Welche Nikotinstärke ist die richtige für mich?

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Wie viel Nikotin hast du als Raucher bekommen, wie viel bekommst du beim Dampfen, und welche Nikotinstärke passt zu dir? Der Rechner gibt dir einen Startwert. Darunter steht, wie wir darauf kommen, als Artikel zum Video. Und am Ende die Antworten auf die häufigsten Fragen: Freebase oder Nikotinsalz, was tun, wenn es im Hals kratzt, und wie viele Zigaretten 10 ml Liquid entsprechen. Wo es Studien dazu gibt, kannst du sie aufklappen.

Startbereich zum Ausprobieren

Drei Fragen. Das Ergebnis ist ein grober Startbereich für die ersten Tage, keine Berechnung deines Nikotinbedarfs.

Frage 1 von 3 Wann rauchst du nach dem Aufstehen die erste Zigarette?

Diese Frage sagt mehr über die gewohnte Nikotinmenge aus als die Stückzahl pro Tag.

Frage 2 von 3 Wie inhalierst du beim Dampfen?

Davon hängt ab, wie viel Dampf pro Zug entsteht, und das verändert die passende Stärke stark.

Frage 3 von 3 Wie stark waren deine Zigaretten?

Deine alte Marke sagt wenig darüber, wie viel Nikotin du brauchst. Sie sagt aber etwas darüber, wie kräftig sich ein Zug im Hals anfühlen soll.

Nach ein paar Tagen

Selbst nachrechnen

Sobald du weißt, wie viel Liquid du am Tag verbrauchst, kannst du selbst prüfen, ob die Größenordnung stimmt.

Was dieser Rechner kann: einen Ausgangspunkt nennen, mit dem sich Ausprobieren verkürzen lässt. Was er nicht kann: ausrechnen, wie viel Nikotin bei dir ankommt. Das hängt von Gerät, Zugtechnik und Stoffwechsel ab und lässt sich nicht vorhersagen.

Alle Angaben werden ausschließlich in deinem Browser verarbeitet. Es werden keine Daten gespeichert, gesetzt oder übertragen.

In Deutschland sind nikotinhaltige Liquids gesetzlich auf höchstens 20 mg/ml begrenzt. Diese Angaben richten sich an erwachsene Raucherinnen und Raucher.

Quellen dieses Rechners

Aufnahmeanteil (75 Prozent): St Helen G, Havel C, Dempsey DA, Jacob P, Benowitz NL (2016). Addiction 111:535–544 (Angabe) sowie St Helen G, Dempsey DA, Havel CM, Jacob P, Benowitz NL (2017). Drug and Alcohol Dependence 178:391–398 (Angabe). Beide messen an Tankverdampfern mit Freebase-Liquid. Der Wert ist konservativ gerundet, siehe den Kasten „Woher die 75 Prozent kommen“ im Artikel.

Spanne des Aufnahmeanteils (22 bis 98 Prozent): aus den Einzelwerten in Tabelle 4 von St Helen 2016, also aus derselben Quelle wie der Punktwert. Wir haben das Verhältnis von PK-geschätzter Dosis zu geliefertem Nikotin für jeden Teilnehmer selbst gebildet; die Arbeit weist es nicht aus. Drei von zwölf Werten lagen über 100 Prozent, was biologisch nicht möglich ist und an der pauschalen Clearance-Annahme liegt. Diese drei sind ausgeschlossen.

Dosis pro Zigarette und die Rechenmethode selbst: Benowitz NL, Yang HY, Jacob P, St Helen G (2025). Nicotine Dosimetry in Evaluating Electronic Cigarettes Compared to Cigarette Smoking. Chemical Research in Toxicology 38:686–694. Vollständige Angabe

Streuung der Nikotinaufnahme beim Rauchen: Benowitz NL, Jacob P (1984). Daily intake of nicotine during cigarette smoking. Clinical Pharmacology & Therapeutics 35:499–504. Vollständige Angabe

Zeit bis zur ersten Zigarette als Indikator: Jackson SE u. a. (2025). Short Nicotine Dependence Index. Nicotine & Tobacco Research. Vollständige Angabe

Unterschied zwischen Freebase und Nikotinsalz: Christen SE u. a. (2024). Nicotine & Tobacco Research 26:1313–1321. Vollständige Angabe

Einfluss von Leistung und Zugdauer auf die abgegebene Nikotinmenge: Talih S u. a. (2017). Vollständige Angabe Dieselbe Arbeit stützt die Rechnung dieses Rechners direkt: Der Nikotinertrag ließ sich aus verdampfter Menge mal Nikotingehalt zuverlässig vorhersagen (r = 0,95).

Und was ist mit den Startbereichen selbst? Die Logik dahinter ist belegt, die konkreten Zahlen sind es nicht.

Belegt ist: dass die Zeit bis zur ersten Zigarette die tatsächliche Nikotinaufnahme besser abbildet als die Stückzahl (Jackson u. a. 2025), dass die abgegebene Nikotinmenge maßgeblich an Leistung und Zugdauer hängt und nicht an der Zahl auf der Flasche allein (Talih u. a. 2017), und dass Nikotinsalz bei gleicher Konzentration weniger reizt, aber mehr Nikotin liefert (Christen u. a. 2024).

Nicht belegt ist der Sprung von dort zu einer bestimmten mg/ml-Zahl. Eine geprüfte Formel, die aus einem Raucherprofil einen Startwert berechnet, gibt es nicht. Die Zahlen in der Tabelle stammen deshalb aus unserer Beratung.

Wonach wir sie ausgerichtet haben. Nicht danach, die Nikotinmenge möglichst genau zu treffen, sondern danach, dass das Inhalieren angenehm bleibt. Wer bei den ersten Zügen husten muss, legt das Gerät weg und raucht weiter. Zu wenig Nikotin lässt sich über mehr Züge ausgleichen, ein zu kratziger Zug nicht. Deshalb liegen unsere Startwerte eher am unteren Rand des Möglichen.

Das Video zum Artikel. Der Player lädt erst, wenn du auf das Bild klickst.

Ich habe früher die roten Gauloises geraucht, ungefähr 20 Stück am Tag. Heute dampfe ich mit 6 mg Nikotin, etwa 3 bis 4 ml am Tag. Und jetzt ist die Frage: Ist das genauso viel? Hatte ich früher mit den Zigaretten mehr, oder heute beim Dampfen? Oder ist es einfach etwas anderes?

Waage: 20 Zigaretten am Tag gegen 3 bis 4 ml Liquid mit 6 mg/ml. Ist das gleich viel Nikotin?
Waage: 20 Zigaretten am Tag gegen 3 bis 4 ml Liquid mit 6 mg/ml. Ist das gleich viel Nikotin?

Das ist eine elementar wichtige Frage. Denn die meisten Umsteiger schaffen den vollständigen Umstieg nicht und rauchen weiter (DHS 20261). Und das liegt häufig an der falsch gewählten Nikotinstärke.

Dieser Artikel soll Umsteigern helfen, das Thema zu verstehen, die passende Nikotinstärke zu finden und zu überprüfen, wo sie mit ihrem Nikotinkonsum ungefähr liegen.

Um die Frage zu klären, müssen wir erst einmal wissen: Wie viel Nikotin bekomme ich mit der Tabakzigarette, und wie viel bekomme ich mit der E-Zigarette?

Wie viel Nikotin hat eine Zigarette?

Schon herauszufinden, wie viel überhaupt drin ist, ist schwierig, denn das steht nicht mehr auf der Packung. Aber man kann in der Datenbank der gemeldeten Tabakerzeugnisse beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft nachschauen. Der Klassiker, die rote Marlboro, liegt bei 0,8 mg. Das sind schon starke Zigaretten. Bei 1,0 mg ist übrigens Schluss, das ist das gesetzliche Limit. Die leichten Zigaretten liegen irgendwo bei 0,3 bis 0,5 mg. Meine roten Gauloises hatten 0,6 mg.

Nikotin pro Zigarette laut Datenbank: leichte Sorten 0,3–0,5 mg, Gauloises rot 0,6 mg, Marlboro rot 0,8 mg, gesetzliche Grenze 1,0 mg. Maschinenwerte, nicht die Aufnahme.
Nikotin pro Zigarette laut Datenbank: leichte Sorten 0,3–0,5 mg, Gauloises rot 0,6 mg, Marlboro rot 0,8 mg, gesetzliche Grenze 1,0 mg. Maschinenwerte, nicht die Aufnahme.
HintergrundWo die Werte herkommen

Die Werte für jede in Deutschland verkaufte Zigarette stehen in der Datenbank der gemeldeten Tabakerzeugnisse beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL2). Viele Einträge stammen noch aus den frühen 2010er-Jahren. Die Höchstwerte legt die EU-Tabakproduktrichtlinie 2014/40/EU3 fest: 10 mg Teer, 1 mg Nikotin und 10 mg Kohlenmonoxid pro Zigarette. Gemessen wird nicht am Menschen, sondern mit einer Rauchmaschine nach einem festen Protokoll: 35 ml Zugvolumen, 2 Sekunden Zugdauer, ein Zug pro Minute (National Cancer Institute 19964).

In meinem Fall hieße das also: Ich bekomme 0,6 mg Nikotin pro Zigarette. Nur stimmt das gar nicht.

