2 Dampfer sitzen mit ihrer E-Zigarette in einem Dampfershop

10 Dampfer-Tipps für E-Zigaretten-Einsteiger

Christian Allgemein, Tipps & Tricks Schreibe einen Kommentar

1) Finde heraus was zu Dir passt

Das Gute ist, dass es mittlerweile eine so große Auswahl an Geräten und Liquids gibt, dass auch für Dich das Passende dabei sein sollte. Nur wie findet man das perfekte Set-up? Im folgenden Abschnitt erklären wir welche Unterschiede es gibt und worauf zu achten ist.

Das passende Gerät

Grundsätzlich geht es vor allem um die Zuverlässigkeit, Handhabung und Ausdauer. Stell’ Dir die Frage wie oft Du den Akku nachladen kannst und wie oft Du den Tank nachfüllen möchtest. Dementsprechend brauchst Du natürlich einen größeren Akku und Tank, oder mehrere Geräte die Du parallel benutzt.

Für Einsteiger haben wir einige Geräte mit denen wir sehr gute Erfahrungen gemacht haben. In den jeweiligen Produktbeschreibungen erklären wir auch alle Vor- und Nachteile der Geräte.

Lass Dich aber nicht nur von technischen Daten blenden, denn das Gerät sollte Dich auch emotional ansprechen. Form und Farbe können durchaus darüber entscheiden ob man seine Dampfe gerne benutzt und sie der Tabakzigarette dauerhaft vorzieht.

Die richtige Zugtechnik

Beim Dampfen einer E-Zigarette wird eine etwas andere Zugtechnik angewendet als bei einer Tabakzigarette. Raucher sind es gewohnt, an einer Tabakzigarette kurz und kräftig zu ziehen. Diese Zugtechnik ist nicht optimal für die Dampfentwicklung bei einer E-Zigarette. Für eine gute Dampfentwicklung ziehst Du entspannt und gleichmäßig für 3-5 Sekunden den Dampf in die Mundhöhle, bevor Du inhalierst. Je gleichmäßiger und länger Du an Deiner E-Zigarette ziehst, desto besser sollte die Dampfentwicklung sein.

Mund-zu-Lunge vs. direkte Lungenzüge

Man unterscheidet beim Dampfen im Wesentlichen zwischen zwei Arten des Dampfens: Mund-zu-Lunge-Züge und direkte Lungenzüge. Mund-zu-Lunge-Züge entsprechen dem klassischen Rauchen. Es ist zwar den meisten Rauchern nicht bewusst, aber man zieht bei einer Tabakzigarette zuerst 1-3 Sekunden in den Mundraum, und erst danach in die Lunge. Die direkte Zugtechnik entspricht dem Rauchen an einer Shisha – nämlich ohne Zwischenschritt direkt in die Lunge. Das macht mehr Dampf, verbraucht aber auch mehr Liquid und bedarf mehr Energie und entsprechend größere Geräte. Wir empfehlen unseren Kunden zunächst MTL-Geräte, weil sie dem Rauchen am nächsten kommen. Allerdings lassen wir immer beides ausprobieren, denn wir haben auch einige Kunden, die erst mit dem DL-Dampfen genug Befriedigung verspürt haben und erst so vom Glimmstengel wegkamen.

Das passende Liquid

Anders als Raucher, welche nur sehr selten ihre Marke wechseln, sind Dampfer meistens sehr offen für neue Geschmacksrichtungen. Vor allem intensive Liquids, werden häufig nur kurze Zeit gedampft.

Die richtige Nikotinstärke finden

Die richtige Nikotinstärke zu finden ist auch sehr wichtig für einen erfolgreichen Umstieg. Auch hier gilt es unterschiedliche Konzentrationen zu probieren. Ein Liquid mit einer geringen Nikotindosis fühlt sich im Rachen an wie eine Light- oder Ultralight-Zigarette. Je mehr Nikotin, desto druckvoller und kratziger wird es.

Wir empfehlen eine Nikotinstärke zu wählen die sich gut anfühlt. Denn wenn man beim Dampfen ständig einen Hustenreiz verspürt, bleibt der Genuss auf der Strecke und die E-Zigarette meist nach kurzer Zeit in der Schublade.

