taster ist kaum zu übersehen denn er ist auffallend groß dimensioniert. Auswechselbare Kartuschen (auch Pods genannt) können sehr einfach über ein magnetisches Stecksystem getauscht werden. Auf dem folgenden Bild ist ein Pod in seine Einzelteile zerlegt.

Funktionsweise

Die eigentliche Innovation liegt natürlich auch nicht im Design, sondern in der Technik. Denn anstatt einer normalen Heizwendel, haben wir in der USONICIG einen Ultraschallvernebler verbaut. Das heißt es wird kein Draht mehr erhitzt, sondern eine Keramikplatte mit 2,4 Millionen Schwingungen pro Sekunde in Bewegung gebracht. Für alle die sich fragen wie so etwas überhaupt funktioniert, hier ein weiterführender Link zum piezoelektrischen Effekt, welcher das ganze erst möglich macht.

Um jetzt nicht zu lange über Kavitation, Kapillarwellen und sich exponentiell aufrichtende Anregeungsfrequenzen zu schwadronieren, formuliere ich es einmal so: Das kleine Plättchen vibriert so schnell, dass wenn man einen Flüssigkeitsfilm darauf aufträgt, dieser in Millionen kleine Tröpfchen zerschlagen wird. Dabei ist die Tröpfchengröße von der Oberflächenspannung und der Frequenz abhängig. Das lässt dann auch besser verstehen, warum USONICIG eher Propylenglykol-lastige als Glycerin-lastige Liquids für diese Hightech-Dampfe empfiehlt. Je dünnflüssiger das Liquid, desto feiner der Dampf. Ich habe es allerdings auch mit VG-lastigen probiert (80% Glycerin war das dickste das ich getestet habe) und es hat auch problemlos funktioniert. Ich hatte nur das Gefühl, dass der Liquidnachfluss bei schnell aufeinanderfolgenden Zügen nicht mehr ganz geklappt hat. Da wurde er dann immer wieder trocken, es kam kein Dampf mehr und ich musste ein paar Sekunden warten bis ich wieder ziehen konnte. Das Schöne an einem “Dryhit” mit einem Ultraschallgerät ist allerdings:

Kein Coil – kein Kokeln

Wenn nicht mehr genug Liquid nachfließt, zieht man einfach nur Luft. Auch wenn der Tank vollständig leer und die Watte trocken ist kokelt nichts. Denn auch trockene Watte verbrennt nicht durch den Ultraschall. Zudem erkennt die USONICIG die trockene Watte und schaltet automatisch ab.

Anwendungen von Ultraschall

Die Technik ist nicht neu. Ultraschallvernebler werden z.B. schon in der Medizin, zur Inhalation von Medikamenten, eingesetzt. Außerdem gibt es viele Luftbefeuchter die das Wasser mittels Ultraschall vernebeln. Eigentlich komisch dass da noch keiner drauf gekommen ist die Technik für E-Zigaretten einzusetzen. Aber hinterher lässt sich dass natürlich leicht sagen.

Gesundheitliche Aspekte des Ultraschall Zerstäubers

Jeder Dampfer weiß es: E-Zigaretten verbrennen nichts, sondern verdampfen nur. Und daher fehlen auch die entsprechenden Schadstoffe die mit einer Verbrennung einhergehen. Allerdings muss ich auch ehrlicherweise zugeben, dass viele Dampfer immer wieder auch verbrannte Watte mitrauchen. Oft kommen Kunden zu uns die sich unsicher sind ob ihr Verdampferkopf noch gut ist. Wenn wir ihn dann gemeinsam öffnen und uns den Draht und die Watte ansehen, finden wir fast immer Aschereste am Draht, teilweise verbrannte Watte und manchmal kann man kaum noch erkennen dass da überhaupt mal Watte war.

Kein schleichendes Kokeln

Vor allem bei geschmacksintensiven Liquids wird ein verkokelter Verdampferkopf oft erst sehr spät bemerkt. Denn anders als beim klassischen Dry-Hit, der einem Tränen in die Augen schießen lassen kann, kommt es beim schleichenden Kokeln bei jedem Zug nur zu einem minimalen Kokeln. Nur die Sommeliers unter den Dampfern merken das sofort. Und bei diesen winzigen Verbrennungen werden auch wieder giftige und krebserregende Substanzen freigesetzt. Natürlich um ein Vielfaches geringer als bei der Zigarette. Als Vergleich braucht man sich nur mal den Ascheberg vorstellen, den ein Raucher im Zeitraum eines Verdampferkopflebens produziert.

Trotzdem sollten wir festhalten, dass bei der Ultraschall-Variante sowohl der klassische Dry-Hit, als auch das schleichende Kokeln, komplett wegfällt.

Weniger Aldehyde

Darüber hinaus ist auch im normalem (kokelfreien) Dampfbetrieb die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung krebserregender Aldehyde nochmals minimiert. Diese können zumindest in Spuren auch deutlich unter der Verbrennungstemperatur entstehen. Grundsätzlich lässt sich also sagen: je niedriger die Temperatur, desto weniger Schadstoffe. Die Flüssigkeit wird übrigens auch beim Ultraschall durch die Schwingungen erhitzt – nur halt nicht so stark. Haben wir bei einer normalen E-Zigarette eine Verdampfungstemperatur von ca. 240°C, liegt sie bei der USONICIG laut Herstellerangaben bei 150-160°C. Ohne es gemessen zu haben, können wir aus rein subjektiver Sicht bestätigen dass sich der Dampf deutlich kühler anfühlt. Genauso empfanden es auch unsere Kunden.