Tatsächlich ist im Tabak immer ein Vielfaches des angegebenen Werts enthalten. Die Stärke einer Zigarette wird nämlich gar nicht so sehr über den Tabak bestimmt, sondern über das Zigarettendesign. Die Hersteller lasern winzige Löcher in das Papier und vor allem in den Filter. Je mehr Löcher, desto mehr wird der Rauch ventiliert, also mit Frischluft verdünnt. Dadurch ziehen die Leute pro Zug mehr Luft und weniger Rauch und bekommen weniger Nikotin.

Winzige Löcher im Filter mischen Frischluft in den Rauch. Wer sie mit Lippen oder Fingern abdeckt, bekommt mehr Nikotin.

In der Praxis kommt es deshalb darauf an, wie ich die Zigarette halte und wie tief ich sie in den Mund nehme, also wie viele Löcher ich mit Lippen und Fingern abdecke. Zwei oder drei Finger machen schon einen Unterschied. Und wer den Filter richtig zusammenquetscht, holt das Maximum heraus.

Wie viel wirklich drin ist

In einer Zigarette stecken etwa 10 bis 14 mg Nikotin, je nach Tabakmenge. Bei den Zigaretten der Teilnehmer einer Studie von 2025 waren es im Mittel 9,1 mg im verbrannten Tabak (Benowitz et al. 20257). Auf der Packung stünde ein Wert zwischen 0,5 und 0,8 mg. Der Maschinenwert erfasst also nur einen Bruchteil, und je nach Rauchverhalten holt ein Mensch zwei- bis viermal so viel heraus wie die Maschine (Hammond et al. 20065).

Als Forscher dann die tatsächlichen Werte im Blut von Rauchern unterschiedlicher Marken verglichen haben, stellten sie fest: Die Light-Raucher nehmen kaum weniger auf als die Raucher starker Zigaretten. Das nennt man Kompensationsverhalten. Die Leute ziehen einfach ein bisschen kräftiger und inhalieren tiefer. Deswegen dürfen Zigaretten auch nicht mehr „Light“ genannt werden, weil das suggeriert, dass sie weniger schädlich sind. Aber die Leute bekommen von den Light-Zigaretten nicht einmal weniger Nikotin, zumindest nicht zwingend.

Bei 713 Rauchern erklärte der Nikotinwert der Marke 1 bis 2 Prozent der Unterschiede in der Belastung, die Zigaretten pro Tag 22 bis 28 Prozent (Maron und Fortmann 1987).
Bei 713 Rauchern erklärte der Nikotinwert der Marke 1 bis 2 Prozent der Unterschiede in der Belastung, die Zigaretten pro Tag 22 bis 28 Prozent (Maron und Fortmann 1987).
HintergrundDie Studien zur Kompensation

Bei 713 Rauchern wurde geprüft, wie viel die Marke und wie viel die Stückzahl über die Belastung im Körper aussagen, gemessen an Kohlenmonoxid im Atem und Thiocyanat im Blut. Die Zahl der Zigaretten pro Tag erklärte 22 bis 28 Prozent der Unterschiede zwischen den Teilnehmern, der Nikotinwert der Marke 1 bis 2 Prozent. Und je niedriger der Wert auf der Packung, desto mehr Zigaretten wurden geraucht (Maron & Fortmann 19876). Für Nikotin direkt: In einer Untersuchung an 458 japanischen Rauchern (Nakazawa et al. 200425) lag zwischen den schwächsten Marken (0,1 mg) und den stärksten (0,9 bis 2,4 mg) auf der Packung ein elffacher Unterschied, im Körper (Cotinin) weniger als ein doppelter. Bei stark abhängigen Rauchern verschwand der Unterschied ganz. Als Raucher in einem Versuch auf eine Leichtmarke wechselten, zogen sie 802 statt 603 ml Rauch pro Zigarette (Hammond 20065). Das Wort „Light“ ist seit der Tabakproduktrichtlinie 2014/40/EU3, Artikel 13, verboten.

Das zeigt, dass beim Rauchen zwei verschiedene Bedürfnisse im Spiel sind. Jemand kann starke Zigaretten mögen, weil er das kratzige Gefühl beim Inhalieren will, den Throat Hit, aber gar nicht so viel Nikotin braucht: Er inhaliert flach und macht kurze Züge. Ein Light-Raucher dagegen mag das Kratzen überhaupt nicht, will aber viel Nikotin im System: Er zieht tiefer, behält den Rauch länger in der Lunge und holt sich so seine Menge.

Eine Studie zeigt diese riesige Spanne: Ein Raucher bekommt mit einer Zigarette nur 0,4 mg, ein anderer 2,9 mg, also das Siebenfache.

Aufgenommenes Nikotin pro Zigarette bei 14 Rauchern: 0,4 bis 2,9 mg, Median 1,5 mg. Das Siebenfache zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Wert (Benowitz 2025).
Aufgenommenes Nikotin pro Zigarette bei 14 Rauchern: 0,4 bis 2,9 mg, Median 1,5 mg. Das Siebenfache zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Wert (Benowitz 2025).
HintergrundDie Spanne, direkt gemessen

In der Studie wurde die Nikotin-Clearance der Teilnehmer bestimmt und daraus die tatsächlich aufgenommene Menge pro Zigarette berechnet. Bei zehn genormten Zügen kamen im Mittel 1,15 mg an, bei freier Nutzung über vier Stunden 1,5 mg pro Zigarette, mit einer Spanne von 0,4 bis 2,9 mg (Benowitz et al. 20257, 14 Teilnehmer). Eine ältere Arbeit mit 22 Rauchern kam auf 1,04 ± 0,36 mg pro Zigarette und 10,5 bis 78,6 mg am Tag (Benowitz & Jacob 198426). Mit dem Wert auf der Packung hing die aufgenommene Menge in keiner der beiden Studien zusammen.

Woran erkenne ich, wie viel Nikotin ich gewohnt bin?

Ich habe mir auch angeschaut, wovon die tatsächliche Nikotinaufnahme abhängt. Sie hängt weniger an der Anzahl der Zigaretten, als man denkt, und kaum an der Stärke der Zigaretten. Am stärksten korreliert eine hohe Nikotinaufnahme mit der Time to First Cigarette, kurz TTFC. Das ist die Zeit vom Aufwachen bis zur ersten Zigarette.

Welche Frage erklärt die Nikotinaufnahme am besten: Zeit bis zur ersten Zigarette 27,4 Prozent, „ein Tag ohne“ 19,9 Prozent, Zigaretten pro Tag 18,6 Prozent (Jackson 2025).
Welche Frage erklärt die Nikotinaufnahme am besten: Zeit bis zur ersten Zigarette 27,4 Prozent, „ein Tag ohne“ 19,9 Prozent, Zigaretten pro Tag 18,6 Prozent (Jackson 2025).

Wer sofort, innerhalb der ersten fünf Minuten, raucht, hat offenbar einen relativ hohen Suchtdruck. Das ist auch plausibel, weil morgens der Nikotinspiegel im Keller ist. Wer erst einmal aufsteht, zum Bäcker geht, seine Kinder ganz entspannt fertig macht und erst nach zwei Stunden die erste anzündet, der leidet wohl kaum unter unerträglichen Entzugssymptomen. Wer dagegen schon im Bett nach der Zigarette greift und sie dort raucht (einige Kunden haben mir das so erzählt), bei dem ist der Suchtdruck so stark, dass er seinen Pegel so schnell wie möglich nach oben bringen will. Und diese Leute rauchen in der Regel auch so, dass sie mehr Nikotin konsumieren, unabhängig von der Anzahl der Zigaretten.

Modell: Nikotin im Blut eines Rauchers mit 19 Zigaretten zwischen 7 und 23 Uhr. Nachts halbiert sich der Wert etwa alle 2 Stunden, beim Aufwachen sind noch rund 5 Prozent des Abendwerts übrig.
Modell: Nikotin im Blut eines Rauchers mit 19 Zigaretten zwischen 7 und 23 Uhr. Nachts halbiert sich der Wert etwa alle 2 Stunden, beim Aufwachen sind noch rund 5 Prozent des Abendwerts übrig.
HintergrundDie Zahlen dahinter

In einer Auswertung an britischen Rauchern erklärte die Zeit bis zur ersten Zigarette 27 Prozent der Unterschiede in der Nikotinaufnahme (gemessen als Cotinin im Speichel), die Frage „Könnten Sie einen Tag ohne Zigarette aushalten?“ 20 Prozent und die Zigaretten pro Tag 19 Prozent. Wer mindestens zwei Stunden wartet, hatte im Mittel 129 ng/ml Cotinin; wer innerhalb von fünf Minuten raucht, 376 ng/ml. Umgerechnet sind das etwa 8 bis 39 mg Nikotin am Tag (Jackson et al. 20258). Die Frage nach der ersten Zigarette ist auch der wichtigste Teil des Fagerström-Tests, mit dem Entwöhnungsberater seit Jahrzehnten die Abhängigkeit einschätzen.

Damit ist der Bereich aber immer noch breit. Die Frage, die ihn am besten eingrenzt, ist die Rauchzeit. Wer sehr schnell raucht und immer als Erster ausdrückt, hat sehr wahrscheinlich auch heftige, lange oder viele Züge gemacht. Und wer in vier Minuten fertig ist, hat sehr wahrscheinlich deutlich mehr Nikotin aufgenommen als der, der ganz sanft und ganz wenig zieht und vielleicht auch weniger Züge macht.