Husten in den ersten Tagen nach dem Umstieg

Manche Umsteiger verspüren trotz einer niedrigen Nikotinstärke einen Hustenreiz beim Dampfen. Denn die Lunge erwartet eigentlich Rauch, bekommt aber Dampf. Daran muss sie sich erst einmal gewöhnen. Bei den meisten Menschen legt sich der Hustenreiz bereits nach wenigen Zügen. Bei anderen kann es aber bis zu einer Woche dauern bis sich der Husten legt.

2) Vermeide trocken zu dampfen

Trocken zu dampfen ist unter Anfängern weit verbreitet und ein meist sehr unangenehmes Erlebnis. Denn wenn der Draht nicht mehr vom Liquid gekühlt wird, wird er sehr heiß und verbrennt die Watte. Ungewollt rauchen wir dann wieder anstatt zu dampfen. Deshalb hier zwei Tipps um den sogenannten “Dry-Hit” zu verhindern:

Befeuchte Deine Coils

Wenn Du einen neuen Verdampferkopf einsetzt, achte darauf dass dieser mit Liquid vollgesogen ist, bevor Du losdampfst. Denn wenn er noch trocken ist und Du sofort los feuerst, wird die Watte verkokeln und Du musst einen Neuen einsetzen.

Um dem vorzubeugen, kannst Du entweder einige Minuten warten, bis das Liquid von selbst ins Innere des Verdampferkopfes vorgedrungen ist, oder Du befeuchtest ihn vorher indem Du ein paar Tropfen ins Innere gibst. Alternativ kann man die E-Zigarette auch kräftig schütteln um den Prozess zu beschleunigen.

Fülle Deinen Tank rechtzeitig nach

Ein sehr häufiger Fehler am Anfang ist, dass man seinen Tank nicht rechtzeitig nachfüllt. Zugegebenermaßen passiert mir das nach 8 Jahren dampfen immer noch ab und zu. Z.B. wenn ich stark abgelenkt oder im Dunkeln unterwegs bin. Trotzdem lernt man immer besser am Geschmack zu erkennen wann die Watte nicht mehr richtig feucht ist.

Je nach Leistung und Verdampferkopftyp sollte der Tank immer 10-25 % Füllstand haben. Stelle in jedem Fall sicher dass das Liquid noch über die Wattelöcher im Verdampferkopf nachfließen kann.

Alles zum Thema Haltbarkeit von Verdampferköpfen kannst Du in diesem Beitrag anschauen. 

3) Wechsel Deinen Coil rechtzeitig

Viele Dampfer bemerken erst viel zu spät, dass ihr Verdampferkopf die besten Zeiten längst hinter sich hat und schon deutlich verschmort ist. Auch hier verweisen wir auf einen ausführlicheren Artikel zu dem Thema “Wie lange hält ein Verdampferkopf – und warum?”.

Wenn DU Dir unsicher bist, mach’ einen Abstrich

Wenn Du Dir nicht ganz sicher bist, ob der Verdampferkopf noch gut ist, kannst Du mit einem zusammen gezwirbelten Küchentuch einen Abstrich machen. Wenn das Tuch hinterher einfach nur feucht ist, ist alles in Ordnung. Wenn Du aber schwarze Punkte entdeckst (wie hier im Video) kommst Du schon in den Genuss einiger ‘Röstaromen’, und solltest den Coil lieber wechseln.

4) Achte auf Deine Akkus

Es gab schon einige Unfälle beim Umgang mit Akkus von E-Zigaretten. Technisch unterscheiden sich diese Akkuzellen kaum von denen in Handys, Laptops oder E-Bikes.

Doch es handelt sich dabei um industrielle Hochleistungsakkus, die nie für den direkten Umgang mit Endverbrauchern gedacht waren.

Trotzdem kann man sie bei den meisten Akkuträgern sehr einfach aus dem Gerät nehmen. Und genau hier liegt das Risikopotential. Denn anders als bei herkömmlichen Supermarkt-Akkus (z.B. AA oder AAA-Akkus), haben die in E-Zigaretten verwendeten Akkus keinerlei Schutzschaltungen. Noch dazu steckt in ihnen deutlich mehr Energie, welche bei fahrlässigem Umgang dann sehr energetisch freigesetzt werden kann.