Weniger Schwermetalle

Vor kurzem haben wir uns schon ausführlich dem Thema “Metalle im E-Zigarettendampf” gewidmet. Dabei kam heraus, dass sich bei einer E-Zigarette durchaus verschiedene Metalle aus dem Draht lösen und eingeatmet werden. Sie sind allerdings auf einem so niedrigen Niveau, dass die meisten Wissenschaftler es als ungefährlich einstufen. Trotzdem wird das Thema auch unter Befürwortern der E-Zigarette zum Teil kontrovers diskutiert. So empfiehlt zum Beispiel Dr. Farsalinos keinen Dryburn zu machen um die Metall-Emissionen minimal zu halten (siehe “Don’t dryburn your coils”). Bei der Rhythm dürften diese Belastungen dank des Keramikchips gegen Null streben. Natürlich sind auch hier Metallteile verbaut, aber die werden keine nennenswerten Temperaturen erreichen, da sie nur indirekt Hitze abbekommen. Und je niedriger die Temperatur, desto geringer auch die Emissionen die aus Metallen austreten.

Ist Ultraschall in Kopfnähe nicht gefährlich?

Ja, Ultraschall kann auch schädlich für den Menschen sein. Allerdings nur wenn er so stark ist, dass es im Gewebe zu Kavitation kommt. Und da sind wir bei diesem Gerät sehr weit von entfernt. Aus dem Chip-Durchmesser (1,6cm), der Ausgangsleistung von 30W und dem Mindestabstand vom Chip zum Körper (min. 1cm) ergibt sich eine Leistungsdichte von 3,5mW/cm². Laut FDA (Food and Drug Administration) wird es erst ab 720mW/cm² ungesund (Quelle). Das heißt der Ultraschall der USONICIG ist viel zu schwach um Kaviation zu verursachen oder sonstwie Schaden in unserem Körper anrichten zu können.

U-CIG vs. E-CIG – Ist dampfen mit Ultraschall besser?

Die alles entscheidende Frage ob die Ultraschall-Dampfe jetzt insgesamt besser oder schlechter ist als eine klassische E-Zigarette muss letztlich natürlich jeder für sich selbst beantworten. Um dir dennoch einenAnhaltspunkt zu geben, haben wir unsere Kunden das Gerät testen lassen, und sie nach ihrer Meinung gefragt. Im Folgenden findet ihr das Ergebnis der Umfrage sowie alle Vor- und Nachteile die wir finden konnten.

  • Kühler Dampf

    Anstatt ~240° C haben wir bei der USONICIG nur ~150° C. Das macht sich auch in der Praxis deutlich bemerkbar und wurde vom Großteil der Kunden als sehr positiv empfunden.

  • Klarer Geschmack

    Der Geschmack ist zwar weniger intensiv, kommt dafür aber sehr klar und unverfälscht an.

  • Weniger Schadstoffe

    Durch die niedrigere Temperatur werden weniger Metalle und Aldehyde freigesetzt. Außerdem ist ein Kokeln des Verdampferkopfes ausgeschlossen. D.h. auch hier können keine Verbrennungsschadstoffe entstehen.

  • Extrem lange Standzeiten

    Die Verdampfereinheit hält bis zu 100 Tankfüllungen durch, und muss nicht alle 1-3 Wochen ausgetauscht werden. Das spart Zeit und Geld.

  • Einfache Handhabung

    Das Produkt ist nahezu selbsterklärend. Das Befüllen und Wechseln der Pods ist kinderleicht und geht deutlich schneller als bei konventionellen E-Zigaretten.

  • Lange Aufheizphase

    Wenn das Gerät noch kalt ist, dauert es einige Sekunden bis Dampf rauskommt. Für ungeduldige Dampfer ein No-Go.

  • Flacher Geschmack

    Durch die Luftführung und niedrigere Temperatur erreicht das Gerät nicht die Geschmacksintensität, die klassische Geschmacksverdampfer bieten können.

  • Mangelnde Variabilität

    An dem Gerät kann nichts eingestellt werden. Weder die Leistung, noch der Zugwiderstand. Auch das Mundstück kann nicht gewechselt werden.

  • Niedrige Akkukapazität

    Die 1.500 mAh des fest verbauten Akkus reichen für ca. 75-150 Züge. Das ist für einen normalen Raucher zu wenig um durch den Tag zu kommen. Immerhin kann man das Gerät auch während dem Laden nutzen.

Kundenumfrage – Wie findet ihr die USONICIG?

Bevor wir die USONICIG in den Verkauf genommen haben, haben wir alle interessierten Kunden mal probieren lassen um Feedback zu sammeln. Die häufigsten Kritikpunkte waren die lange Aufheizphase und der relativ flache Geschmack. Dennoch kam die überwiegende Mehrheit (20 von 28) zu einem positiven Fazit. Man muss aber auch fairerweise sagen, dass die meisten Leute bei einem Test einer neuen Innovation grundsätzlich schon sehr positiv gestimmt sind. Und es wurde auch von fast jedem honoriert, dass ein Hersteller mal was grundlegend anderes macht. So haben manche dann auch gesagt: “Ich gebe einen ‘Daumen hoch’ weil ich die Technik grundsätzlich toll finde, aber für mich als Backendampfer ist es nicht interessant.”.

Interessanterweise haben gerade sehr leidenschaftliche Dampfer das Gerät schlecht bewertet. Schon allein dass man nicht mehr selbst wickeln kann, störte sie. Und der Geschmack konnte dann – im Vergleich zu deren High-End Verdampfern – halt auch nicht mithalten.

Allen Unentschlossenen empfehlen wir einen E-Zigaretten-Shop in der Nähe zu suchen bei dem man das Gerät mal testen kann – z.B. bei uns 😉 . Für weitere Fragen oder Anmerkungen (z.B. eigene Erfahrungen mit dem Gerät) steht Dir die Kommentarfunktion zur Verfügung.

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