Für dich heißt das: Überleg einmal, wenn du mit anderen Leuten die gleiche Marke geraucht hast, warst du dann eher schneller fertig als die anderen, langsamer oder gleich schnell? Wenn du langsamer warst, hast du wahrscheinlich eher weniger Nikotin aufgenommen und liegst eher im unteren Bereich. Wenn du schnell fertig warst, liegst du wahrscheinlich eher im oberen Bereich.

Mit diesen beiden Fragen, erste Zigarette und Rauchzeit, hast du jetzt ein grobes Gefühl dafür, wo du als Raucher gelegen hast. Jetzt schauen wir uns im Vergleich die E-Zigarette an.

Wie viel Nikotin bekomme ich mit der E-Zigarette?

Als Erstes können wir feststellen: Die E-Zigarette ist viel effizienter als die Tabakzigarette. Es gibt keinen Nebenstromrauch, also das, was verglimmt, während ich nicht an der Zigarette ziehe. Schließlich beträgt die Netto-Rauchzeit nicht fünf Minuten, sondern nur etwa 20 Sekunden. Der Rest geht in Rauch auf. Bei der E-Zigarette ist das nicht so. Natürlich pusten wir auch da ein bisschen wieder aus, aber rund 75 Prozent landen bei uns im Blut.

Zehn Züge im gleichen Takt: Die Zigarette glimmt zwischen den Zügen weiter, die Raucherwolke wächst ständig. Die E-Zigarette dampft nur beim Ziehen. Im Blut landen 12 bzw. 75 Prozent des Nikotins.
HintergrundWoher die 75 Prozent kommen

Von dem Nikotin im Liquid, das verdampft wird, kommt bei erfahrenen Dampfern nach zwei Messungen derselben Arbeitsgruppe rund drei Viertel im Blut an. Berechnet wurde das aus dem Blutverlauf und der Nikotin-Clearance, verglichen mit dem Nikotin im gewogenen Liquidverbrauch (St Helen et al. 20169 und 201710, 13 und 14 Dampfer, Tank bei 9 Watt mit knapp 20 mg/ml). Eine dritte Messung an einem Pod mit 59 mg/ml kam auf rund die Hälfte (Benowitz et al. 20257). Alle drei rechnen mit geschätzter statt gemessener Clearance, und die Einzelwerte reichen von 18 bis über 100 Prozent, was nicht sein kann. 75 Prozent ist deshalb eine Festlegung, mit der auch unser Rechner arbeitet. Übrigens: Was fehlt, geht weniger beim Ausatmen verloren (im Median 0,4 Prozent) als dadurch, dass sich Nikotin in Mund und Rachen ablagert, verschluckt wird und in der Leber abgebaut wird.

Dafür kommt das Nikotin ein bisschen anders und auch ein bisschen langsamer an. Forscher haben das Nikotin mal chemisch markiert, um es im PET-Scanner sichtbar zu machen. Dabei zeigte sich, dass beim Dampfen mehr Nikotin in Rachen und Hals hängen bleibt, in den Magen gelangt und über die Leber abgebaut wird. Im Gehirn kommt entsprechend weniger an, und es kommt später. Natürlich hängt das von Nikotinstärke, Leistung und Gerät ab, und bei der Zigarette davon, wie genau ich rauche. Aber die schnellen Spitzen der Tabakzigarette sind mit der E-Zigarette schwer zu erreichen. In den Studien liegt der Verlauf fast immer ein bisschen später und ein bisschen flacher.

Nikotin im Blut während und nach 5 Minuten Nutzung, höchste Werte ungefähr: Tabakzigarette 20 ng/ml, Vuse 48 mg/ml 14, nachfüllbare Geräte 20 mg/ml 12, Cigalikes 9, JUUL EU 20 mg/ml 5. E-Zigaretten mit EU-Stärke: flacher und später (nachgezeichnet nach Phillips-Waller 2021).
Nikotin im Blut während und nach 5 Minuten Nutzung, höchste Werte ungefähr: Tabakzigarette 20 ng/ml, Vuse 48 mg/ml 14, nachfüllbare Geräte 20 mg/ml 12, Cigalikes 9, JUUL EU 20 mg/ml 5. E-Zigaretten mit EU-Stärke: flacher und später (nachgezeichnet nach Phillips-Waller 2021).
HintergrundWas im Gehirn und was im Blut gemessen wurde

Im Gehirn: Nach einem einzelnen Zug mit markiertem Nikotin lag die Anreicherung im Gehirn bei Dampfern 24 bis 32 Prozent unter der beim Rauchen (Solingapuram Sai et al. 202011, 17 Personen). Auf der Ganzkörperaufnahme leuchten Mundhöhle, Luftröhre, Speiseröhre und Magen, der Beleg dafür, dass ein Teil verschluckt wird. Die Spitze im Gehirn war bei Freebase-Liquid 19 Prozent niedriger als bei der Zigarette und kam 64 Prozent später; bei Nikotinsalz war sie etwa gleich hoch, kam aber 40 Prozent später (Zuo et al. 202412, 29 Personen). Im Blut: Bei 18 Dual Usern, die fünf Minuten nach Belieben rauchten oder dampften, stieg das Nikotin nach der Zigarette um 20 ng/ml, nach einer JUUL mit EU-Stärke (20 mg/ml) um 4 ng/ml. Nachfüllbare Geräte mit 20 mg/ml kamen auf etwa 12, Cigalikes auf 9 ng/ml, und ihre Spitze lag bei 6 statt 4 Minuten (Phillips-Waller et al. 202113). Eine JUUL mit 59 mg/ml, wie sie in den USA verkauft wird, erreicht die Zigarette; in der EU sind maximal 20 mg/ml erlaubt.

Und hier ist noch ein entscheidender Punkt, der vielen Umsteigern zum Verhängnis wird. In einer Studie hat man Rauchern, die noch nie gedampft hatten, ein E-Zigaretten-Gerät gegeben und geschaut, wie viel Nikotin sie herausbekommen. Dieselbe Anzahl Züge hat dann eine Gruppe erfahrener Dampfer mit dem gleichen Gerät und dem gleichen Liquid gemacht. Die erfahrenen Dampfer haben pro Zug über doppelt so viel Nikotin herausgeholt wie die unerfahrenen.

Umsteiger und erfahrene Dampfer, gleiches Gerät, gleiches Liquid, zehn Züge: Die Erfahrenen ziehen länger und holen etwa doppelt so viel Nikotin heraus (Hiler 2017).
HintergrundDie Studie mit den Umsteigern

Erfahrene Dampfer und Raucher ohne Dampferfahrung nutzten dasselbe Gerät mit demselben Liquid, jeweils zehn Züge. Die Erfahrenen zogen deutlich länger und erreichten etwa doppelt so hohe Nikotinwerte im Blut (Hiler et al. 201714, 33 Teilnehmer). Die Zugdauer, nicht die Zugstärke, machte den Unterschied.

Der Grund sind zwei völlig verschiedene Funktionsprinzipien. Bei der Tabakzigarette bekommt die Glut mehr Sauerstoff, je heftiger ich ziehe: Sie glimmt auf, produziert mehr Rauch und liefert mehr Nikotin in kürzerer Zeit. Dem Heizelement der E-Zigarette, also dem Draht oder dem Mesh, ist es dagegen völlig egal, wie heftig ich ziehe. Es produziert pro Sekunde immer die gleiche Menge Dampf. Dementsprechend nützt mir das nicht viel. Das Einzige, was mir wirklich nützt, ist, länger zu ziehen.

Eine kleine Einschränkung: Es gibt eine Studie mit DL-Geräten, bei der es einen deutlichen Unterschied gemacht hat, wie stark der Volumenstrom war. Je mehr Luft durchgesaugt wurde, desto mehr Liquid wurde verdampft und desto mehr Nikotin geliefert. Das gilt aber nur für shishaähnliche Geräte mit direkten Lungenzügen. Bei MTL-Geräten, also zigarettenähnlichen Geräten, ist das vernachlässigbar, da geht es wirklich nur um die Zugdauer.

Bei Sub-Ohm-Geräten steigt mit dem Luftstrom auch die Menge an verdampftem Liquid und Nikotin. Bei MTL-Geräten zählt nur die Zugdauer.
HintergrundDie Messungen an der Abrauchmaschine

Bei E-Zigaretten bestimmt die Leistung des Heizelements, wie viel Liquid pro Sekunde verdampft; der Zug transportiert den Dampf nur ab. Deshalb erklärt die Zugdauer den Nikotinausstoß zu über 80 Prozent (Talih et al. 201715). Bei einem Sub-Ohm-Tank mit sehr hohem Luftdurchsatz stieg der Ausstoß dagegen mit dem Volumenstrom, weil mehr Luft das Heizelement stärker kühlt und das Liquid schneller nachgeliefert wird (Floyd et al. 202116). Beides sind Labormessungen ohne Menschen.

Glücklicherweise haben wir inzwischen auch sehr leistungsstarke Pods, und die können so einen kurzen, kräftigen Zug durchaus gut bedienen.

Tipp

Wenn du es gewohnt bist, relativ heftig zu ziehen, also kurze, kräftige Züge, dann nimm eher einen 0,6-Ohm-Pod mit einer Leistung von etwa 20 Watt. Wenn du eher lange, genüssliche, entspannte Züge machst, dann eher einen Pod in Richtung 1,2 Ohm. (Beratungserfahrung, keine Studie.)