Die 12 Verhaltensregeln zum Thema Akkusicherheit

Nutze die Akku-Datenbank

Stephan Knaus, auch bekannt als der ‘Mountain Prophet’, hat sich die Mühe gemacht alle gängigen Dampferakkus auf Herz und Nieren zu prüfen. Die Ergebnisse seiner Tests stellt er in einer Datenbank öffentlich zur Verfügung. Unter www.dampfakkus.de kannst Du nachschauen was Dein Akku aushält. Außerdem berichtet er auf seinem Blog (www.mountainprophet.de) regelmäßig über neue Akkus und warnt die Dampfergemeinde unter anderem vor schwarzen Schafen und Fake-Akkus die aktuell im Umlauf sind.

5) Was tun wenn’s blubbert?

Bei zu starkem Ziehen läuft mehr Liquid in die Verdampferkammer, als verdampft wird. Irgendwann ist es zu viel und erreicht auch den Luftkanal. Wenn sich Liquid Kamin gesammelt hat, beginnt die E-Zigarette bei weiteren Zügen zu blubbern. Dabei kann es auch dazu kommen, dass Liquid mit hoch bis zu dem Mundstück gezogen wird und man dieses beim Dampfen in den Mund bekommt.

Blubbern beheben:

Wenn das der Fall ist, nimmst Du einfach ein Taschentuch oder Küchenpapier, legst es über das Mundstück, und schlägst die E-Zigarette aus (siehe Video). Alternativ kannst Du auch ein Küchenpapier in die Öffnung Deines Mundstücks schieben und das überflüssige Liquid damit aufnehmen.

Blubbern vorbeugen:

Blubbern lässt sich vor allem über die Zugtechnik verhindern. Denn meist liegt die Ursache darin, dass der Dampf nach einem Zug im Kamin stehen bleibt, an der Innenwand kondensiert und sich dadurch zu viel Liquid im Kamin und in der Basis sammeln.

Wenn man den Feuertaster allerdings eine Sekunde vor dem Zugende loslässt, verbleibt kein Dampf mehr im Kamin und entsprechend niedriger ist die Chance dass der Verdampfer blubbert und spritzt.

6) Plane voraus

Anders als bei klassischen Tabakzigaretten, gibt es Dein Lieblingsliquid leider nicht an jeder Ecke. Am besten hast Du immer Liquid und einen Ersatz-Coil dabei, wenn Du unterwegs bist. Zudem solltest Du auch wissen wann Du das nächste Mal die Möglichkeit hast Deinen Akku aufzuladen. Viele Dampfer haben aus dem Grund immer eine Powerbank dabei, um auch unterwegs nachladen zu können. 

Wenn Du Dich endgültig für das Dampfen entschieden hast, macht auch ein Ersatzgerät durchaus Sinn. Denn spätestens wenn sie Dir mal kaputt geht (besonders ärgerlich wenn man keinen Dampfershop in der Nähe hat), ist man froh stressfrei weiter dampfen zu können.

7) Sei Dir bewusst das nicht alles ersetzt wird

Die Zigarettensucht ist eine komplexe Sucht die aus mehreren Komponenten besteht. Jede einzelne dieser Komponenten wird dabei von jedem anders bewertet – für den einen steht der Genuss im Vordergrund, für den anderen ist das Rauchen reine Nikotinaufnahme.

Viele Aspekte der Zigarettensucht werden von der E-Zigarette gut ersetzt. Aber es ist nunmal nicht zu 100% das Gleiche, und selbst das Nikotin wirkt sanfter. Darum sollte man immer eine gewisse Grundmotivation mitbringen um den Umstieg erfolgreich zu meistern.

Der Artikel “Wie gut ersetzt die E-Zigarette die Tabakzigarette” kann Dir helfen herauszufinden, warum Du eigentlich rauchst, und ob die E-Zigarette Dich bei Deinem Vorhaben aufzuhören unterstützen kann.

8) Geh’ gelassen mit Kritikern um

Begegne Gegnern der E-Zigarette gelassen und frage nach woher sie ihre Infos haben. Zwangsläufig wird man merken dass derjenige sich nicht wirklich informiert haben kann, sondern nur eine Schlagzeile erhascht hat. Wer glaubt E-Zigaretten seien auch nur annähernd so gefährlich wie die vielen Gifte im Zigarettenrauch, der widerspricht schlicht allen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Natürlich empfehlen wir jedem sich mit der Materie und der aktuellen Studienlage auseinanderzusetzen, damit man möglichst genau weiß was man tut.