Zum DL-Dampfen (direkte Lungenzüge): Wir empfehlen den meisten Umsteigern eher MTL, weil es dem Rauchen einer Zigarette entspricht. Aber wir hatten durchaus einige Kunden, die es zigmal mit MTL-Geräten probiert haben und erst mit einem DL-Gerät glücklich geworden sind, einfach durch die schiere Menge an Dampf. Die bekommen dann auch deutlich mehr Nikotin pro Zug und werden erst so zufrieden. Auch das gibt es. Aus Sicht der Harm Reduction empfehlen wir es nicht, weil es sehr viel Dampf ist und mehr kostet, aber für sehr stark Abhängige kann das durchaus eine gute Option sein.

Mund-zu-Lunge-Zug wie bei der Zigarette gegen direkten Lungenzug: Mehr Dampf pro Zug bedeutet mehr Nikotin pro Zug.
HintergrundWas DL-Geräte liefern

Nutzer von leistungsstarken Geräten der dritten Generation erreichten mit Liquids unter 4 mg/ml Nikotinwerte im Blut, die denen von Rauchern entsprachen, bei etwa 70 Watt und entsprechend hohem Liquidverbrauch (Wagener et al. 201717).

Zugverhalten beim Dampfen: Warum die Zigarettenlänge fehlt

Ein weiterer wesentlicher Unterschied zwischen Rauchen und Dampfen ist die Zigarettenlänge, also wie viele Züge ich hintereinander mache. Bei der Tabakzigarette ist das vorgegeben: 10 bis 12 Züge, dann ist sie aus. Beim Dampfen gibt es diese Einheit nicht. Ich lese morgens vielleicht meine E-Mails und ziehe drei-, vier-, fünfmal daran. Dann habe ich etwas zu tippen, schreibe eine Antwort, und erst beim Korrekturlesen ziehe ich vielleicht wieder einmal. Das ist ein ganz anderer Rhythmus. Das kann manchen Leuten gerade am Anfang Probleme bereiten, die dann sagen: Jetzt weiß ich gar nicht, wie viel Nikotin ich überhaupt bekomme, und vielleicht bekomme ich viel mehr, weil ich so viele Züge mache.

Zwei Muster über drei Stunden mit je 30 Zügen: Der Raucher nimmt das Nikotin in Schüben mit 55 Minuten Pause, der Dampfer verteilt. Ähnliches Niveau im Blut, anderer Verlauf.
Zwei Muster über drei Stunden mit je 30 Zügen: Der Raucher nimmt das Nikotin in Schüben mit 55 Minuten Pause, der Dampfer verteilt. Ähnliches Niveau im Blut, anderer Verlauf.

Für Leute, die darüber mehr Kontrolle haben wollen, gibt es Geräte mit einem Puff-Counter, der die Anzahl der Züge zählt. Nur hilft der Puff-Counter wenig, wenn ich pro Zug deutlich weniger Nikotin bekomme als vorher mit der Tabakzigarette. Wer dann die Zahl der Züge übernimmt, hat am Ende deutlich weniger Nikotin, und daran scheitert der Umstieg bei vielen.

Man hat in einer Studie gesehen, dass Langzeit-Dampfer, die den Umstieg geschafft haben, Nikotinwerte hatten, die denen von Rauchern sehr ähnlich waren. Das heißt, wir holen uns das Nikotin ein Stück weit intuitiv immer so, wie wir es brauchen. Deswegen ist ein entspannterer Umgang damit auch okay. Es kann durchaus sein, dass ich mit meinem Gerät und meinem Liquid weniger Nikotin bekomme und dann einfach ein paar Züge mehr machen muss.

HintergrundDie Studie zu Langzeit-Dampfern

Bei Menschen, die seit mindestens sechs Monaten nur noch dampften, lagen die Nikotinwerte (Cotinin im Urin) auf dem Niveau von Rauchern; die Werte für Krebsstoffe und Giftstoffe aus dem Tabakrauch lagen dagegen deutlich niedriger (Shahab et al. 201718, 181 Teilnehmer, Querschnittsstudie).

Nikotinrechner: Wie viel Nikotin bekomme ich beim Dampfen?

Jetzt schauen wir uns das ganz konkret mit dem Rechner an. Ich habe meine erste Zigarette nach fünf bis 30 Minuten geraucht. Ich habe wie an einer Zigarette gezogen, nicht wie an einer Shisha. Dann hatte ich mittelstarke Zigaretten. Daraus ergibt sich ein Startbereich zum Ausprobieren. Dabei geht es einfach um das Inhalationsgefühl: Mit Freebase, also klassischem Nikotin, entsprechen dem 6 bis 9 mg, mit Nikotinsalz je nach Gerät 10 bis 20 mg.

Aber das ist gar nicht der entscheidende Teil. Der entscheidende Teil kommt im zweiten Schritt. Da trage ich ein, was ich heute dampfe, 3 bis 4 ml mit einer Nikotinstärke von 6, und dass ich vorher 20 Zigaretten geraucht habe. Die Antwort zur ersten Zigarette von oben fließt in die Einordnung mit ein. Und jetzt sieht man: Ich konsumiere wahrscheinlich etwas weniger Nikotin als früher.

Startbereich zum Ausprobieren

Drei Fragen. Das Ergebnis ist ein grober Startbereich für die ersten Tage, keine Berechnung deines Nikotinbedarfs.

Frage 1 von 3 Wann rauchst du nach dem Aufstehen die erste Zigarette?

Diese Frage sagt mehr über die gewohnte Nikotinmenge aus als die Stückzahl pro Tag.

Frage 2 von 3 Wie inhalierst du beim Dampfen?

Davon hängt ab, wie viel Dampf pro Zug entsteht, und das verändert die passende Stärke stark.

Frage 3 von 3 Wie stark waren deine Zigaretten?

Deine alte Marke sagt wenig darüber, wie viel Nikotin du brauchst. Sie sagt aber etwas darüber, wie kräftig sich ein Zug im Hals anfühlen soll.

Nach ein paar Tagen

Selbst nachrechnen

Sobald du weißt, wie viel Liquid du am Tag verbrauchst, kannst du selbst prüfen, ob die Größenordnung stimmt.

Was dieser Rechner kann: einen Ausgangspunkt nennen, mit dem sich Ausprobieren verkürzen lässt. Was er nicht kann: ausrechnen, wie viel Nikotin bei dir ankommt. Das hängt von Gerät, Zugtechnik und Stoffwechsel ab und lässt sich nicht vorhersagen.

Alle Angaben werden ausschließlich in deinem Browser verarbeitet. Es werden keine Daten gespeichert, gesetzt oder übertragen.

In Deutschland sind nikotinhaltige Liquids gesetzlich auf höchstens 20 mg/ml begrenzt. Diese Angaben richten sich an erwachsene Raucherinnen und Raucher.

Quellen dieses Rechners

Aufnahmeanteil (75 Prozent): St Helen G, Havel C, Dempsey DA, Jacob P, Benowitz NL (2016). Addiction 111:535–544 (Angabe) sowie St Helen G, Dempsey DA, Havel CM, Jacob P, Benowitz NL (2017). Drug and Alcohol Dependence 178:391–398 (Angabe). Beide messen an Tankverdampfern mit Freebase-Liquid. Der Wert ist konservativ gerundet, siehe den Kasten „Woher die 75 Prozent kommen“ im Artikel.

Spanne des Aufnahmeanteils (22 bis 98 Prozent): aus den Einzelwerten in Tabelle 4 von St Helen 2016, also aus derselben Quelle wie der Punktwert. Wir haben das Verhältnis von PK-geschätzter Dosis zu geliefertem Nikotin für jeden Teilnehmer selbst gebildet; die Arbeit weist es nicht aus. Drei von zwölf Werten lagen über 100 Prozent, was biologisch nicht möglich ist und an der pauschalen Clearance-Annahme liegt. Diese drei sind ausgeschlossen.

Dosis pro Zigarette und die Rechenmethode selbst: Benowitz NL, Yang HY, Jacob P, St Helen G (2025). Nicotine Dosimetry in Evaluating Electronic Cigarettes Compared to Cigarette Smoking. Chemical Research in Toxicology 38:686–694. Vollständige Angabe

Streuung der Nikotinaufnahme beim Rauchen: Benowitz NL, Jacob P (1984). Daily intake of nicotine during cigarette smoking. Clinical Pharmacology & Therapeutics 35:499–504. Vollständige Angabe

Zeit bis zur ersten Zigarette als Indikator: Jackson SE u. a. (2025). Short Nicotine Dependence Index. Nicotine & Tobacco Research. Vollständige Angabe

Unterschied zwischen Freebase und Nikotinsalz: Christen SE u. a. (2024). Nicotine & Tobacco Research 26:1313–1321. Vollständige Angabe

Einfluss von Leistung und Zugdauer auf die abgegebene Nikotinmenge: Talih S u. a. (2017). Vollständige Angabe Dieselbe Arbeit stützt die Rechnung dieses Rechners direkt: Der Nikotinertrag ließ sich aus verdampfter Menge mal Nikotingehalt zuverlässig vorhersagen (r = 0,95).

Und was ist mit den Startbereichen selbst? Die Logik dahinter ist belegt, die konkreten Zahlen sind es nicht.

Belegt ist: dass die Zeit bis zur ersten Zigarette die tatsächliche Nikotinaufnahme besser abbildet als die Stückzahl (Jackson u. a. 2025), dass die abgegebene Nikotinmenge maßgeblich an Leistung und Zugdauer hängt und nicht an der Zahl auf der Flasche allein (Talih u. a. 2017), und dass Nikotinsalz bei gleicher Konzentration weniger reizt, aber mehr Nikotin liefert (Christen u. a. 2024).

Nicht belegt ist der Sprung von dort zu einer bestimmten mg/ml-Zahl. Eine geprüfte Formel, die aus einem Raucherprofil einen Startwert berechnet, gibt es nicht. Die Zahlen in der Tabelle stammen deshalb aus unserer Beratung.

Wonach wir sie ausgerichtet haben. Nicht danach, die Nikotinmenge möglichst genau zu treffen, sondern danach, dass das Inhalieren angenehm bleibt. Wer bei den ersten Zügen husten muss, legt das Gerät weg und raucht weiter. Zu wenig Nikotin lässt sich über mehr Züge ausgleichen, ein zu kratziger Zug nicht. Deshalb liegen unsere Startwerte eher am unteren Rand des Möglichen.

Nikotin reduzieren beim Dampfen: Warum ein niedrigerer Pegel entspannter ist

Ich liege mit meinem heutigen Nikotinkonsum also wahrscheinlich ein bisschen tiefer als früher mit den Tabakzigaretten. Und ich finde das grundsätzlich eher positiv. Denn was bedeutet ein niedrigerer Nikotinpegel? Er bedeutet auch, dass ich weniger Probleme habe, wenn ich gerade nicht dampfen kann. Je höher der Pegel, desto größer ist der Absturz, wenn ich nicht kann, und desto größer sind dann auch der Suchtdruck und das Verlangen in dem Moment. Deswegen kann es Lebensqualität bringen, die Nikotinstärke zu reduzieren.

Zwei Dampfer mit gleichen Gewohnheiten, 20 mg/ml und 3 mg/ml, drei Stunden Pause: Je höher der Pegel, desto tiefer der Absturz und desto größer der Suchtdruck.
HintergrundNikotinstärke und Abhängigkeit

In einer Online-Befragung von 3.609 Ex-Rauchern, die nur noch dampfen, hatten Nutzer stärkerer Liquids höhere Abhängigkeitswerte: 0 mg/ml unter 1 bis 12 mg/ml unter 13 mg/ml und mehr (Foulds et al. 201519). Es ist ein Querschnitt, er zeigt den Zusammenhang, nicht die Richtung. Die Abhängigkeit von der E-Zigarette lag in derselben Befragung deutlich unter der früheren Abhängigkeit von Zigaretten.

Nur muss man sich dessen bewusst sein, was man gerade tut. Wenn man am Anfang einfach sagt „Ich will jetzt umsteigen und probiere es mal damit“ und dann feststellt, dass es nicht befriedigend genug ist, dann wäre es sinnvoller, es erst einmal so einzustellen, dass man zurechtkommt und auf Tabakzigaretten verzichten kann. Und dann zu wissen, dass man verschiedene Möglichkeiten hat. Wer mit 6 mg nicht zurechtkommt, geht auf 12 mg. Wenn es dann aber zu kratzig ist, nicht das Ding direkt in die Ecke schmeißen, sondern zum Beispiel die Nikotinart wechseln und auf Nikotinsalz gehen. Da hat man bei gleichem Throat Hit, also dem Inhalationsgefühl, deutlich mehr Nikotin, und dann kann auch das befriedigend genug sein.

6 mg Freebase: zu wenig Nikotin. 12 mg: Menge passt, kratzt aber. Wechsel auf Nikotinsalz: beides im grünen Bereich.

Wir haben Nikotinsalz in einem anderen Video auch ausführlich kritisiert. Einfach, weil wir viele Kunden haben, die zu uns kommen und nicht einmal wissen, dass es etwas anderes als Nikotinsalz gibt, und nicht wissen, dass es etwas anderes als eine 20er-Nikotinstärke gibt. Die wären eigentlich mit einem niedrigeren Pegel glücklich, bekommen jetzt auf einmal deutlich mehr und werden eher abhängiger. Dann gibt es noch andere Aspekte, gerade bei den Einweg-Vapes, aber auch beim Nikotinsalz an sich. Da gibt es Forscher, die sagen, dass es zusätzliche Risiken birgt, die vom klassischen Nikotin nicht ausgehen. Das ist aber ein spezielles Thema, und es ist auf jeden Fall viel besser, als Tabak zu rauchen. Deswegen ist Nikotinsalz auf jeden Fall eine valide Option.

HintergrundWas zu Nikotinsalz untersucht ist

In Zellkulturen zeigten Liquids mit Nikotinsalz (JUUL) Effekte auf Lungenzellen, die mit Freebase-Nikotin in gleicher Konzentration nicht auftraten (Ghosh et al. 202120). Das ist eine Laborstudie an Zellen, keine Untersuchung am Menschen. Beim Menschen gemessen ist: Nikotinsalz liefert bei gleicher Zahl auf der Flasche mehr Nikotin ins Blut als Freebase, in einer Studie etwa das 1,8-Fache (Christen et al. 202427), und kratzt dabei weniger.

Ich kann jedem ans Herz legen, eine Nikotinreduktion zumindest einmal auszuprobieren und zu schauen, ob man mit einem etwas niedrigeren Pegel nicht glücklicher ist. Phasen, in denen man nicht dampfen kann, erträgt man dann deutlich entspannter. Nicht bei allen, aber bei vielen heißt das ein Plus an Lebensqualität: weniger Leiden in Pausen, ein entspannterer Alltag, weniger Schmacht, weniger Suchtdruck.

Nur, wie gesagt, nicht planlos. Man muss sich bewusst sein, dass eine Verhaltensänderung eine gewisse Grundmotivation braucht, und dass es in den ersten Tagen und Wochen dauert, bis sich die Acetylcholinrezeptoren, also die Stellen, an denen das Nikotin andockt, umgestellt haben. In dieser Zeit spürt man immer wieder Verlangen, und das auszuhalten ist entscheidend.

Planlose Reduktion: Rutsche, am Ende die Zigarette. Bewusste Reduktion: Stufe für Stufe, jede Stufe hält.
HintergrundWas im Gehirn passiert

Beim Rauchen nimmt die Zahl der Nikotinrezeptoren im Gehirn zu. Nach dem Rauchstopp sind sie zunächst noch vermehrt vorhanden und normalisieren sich erst nach sechs bis zwölf Wochen (Cosgrove et al. 200921, SPECT-Bildgebung an 19 Rauchern). Das Verlangen in den ersten Tagen hat also eine messbare körperliche Grundlage, und es lässt nach, auch wenn man nichts tut.

Ansonsten erhöht sich nur mein Liquidverbrauch. Wenn ich zum Beispiel von 6 auf 3 mg gehe, sehe ich bei uns im Laden, dass die Leute dann auf einmal doppelt so viel Liquid verbrauchen und letztlich genauso viel Nikotin konsumieren wie vorher. Da muss ich mich also auch ein bisschen in Selbstdisziplin üben.

HintergrundDie Studien zum Ausgleich beim Dampfen

Als Dampfer von 18 auf 6 mg/ml wechselten, verbrauchten sie im Alltag deutlich mehr Liquid und zogen häufiger und länger; ihre Nikotinwerte sanken trotzdem, aber viel weniger als die Stärke (Dawkins et al. 201822). Über zwölf Monate beobachtet, senkten Dampfer die Stärke von im Mittel 13,8 auf 9,9 mg/ml, erhöhten den Verbrauch von 4,4 auf 6,8 ml am Tag, und das Cotinin stieg sogar leicht (Soar et al. 201923, 27 Teilnehmer).

Umstieg auf die E-Zigarette: Warum Nikotin nicht das Wichtigste ist

Um genau solche Aspekte geht es mir grundsätzlich beim Umstieg. Das ist deutlich wichtiger als die Frage des Nikotins. Nikotin kann ein wesentlicher Faktor sein, aber wenn wir uns die Studien anschauen, sehen wir zum Beispiel: Eine Intervention ohne Nikotinersatz ist bei etwa 3 bis 5 Prozent erfolgreich, mit Nikotinpflaster oder Kaugummi bei 6 Prozent, aber mit Pflaster plus intensiver Beratung liegen wir bei 23 Prozent. Und die Beratung dreht sich ja nicht um den Kaugummi, das ist nicht das erklärungsbedürftige Produkt. Es ist einfach die Verhaltenspsychologie dahinter.

Von 100, die aufhören wollen, sind nach 6 Monaten rauchfrei: mit Kurzberatung 4 ohne und 6 mit Nikotinersatz; mit intensiver Beratung 15 ohne und 23 mit Nikotinersatz (Cochrane 2018).
Von 100, die aufhören wollen, sind nach 6 Monaten rauchfrei: mit Kurzberatung 4 ohne und 6 mit Nikotinersatz; mit intensiver Beratung 15 ohne und 23 mit Nikotinersatz (Cochrane 2018).
HintergrundDie Zahlen aus dem Cochrane-Review

Von 1.000 Menschen, die aufhören wollen, sind nach mindestens sechs Monaten rauchfrei: mit Kurzberatung ohne Nikotinersatz 40, mit Nikotinersatz 62; mit intensiver Beratung ohne Nikotinersatz 150, mit Nikotinersatz 232 (Hartmann-Boyce et al. 201824, Cochrane-Review). Die Beratung allein macht also mehr aus als das Nikotin allein, und beides zusammen am meisten.