Wenn Dich das Thema Dampfen und Gesundheit interessiert, hier die 5 wichtigsten Erkenntnisse zu der bislang umfassendsten Studie zu den gesundheitlichen Auswirkungen der E-Zigarette vom britischen Gesundheitsministerium.


Außerdem können wir Dir den YouTube Kanal von Prof. Dr. Bernd Mayer ans Herz legen. Als Toxikologe der Uni Graz beschäftigt er sich seit bald einer Dekade mit der E-Zigarette und deren Wirkung. Hier eine kleine Kostprobe:

9) So verhinderst Du ein Auslaufen des Tanks

Es gehört wohl zu den unangenehmsten Dingen, die einem Dampfer passieren kann. Vor allem unterwegs ist eine mit klebrigen Liquid vollgesiffte E-Zigarette der Albtraum aller Dampfer. Dennoch passiert es ab und zu. Mit diesen Tipps möchten wir Dir helfen das Risiko auf ein Minimum zu reduzieren.

Zugtechnik – In der Ruhe liegt die Kraft

Wie schon erwähnt, zieht man an einer E-Zigarette eher ruhig und gleichmäßig. Denn ein zu heftiges Ziehen verursacht einen starken Unterdruck im Kamin, welcher das Liquid regelrecht durch die Watte saugt.

Pflege – Ein sauberer Tank ist ein glücklicher Tank

Verschmutzungen, vor allem an den Gewinden und Dichtungsringen können auch ein Auslaufen verursachen. Also reinige Deinen Tank in regelmäßigen Abständen. Am besten nimmst Du ihn dafür komplett auseinander und spülst ihn mit warmen Wasser aus. Auch Alkohol eignet sich sehr gut für die Reinigung.

Bei uns im Laden kannst Du Deine E-Zigarette übrigens kostenlos im Ultraschall-Gerät reinigen lassen.

Vor dem Befüllen die Airflow schließen

Beim Nachfüllen besteht immer die latente Gefahr, dass der Tank kurze Zeit später ausläuft. Schließe deshalb vor dem Befüllen die Luftzufuhr und lass’ Dir nicht allzu viel Zeit bis Du den Tankdeckel wieder verschließt. Außerdem ist es sinnvoll nach dem Befüllen ein paar mal an der E-Zigarette zu ziehen. Denn dadurch baut sich im Verdampfer ein Unterdruck auf, der hilft das Liquid im Tank zu halten.

Vermeide Temperatur- oder Druckschwankungen

Egal ob man über einen Alpenpass fährt oder im Flugzeug unterwegs ist: E-Zigaretten-Tanks antworten auf extreme Druckschwankungen meist durch ein vollständiges Auslaufen. Also den Tank lieber gleich freiwillig leeren, bevor er sich in der Hosentasche erleichtert.

Auch bei starken Temperaturschwankungen kann man den gleichen Effekt beobachten. Lass’ Deine Dampfe im Hochsommer oder bei Minustemperaturen also lieber nicht zu lange im Auto liegen.

Für die kalte Jahreszeit haben wir hier noch ein paar zusätzliche Tipps für das Dampfen im Winter.

Fehlersuche – 5 Dinge die Du tun kannst

1) Kamin und Basis von Liquid befreien

Bei einem ausgelaufenen Tank ist meist die ganze Basis des Verdampfers mit Liquid gefüllt. Je nach Modell solltest Du also zunächst den Kamin und die Basis vom Liquid befreien.

2) Verdampferkopf prüfen

Mach’ einen Abstrich von Deinem Verdampferkopf um festzustellen ob er verkokelt ist. Wenn Du schwarze Punkte erkennen kannst (in etwa so wie in dem GIF-Video weiter oben im Artikel), solltest Du ihn austauschen. Eventuell hat sich nämlich ein Loch in die Watte gebrannt.

3) Tankglas auf Beschädigungen prüfen

Manchmal entstehen unbemerkt Risse im Tankglas die zu einem Auslaufen führen können. Glücklicherweise gibt es für die meisten Tanks Ersatzgläser einzeln zu kaufen. Also schmeiße den Tank nicht direkt in den Müll wenn nur das Glas gebrochen ist.

4) Tank reinigen

Nimm den Tank auseinander und mache vor allem die Gewinde und Dichtungsringe sorgfältig sauber.