Deshalb habe ich mir in den letzten Jahren viele Rauchstopp-Programme angeschaut. Ein Umstiegsbegleitprogramm gab es nicht, also haben wir eines gemacht. Es erscheint in den nächsten Wochen in Videoform: Wer umsteigt, wird von Tag 1 an mit kurzen täglichen Videos begleitet und bekommt die nötigen Informationen zur möglichst richtigen Zeit. Es geht um Tipps und Tricks beim Dampfen und wie man technische Probleme löst, um Harm Reduction, also Risikominimierung beim Dampfen, und vor allem um Verhaltenspsychologie: wie man Suchtdruck am besten aushält, die Erfolgschancen drastisch erhöht und gleichzeitig deutlich weniger darunter leidet.

Bis dahin wünsche ich allen Umsteigern viel Erfolg.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Zahl auf der Zigarettenpackung sagt wenig über dein Nikotin. Light-Raucher holen sich fast genauso viel wie Raucher starker Marken.
  • Wie viel du gewohnt bist, verraten zwei Fragen besser als die Stückzahl: Wann rauchst du morgens die erste? Und warst du schneller fertig als die anderen?
  • Beim Dampfen landen rund 75 Prozent des verdampften Nikotins bei dir. Aber es kommt später und flacher an als bei der Zigarette.
  • Ziehen wie an einer Zigarette bringt nichts. Länger ziehen bringt alles. Erfahrene Dampfer holen pro Zug doppelt so viel heraus wie Anfänger.
  • Die Zigarettenlänge fehlt. Wer die Zugzahl von der Zigarette übernimmt, hat zu wenig Nikotin. Ein paar Züge mehr sind okay.
  • Kratzen und Nikotinmenge sind zwei verschiedene Regler. Wenn es zu stark kratzt, hilft Nikotinsalz, ohne dass du Nikotin verlierst.
  • Nikotinsalz liefert bei gleicher Zahl mehr, nicht weniger. Ein Formwechsel ist immer auch ein Mengenwechsel.
  • Ein niedrigerer Pegel kann Lebensqualität bringen. Aber nur bewusst, nicht nebenbei. Sonst verdoppelt sich einfach der Verbrauch.
  • Nikotin ist nicht das Wichtigste. Beratung bringt mehr als Nikotinersatz allein, und beides zusammen am meisten.

Häufige Fragen zur Nikotinstärke

Im Video und im Artikel oben geht es um die Grundfrage: Wie viel Nikotin habe ich als Raucher bekommen, wie viel bekomme ich beim Dampfen, und wie finde ich das für mich heraus? Alles, was darüber hinausgeht, steht hier. Die Antworten sind kurz. Wer wissen will, woher wir das wissen, klappt den Hintergrund auf.

Zum Start

Welche Nikotinstärke für Einsteiger? Startwerte nach Gerät

Für die meisten Umsteiger sind es 6 mg/ml Freebase. Das ist bei uns mit Abstand der meistverkaufte Wert, und für viele weniger, als sie erwartet haben.

Ob das bei dir passt, hängt an vier Dingen: an deinem Gerät, daran, wie stark du am Nikotin hängst, daran, wie du inhalierst, und daran, ob dir der Zug im Hals zu kratzig oder zu lasch ist. Die beiden Tabellen hier gehen die ersten beiden durch. Die anderen beiden kommen in den nächsten Fragen.

Die Werte gelten für jemanden, der von etwa 20 mittelstarken Zigaretten am Tag kommt. Wer deutlich weniger geraucht hat, geht eine Stufe runter. Wer morgens sofort zur Zigarette gegriffen hat, eine Stufe hoch.

Welches Gerät hast du?

KlasseWoran du es erkennst
Pod oder kleines MTL-GerätEnger Zug: erst in den Mund, dann einatmen, wie bei einer Zigarette. Wenig sichtbarer Dampf. Meist ohne Einstellmöglichkeiten. Bis etwa 15 Watt.
MTL-Verdampfer mit TankGleiche Zugtechnik, aber nachfüllbar, mit verstellbarer Luftzufuhr und sichtbar mehr Dampf. Etwa 15 bis 25 Watt.
RDLDeutlich lockerer Zug, direkt in die Lunge, aber mit Widerstand. Viel Dampf. Etwa 25 bis 40 Watt.
DL oder Sub-OhmFast widerstandsloser Zug, wie tiefes Luftholen. Sehr viel Dampf. Über 40 Watt.

Die Startwerte

GerätFreebaseNikotinsalzErwarteter Verbrauch
Mini-Pod, unter 10 W12–18 mg/ml20 mg/ml1–3 ml/Tag
Klassisches MTL, 10–20 W6–12 mg/ml10–20 mg/ml3–5 ml/Tag
RDL, 20–30 W3–6 mg/ml10 mg/ml5–8 ml/Tag
DL / Sub-Ohm, über 30 W3–6 mg/mlhier unüblich8–15 ml/Tag

Die zweite Zeile ist der häufigste Fall. Da landen die meisten Umsteiger, und daher kommen auch die 6 mg/ml von oben.

Einordnung

Wichtig zur Tabelle: Die beiden Spalten sind keine Umrechnung. „12 mg Freebase entspricht 18 mg Salz“ wäre falsch. Es sind zwei getrennte Bereiche für zwei verschiedene Produkte. Warum bei Salz trotzdem höhere Zahlen stehen, steht bei Frage 7. Und: Diese Zahlen kommen aus unserer Beratung, nicht aus Studien. Eine Formel, die aus einem Raucherprofil eine Stärke berechnet, gibt es nicht.

HintergrundWas die offizielle Empfehlung sagt, und was sie offenlässt

Der britische Leitfaden für Rauchstopp-Beratung nennt als Richtwert, dass die meisten Menschen bei einem Rauchstoppversuch wahrscheinlich 18 mg/ml brauchen, zumindest zu Beginn. Bei stärker Abhängigen könne anfangs zusätzlich ein Nikotinpflaster sinnvoll sein (NCSCT 202628). Das liegt über dem, was viele Shops in Deutschland empfehlen. Was der Leitfaden nicht nennt, sind Gerät und Nikotinform, und beides verändert die aufgenommene Menge erheblich: 18 mg/ml Freebase sind bei etwa 10 Watt üblich und bei 25 Watt für die meisten nicht inhalierbar. Deshalb übernehmen wir die Zahl nicht ungeprüft. Das eigentliche Ziel formuliert derselbe Leitfaden besser als jede Zahl: ausreichend Nikotin verwenden, um Entzugssymptome und Rauchverlangen deutlich zu verringern oder zu beseitigen, und sich dabei von der eigenen Erfahrung leiten lassen.

Auch die Dosierung von Pflaster und Kaugummi richtet derselbe Leitfaden nach der Zeit bis zur ersten Zigarette aus, kombiniert mit der Stückzahl. Beim Kaugummi etwa: 2 mg für alle, die erst 30 Minuten oder später nach dem Aufwachen rauchen, 4 mg für alle darunter. In der Entwöhnungspraxis ist die Morgenfrage also längst etabliert. In der Studie von Jackson war der Vorsprung der Morgenfrage vor der Stückzahl in einer zweiten Stichprobe sogar noch größer: 26,3 gegenüber 12,1 Prozent erklärter Unterschiede (Jackson et al. 20258). Einschränkung: Diese Skala ist an Rauchern geprüft, nicht an Dampfern. Die Autoren schreiben selbst, dass die Übertragung auf andere Nikotinprodukte noch untersucht werden muss. Wir übertragen sie trotzdem, weil es nichts Besseres gibt.

Wonach wir unsere Startwerte ausgerichtet haben: nicht danach, die Nikotinmenge möglichst genau zu treffen, sondern danach, dass das Inhalieren angenehm bleibt. Wer bei den ersten Zügen husten muss, legt das Gerät weg und raucht weiter. Zu wenig Nikotin lässt sich über mehr Züge ausgleichen, ein zu kratziger Zug nicht. Deshalb liegen unsere Startwerte eher am unteren Rand.

Warum hängt die Nikotinstärke vom Gerät ab?

Weil das Gerät entscheidet, wie viel Liquid pro Zug überhaupt verdampft wird.

Die Zahl auf der Flasche ist wie die Stärke eines Kaffees. Wie viel Koffein bei dir ankommt, hängt aber auch davon ab, ob du eine Espressotasse oder einen Becher trinkst. Ein großes Dampfgerät ist der Becher.

Der Unterschied ist größer, als die meisten denken. In einer Untersuchung haben sehr leistungsstarke Geräte so viel Nikotin geliefert wie eine Zigarette, obwohl im Liquid weniger als 4 mg/ml waren (Wagener et al. 201717). Dieselben 4 mg/ml in einem 10-Watt-Gerät liefern nur einen Bruchteil davon. Deshalb sagt „Ich dampfe 3 mg“ ohne das Gerät dazu praktisch nichts aus.

HintergrundWie sich das berechnen lässt

Direkt gemessen. Fachleute rechnen mit dem Nikotinfluss, also der Nikotinmenge, die pro Sekunde Ziehen aus dem Gerät kommt, in Mikrogramm pro Sekunde. Aus vier Angaben lässt er sich vorhersagen: Leistung, Zugdauer, Anteil an Propylenglykol und Nikotinkonzentration. Über 100 Prüfbedingungen stimmten berechneter und gemessener Wert eng überein (r = 0,85). Keinen Einfluss hatten der Wassergehalt und die Geschwindigkeit, mit der gezogen wurde (Talih et al. 201715). Wie weit die Spanne reicht, zeigt dieselbe Arbeit: Über alle Bedingungen hinweg lieferten 15 Züge zwischen 0,01 und 6,65 mg Nikotin. Bei echten Dampfern ergaben dieselben 15 Züge 1,33 mg (St Helen et al. 20169). Gleiche Zugzahl, je nach Gerät und Einstellung um den Faktor 600 verschieden.

Ein Befund daraus stützt die Rechnung in unserem Rechner: Der Nikotinertrag ließ sich zuverlässig aus zwei Angaben vorhersagen, nämlich wie viel Liquid verdampft wurde und wie viel Nikotin darin war (r = 0,95). Genau diese Multiplikation macht der Rechner. Die reine Multiplikation fällt dabei rund zehn Prozent zu hoch aus. Dazu passt, dass die Nikotinkonzentration im Aerosol ungefähr der im Liquid entsprach. Bezogen auf dieselbe Masse ist im Dampf also weder mehr noch weniger Nikotin als in der Flasche.

Das gilt aber nur für moderate Leistung. Eine Messung an einem Sub-Ohm-Gerät bei 25, 50 und 75 Watt fand dasselbe Liquid im Dampf durchweg nikotinärmer als in der Flasche, je nach Einstellung um 13 bis 56 Prozent (Floyd et al. 202116). Der Grund: Propylenglykol siedet deutlich niedriger als Nikotin und Glycerin. Wenn die Luft im Verdampfer gesättigt ist, entweicht bevorzugt das Leichtflüchtige, und Nikotin bleibt anteilig zurück. Für den Rechner heißt das: Unser Aufnahmeanteil von 75 Prozent stammt aus Messungen an einem Tank bei 9 Watt. Wer mit deutlich mehr Leistung dampft, bekommt aus derselben Menge Liquid vermutlich anteilig weniger Nikotin, als der Rechner annimmt.

Ein Faktor, der in keiner Empfehlung auftaucht: das Verhältnis von Propylenglykol zu Glycerin. Glycerinreiche Liquids liefern bei gleicher Zahl auf der Flasche weniger Nikotin pro Sekunde. Nikotin kann nur so schnell verdampfen, wie das Lösungsmittel um es herum verdampft, und Propylenglykol verdampft schneller als Glycerin. Wer auf ein VG-lastiges Liquid wechselt, senkt seine Nikotinaufnahme, ohne die Zahl zu ändern.

Als Vergleichsmaßstab wird für die Zigarette mit rund 80 Mikrogramm pro Sekunde gerechnet. Das ist die abgegebene Menge, nicht die im Blut. Der Wert stammt aus der Arbeit, die den Begriff Nikotinfluss eingeführt hat (Shihadeh & Eissenberg15), nicht aus der hier zitierten Messung, und wir haben ihn nicht im Volltext geprüft.

Einschränkung: Die „ab etwa 70 Watt“ aus der Wagener-Studie sind die Gerätegruppe dieser Untersuchung, keine allgemeine Schwelle. Coilwiderstand, Bauart, Luftzufuhr und die Mischung aus Propylenglykol und Glycerin verändern die Abgabe zusätzlich. Aus der Leistung allein lässt sich keine Nikotinmenge ableiten.

Und eine unangenehme Parallele: Im Artikel oben steht, dass die Nikotinzahl auf der Zigarettenpackung eine Maschine beschreibt und nicht dich. Für E-Zigaretten gilt dasselbe. Das genormte Laborverfahren zieht mit 1100 Millilitern pro Minute, und dieser Wert stammt von der Zigarette. Wer ein leistungsstarkes Gerät benutzt, zieht ein Vielfaches davon. Dieselbe Untersuchung rechnet vor, dass echte Nutzer die zwei- bis dreifache Nikotinmenge dessen bekommen, was bei diesem Normwert gemessen wird (Floyd et al. 202116). Umgekehrt überschätzt das Verfahren die Schadstoffe, weil bei zu wenig Luft die Temperatur im Verdampfer höher liegt. Und als die Gruppe um Benowitz nachrechnete, wie viel Nikotin pro Zug tatsächlich im Blut ankommt, kamen 50 Mikrogramm heraus. Maschinenstudien sagen für denselben Zug 72 bis 164 voraus. Die Autoren schließen daraus, dass Maschinenstudien die systemische Aufnahme nicht zuverlässig vorhersagen (Benowitz et al. 20257). Das Problem ist also nicht die Tabakindustrie. Es ist das Messen selbst. Jedes genormte Verfahren beschreibt eine Maschine, und Menschen benutzen Dinge anders als Maschinen.

Freebase oder Nikotinsalz zum Start?

Wir raten zum Start mit Freebase. Vier Gründe, der wichtigste zuerst.

Viele Raucher brauchen weniger Nikotin, als sie denken. Ein großer Teil der Abhängigkeit sitzt im Verhalten, nicht im Stoff: der Griff zur Packung, die Pause, der Ablauf. Wer damit gut zurechtkommt, fährt mit weniger Nikotin nicht schlechter, sondern oft besser, weil im Alltag weniger Suchtdruck entsteht. Das gilt besonders für alle, die morgens nicht sofort zur Zigarette greifen. Freebase in niedrigeren Stärken lässt diesen Weg offen. Ein Salz-Pod mit 20 mg nimmt ihn dir.

Du behältst beide Richtungen offen. Wenn Freebase zu kratzig ist, wechselst du jederzeit auf Salz. Umgekehrt ist es schwerer: Wer mit 20 mg Salz anfängt, hat nach oben nichts mehr und nach unten einen großen Sprung.

Freebase hat feinere Stufen. Es gibt Freebase üblicherweise in 3, 6, 9, 12 und 18 mg/ml, Nikotinsalz meist nur in 10 und 20. Wenn das Verfahren aus schrittweisem Nachjustieren besteht, sind fünf Sprossen auf der Leiter besser als zwei.

Freebase kommt ohne zugesetzte Säuren aus. Ob das gesundheitlich einen Unterschied macht, wissen wir nicht. Es gibt Hinweise aus Zellversuchen, aber keine belastbaren Daten am Menschen. Mehr dazu bei Frage 8.

Zur Marktlage, damit du sie einordnen kannst: An Tankstellen und Kiosken bekommst du kaum noch Freebase. Fertige Einsteiger-Pods werden fast nur mit Salz verkauft. Für den Handel ist das einfacher, weil zwei Stärken statt fünf zu führen sind. Aus Studien folgt diese Entwicklung nicht.

Hinweis

Falls du schon mit Salz gestartet bist: Du hast nichts falsch gemacht. Der wichtige Schritt ist getan. Die Empfehlung gilt für den Startpunkt, nicht rückwirkend.

HintergrundEin Widerspruch, den wir offenlegen

Beobachtung aus der Beratung. Wir sehen, dass viele Freebase-Starter mit der Zeit bei niedrigeren Stärken landen und von weniger Verlangen im Alltag berichten. Wir sehen aber auch das Gegenteil, und zwar häufig: Jemand reduziert die Nikotinstärke und verbraucht auf einmal deutlich mehr Liquid. Das deckt sich mit der Studienlage, nach der Menschen über Monate auf ihren gewohnten Nikotinspiegel zurückregeln (siehe Frage 18). Beides stimmt, und der Unterschied liegt in der Absicht. Erfolgreiches Reduzieren sehen wir im Laden regelmäßig, aber nicht bei denen, die einfach eine niedrigere Zahl kaufen, sondern bei denen, die es sich vorgenommen haben, die Umstellungsphase aushalten und wissen, dass die ersten Tage unangenehm werden. Wer die Stärke senkt, ohne das als Vorhaben zu betrachten, gleicht den Unterschied unbewusst über mehr Züge aus. Wer es als Vorhaben angeht, schafft es oft.

Ich habe leichte Zigaretten geraucht. Brauche ich weniger Nikotin?

Wahrscheinlich nicht. Warum, steht oben im Artikel: Wer leichte Zigaretten raucht, zieht automatisch länger, tiefer und öfter und holt sich am Ende ungefähr so viel Nikotin wie jemand mit starken. Die Zahl, die früher auf der Packung stand, hat eine Maschine gemessen. Die hat keine Finger auf den Filterlöchern und kompensiert nicht.

Was deine alte Marke dir trotzdem sagt: wie kräftig sich ein Zug im Hals anfühlen soll. Wer von kräftigen Zigaretten kommt, will meist auch beim Dampfen einen deutlichen Zug spüren, sonst fühlt sich das Ganze nach nichts an. Wer von sehr leichten kommt, mag das Kratzen oft überhaupt nicht. Dafür ist die Marke nützlich, für die Menge nicht.