5) Dichtungsringe prüfen

Beim Reinigen kannst Du Dir auch gleich die Dichtungsringe anschauen. Ziehe sie sanft auseinander um Risse zu entdecken. Bevor Du dann sofort neue bestellst, schaue erstmal im Verpackungskarton Deines Verdampfers nach. Denn in den meisten Fällen sind Ersatz-Dichtungsringe mit im Set enthalten.

10) Dampfer verstehen lernen

Dampfer haben ihre eigene Sprache. Damit Du Dir bei Gesprächen mit anderen Dampfern nicht vorkommst als würdest Du einer Gruppe Chinesen lauschen, erklären wir Dir hier die wichtigsten Abkürzungen und Ausdrücke:

Airflow

Die Airflow ist die Luftzufuhr. Sie bestimmt den Zugwiderstand – also wie stark Du an der E-Zigarette ziehen musst. Mund-zu-Lunge Dampfer bevorzugen in der Regel eine restriktive Airflow, Sub-Ohmer brauchen viel Luft und damit eine weiter geöffnete Airflow.

Drip-Tip

6 Drip Tips aus verschiedenen Materialien und in verschiedenen Formen

Ein Drip-Tip ist ein Mundstück. Die meisten haben ein 510-er Anschluss und sind beliebig wechselbar. Größere Geräte haben oft den breiteren 810-er Anschluss.

Drip Tips gibt es in den verschiedensten Formen, Farben und Materialien (u.a. aus Edelstahl, Kunststoff, Holz, Acryl und Glas).

PG (Propylenglykol)

PG ist der Teil Deines Liquids der hauptverantwortlich für den Geschmack ist. Gleichzeitig sorgt er auch für einen stärkeren Throat-Hit (s.u.).

VG (Vegetable Glycerin)

Keine Angst, Glycerin hat nicht viel mit Nitroglycerin zu tun. Es ist genau wie PG (s.o.) einer der Hauptkomponenten der Liquids. Es transportiert weniger Geschmack, macht dafür aber umso mehr Dampf.

Throat-Hit

Ein Throat-Hit (wörtlich übersetzt “Rachen-Schlag”) beschreibt das Druckgefühl im Rachen, das man beim Inhalieren spürt. Der Throat-Hit wird umso stärker, desto höher der Nikotinanteil im Liquid ist. Auch PG steuert ein wenig zum Throat-Hit bei.

Pyro

Pyro (vom altgriechischen pyrein „brennen“) wird unter Dampfern umgangssprachlich für eine klassische Tabakzigarette benutzt.

MTL (Mouth-to-Lung)

MTL-Dampfer ziehen den Dampf – wie bei einer Tabakzigarette – erst durch Unterdruck in den Mundraum, und anschließend in einem Satz in die Lunge. Diese Zugtechnik macht zwar weniger Dampf, aber sie kommt dem klassischen Glimmstengel am nächsten.

DL (Direct Lung)

DL-Geräte sind Verdampfer welche auf direkte Lungenzüge ausgelegt sind. Hier zieht man, ähnlich wie bei einer Shisha, in einem Schritt direkt in die Lunge. Mit dieser Technik lassen sich deutlich größere Wolken produzieren als mit MTL-Geräten. Aber mehr Dampf bedeutet auch dass man deutlich mehr Strom und Liquid benötigt. Der ganze Dampf muss schließlich irgendwo herkommen.

Dry-Hit

Bei einem Abriss des Liquidnachflusses (z.B. weil der Tank leer ist), verkokelt die Watte im Verdampferkopf innerhalb kürzester Zeit. Ein sehr unangenehmes Gefühl, das man auf jeden Fall vermeiden sollte.

Coil

Das englische Wort für Verdampferkopf (manchmal auch atomizer head genannt). Es ist das Verschleißteil in der E-Zigarette, welches aus einem Gehäuse, Draht und Watte besteht, und regelmäßig gewechselt werden muss.

Clearomizer

Ein Clearomizer ist ein Verdampfer-Tank welcher hauptsächlich aus Glas besteht, damit man den Füllstand des Tanks schnell erkennen kann.

510-er

Mit einem 510-er ist entweder der Mundstück-Typ (s.o. unter Drip-Tip) gemeint, oder das M7x0,5 Gewinde, welches standardmäßig Akkuträger und Verdampfer verbindet, und die Kompatibilität zwischen Geräten unterschiedlicher Marken ermöglicht. Das bedeutet, dass sich fast jeder Akkuträger mit jedem beliebigen Verdampfer verbinden lässt.

Kanthal

Kanthal ist streng genommen der Markenname eines schwedischen Drahtherstellers. Dampfer verstehen unter Kanthal eine Metalllegierung aus Eisen, Aluminium und Chrom. Kanthal ist als Drahtmaterial am verbreitetsten.

RBA, RTA, RDTA

Unter diesen englischen Abkürzungen verstecken sich die verschiedenen Selbstwickel-Verdampfertypen: Tröpfelverdampfer (Rebuildable Dripper Atomizer), Tankverdampfer (Rebuildable Tank Atomizer) und Verdampfer die einen Tank haben, mit denen man aber auch tröpfeln kann (Rebuildable Dripper Tank Atomizer).

Mod

Unter Mod (von modullieren) versteht man einen regelbaren Akkuträger, bei welchem man zumindest die Spannung, mittlerweile aber auch viele andere Parameter, einstellen kann. Von der Akkustandsanzeige bis zum Zugzeitmesser gibt es mittlerweile unzählige Funktionen, Geräte-Modi und Einstellmöglichkeiten.

18650-er

18650-er Akkus sind industrielle Hochleistungsakkus, welche häufig in E-Zigaretten zum Einsatz kommen. Die 18 steht für den Durchmesser (18 mm), die 65 für die Länge und die 0 für die runde Bauform. Neben 18650-er werden vor allem 26650-er, 20700-er und 21700-er für E-Zigaretten vernwendet. Wenn Du solche Akkuzellen benutzt, solltest Du Dich auf jeden Fall mit dem Thema Akkusicherheit vertraut machen, um das Risiko für einen Unfall zu minimieren.

Sub-Ohm

“Sub-ohm” bedeutet streng genommen “unter 1 Ohm”, und bezieht sich damit auf den elektrischen Widerstand des Coils. Allerdings wird der Begriff umgangssprachlich für eine direkte Lungenzugtechnik und hohe Leistungen verwendet. Tatsächlich kann man aber mit regelbaren Akkuträgern auch Widerstände mit mehr als einem Ohm mit hohen Leistungen betreiben. Auch andersherum gibt es mittlerweile viele Backendampfer (MTL-Geräte) mit Widerständen von weit unter einem Ohm. Trotzdem versteht man auch heute noch unter einem “Sub-Ohmer” einen Dampfer der direkte Lungenzüge macht.

Vapers Tongue

Die Vapers Tongue, oder auch “Dampfer-Zunge”, beschreibt einen Geschmacksverlust den man vor allem bei übermäßigem Konsum von intensiven Liquids erleiden kann. Tipp: Wechsel für ein paar Tage auf ein dezenteres Liquid (Tabakliquids oder Menthol sind hierfür gut geeignet).

VW (Variable Wattage)

Der VW-Modus (auch Watt-Modus genannt) ist ein Dampfmodus von geregelten Akkuträgern und mittlerweile zum Standard geworden. Der Modus ist sehr einfach zu verstehen (mehr Leistung = mehr Dampf) und ist daher vor allem bei Einsteigern sehr beliebt.

TC (Temperature Control)

Der TC-Modus ist ein Modus mit dem man, anstatt der Leistung, die Draht-Temperatur am Akkuträger einstellen kann. Dabei misst der Akkuträger die unter Erhitzung autretende Veränderung des Drahtwiderstandes und passt die abgegebene Leistung so an, dass der Draht immer die eingestellte Temperatur hält. Das funktioniert aber nur mit Drahtmaterialien bei denen sich der Widerstand bei steigender Temperatur signifikant verändert (z.B. SS316 Edelstahl, Nickel oder Titan). Nicht geeignet ist z.B. das beliebteste Material Kanthal.

BONUS TIPP:
Hab’ Spaß und entdecke die Möglichkeiten!

Je mehr Freude Du am Dampfen entwickelst, desto weniger sehnst Du Dich nach dem stinkenden Glimmstengel. Also geh’ positiv an die Sache ran, sei neugierig, probiere vieles aus und versuche aktiv Dein persönliches Dampferlebnis zu verbessern. Denn je besser Du es schaffst, Dein Gerät und das Liquid an Deine persönlichen Vorlieben anzupassen, desto leichter wird Dir der Umstieg gelingen. Und wenn Du Probleme hast, komm’ bei uns im Laden vorbei oder schreibe uns in den Kommentaren. Wir helfen Dir gerne! 🙂

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