HintergrundWas die Studien dazu sagen

Direkt gemessen. 51 Raucher rauchten über drei Wochen insgesamt 5.409 Zigaretten durch ein tragbares Gerät, das jeden einzelnen Zug aufzeichnete. Nach jeder Woche wurde ihr Speichel auf Cotinin untersucht, ein Abbauprodukt des Nikotins, an dem sich ablesen lässt, wie viel jemand tatsächlich aufgenommen hat. Danach rauchte eine Maschine dieselben Marken nach fünf Verfahren, darunter eines, das mit den echten Zugprofilen der Teilnehmer gefüttert wurde. Nur dieses eine Verfahren sagte die tatsächliche Aufnahme vorher (β = 0,37, p = 0,02). Die vier Standardverfahren nicht, auch nicht das amtliche. Die amtlichen Werte stimmten hoch mit den anderen Maschinenverfahren überein (r = 0,75 bis 0,88), aber gar nicht mit den realistischen (r = −0,08). Insgesamt nahmen die Teilnehmer das Zwei- bis Vierfache dessen auf, was die amtlichen Werte erwarten ließen. Und als die Hälfte von ihnen auf eine Leichtmarke wechselte, zogen sie 802 statt 603 Milliliter Rauch pro Zigarette. Die Autoren fassen es in einem Satz zusammen: Es sei der Raucher, nicht das Design der Marke, der die Nikotindosis und die Rauchbelastung bestimmt (Hammond et al. 20065). Einschränkungen: 51 Personen, keine repräsentative Auswahl, nur eine einzige Leichtmarke im Wechselversuch.

Wie weit der Ausgleich reicht: Aus der Rauchforschung ist bekannt, dass Raucher beim Wechsel auf schwächere Zigaretten durch längere, größere und häufigere Züge etwa 60 bis 80 Prozent ihres gewohnten Nikotinniveaus wieder erreichen (referiert in Dawkins et al. 201822). Kein vollständiger Ausgleich, aber ein weitgehender. Die japanische Untersuchung aus dem Artikel oben hält den damals aufgedruckten Nikotinwert für zwei Drittel aller Raucher für irreführend, weil er umso weniger über jemanden aussagt, je abhängiger er ist (Nakazawa et al. 200425).

Noch überraschender ist ein Befund aus einer Übersichtsarbeit des US-amerikanischen Krebsinstituts. Man würde erwarten, dass der Maschinenwert wenigstens mit dem Nikotingehalt des Tabaks zusammenhängt. Tut er nicht. Gemessen wurde kein Zusammenhang zwischen dem Nikotin im Tabakstrang und dem maschinell bestimmten Wert, und zwischen der Nikotinkonzentration im Tabak und dem Maschinenwert sogar ein umgekehrter (National Cancer Institute 19964). Der Grund ist Konstruktion: Hersteller stellen den Maschinenwert nicht über den Tabak ein, sondern über Filterlöcher, Papier und Bauweise. Der Wert misst die Konstruktion der Zigarette, nicht ihren Inhalt und erst recht nicht das, was beim Menschen ankommt.

Wie viele Zigaretten entsprechen 10 ml Liquid?

Doch, das lässt sich grob sagen, anders als oft behauptet. Nur ist die Spanne groß, und die gehört dazu.

StärkeNikotin in 10 mldavon im Blutentspricht etwaje nach Person
3 mg/ml30 mg22,5 mg15 Zigaretten4 bis 19
6 mg/ml60 mg45 mg30 Zigaretten7 bis 37
9 mg/ml90 mg67,5 mg45 Zigaretten11 bis 56
12 mg/ml120 mg90 mg60 Zigaretten14 bis 75
18 mg/ml180 mg135 mg91 Zigaretten22 bis 112
20 mg/ml200 mg150 mg101 Zigaretten24 bis 125

So wird gerechnet: Nikotin im Liquid, davon kommen im Mittel rund 75 Prozent im Blut an, und eine Zigarette liefert bei freier Nutzung etwa 1,5 mg. Woher die beiden Zahlen stammen, steht im Artikel oben und ausführlicher im Hintergrund hier.

Warum die letzte Spalte so breit ist: Wie viel vom Liquid tatsächlich im Blut ankommt, unterscheidet sich zwischen Menschen erheblich. Gemessen wurden Werte von 18 bis 93 Prozent. Die mittlere Zahl ist deshalb eine Größenordnung, kein Messwert. Vergleich: Auf der Weinflasche steht der Alkoholgehalt. Wie viel Alkohol drin ist, weißt du damit genau. Wie betrunken jemand davon wird, nicht.

Wie lange 10 ml reichen, hängt am Gerät. Bei einem kleinen Pod drei bis zehn Tage, bei einem klassischen MTL-Gerät zwei bis drei, bei einem Sub-Ohm-Gerät oft weniger als einen. Die Zahlen aus der Tabelle verteilen sich also über sehr unterschiedliche Zeiträume. Für deinen eigenen Wert: Der zweite Teil des Rechners macht dieselbe Rechnung mit deinem tatsächlichen Verbrauch und vergleicht ihn mit deinen früheren Zigaretten.

HintergrundDie 75 Prozent, ausführlich

Die Zahl, die ständig falsch zitiert wird: In einer Messung an 13 erfahrenen Dampfern lieferten 15 Züge im Mittel 1,33 mg Nikotin, und davon wurden 93,8 Prozent nicht wieder ausgeatmet (St Helen et al. 20169). Daraus wurde „94 Prozent kommen im Blut an“. Gemessen wurde aber etwas anderes. Die Forscher haben gewogen, wie viel Liquid verbraucht wurde, daraus das enthaltene Nikotin berechnet und davon abgezogen, was die Teilnehmer wieder ausatmeten. Übrig bleibt alles, was im Körper geblieben ist, und das ist nicht dasselbe wie alles, was ins Blut gelangt. Was sich in Mund und Rachen ablagert, zählt in dieser Rechnung als zurückgehalten. Ein Teil davon wird aber verschluckt und läuft durch die Leber, die den größten Teil abfängt, bevor er im Blut ankommt. Dazu kommt Kondensat im Mundstück. Die Autoren halten selbst fest, dass ihr vergleichsweise niedriger Blutspitzenwert dafür spricht, dass nicht alles Eingeatmete über die Lunge aufgenommen wird.

Dieser Weg ist sichtbar gemacht worden: In einer Bildgebungsstudie bekamen Dampfer einen einzelnen Zug mit radioaktiv markiertem Nikotin, bei dreien wurde danach der ganze Körper gescannt. Auf der Aufnahme leuchten Mundhöhle, Stimmbänder, Luftröhre, Bronchien, Speiseröhre und Magen (Wall et al. 202229, finanziert von Imperial Brands). Der Magen ist der Beleg dafür, dass ein Teil verschluckt wird.

Wie viel wirklich im Blut ankommt, hat dieselbe Arbeitsgruppe aus dem Blutverlauf und der Nikotin-Clearance geschätzt und mit dem Nikotin im verbrauchten Liquid verglichen. In zwei Untersuchungen an 13 und 14 erfahrenen Dampfern kommen dabei rund drei Viertel heraus (St Helen et al. 20169 und 201710). Die neuere ist die einschlägige: ein Tankverdampfer bei 9 Watt, Liquid mit knapp 20 mg/ml Freebase, also ein Aufbau, wie ihn hier viele benutzen. Die Arbeit nennt aufgenommene und im Liquid enthaltene Menge nebeneinander; daraus ergeben sich rund 79 Prozent, unsere Rechnung, keine Zahl, die die Arbeit selbst ausweist. Beide Untersuchungen rechnen mit einem festen Clearance-Wert für alle Teilnehmer statt mit individuell gemessenen. Bei einzelnen Personen kommt dabei mehr heraus, als überhaupt im Liquid war, was nicht sein kann. Aus Tabelle 4 von St Helen 2016 haben wir das Verhältnis für jeden Teilnehmer selbst gebildet: 22 bis 98 Prozent, drei von zwölf Werten über 100 Prozent, die wir ausgeschlossen haben. Die drei Viertel sind deshalb eher eine Obergrenze.

Eine Ungereimtheit können wir nicht auflösen: Nach der Bildgebung erreicht nur rund ein Drittel des Nikotins überhaupt die Lunge (siehe Lehrstück unten). Damit am Ende drei Viertel im Blut ankommen, müsste ein erheblicher Teil des Rests über die Mundschleimhaut aufgenommen werden statt verschluckt. Wie groß dieser Anteil ist, weiß niemand.

Eine Gegenrechnung aus einer Langzeitstudie an 27 erfahrenen Freebase-Dampfern kommt auf etwa 60 Prozent (Soar et al. 201923). Sie stützt sich allerdings auf Cotininwerte, und Benowitz und Jacob halten Cotinin zwischen verschiedenen Menschen für einen schlechteren Anzeiger der aufgenommenen Menge als den Nikotinspiegel selbst, weil der Anteil, der zu Cotinin umgebaut wird, individuell unterschiedlich ist (Benowitz & Jacob 198426). Unsere Gegenrechnung vergleicht Gruppenmittelwerte und fällt damit in die schwächere Anwendung.

Deutlich niedriger kommt die dritte Arbeit heraus: Dieselbe Gruppe hat 2025 bei 14 Rauchern, die nur gelegentlich dampften, denselben Vergleich gezogen und kam in der Laborsitzung auf 47 Prozent (Benowitz et al. 20257). Getestet wurde allerdings ein Pod-System mit 59 mg/ml Nikotinsalz, das in der EU nicht zulässig ist. Eine Stolperstelle für alle, die nachschlagen: Dieselbe Tabelle nennt auch 56 Prozent. Das ist derselbe Versuch mit einem Teilnehmer mehr, dessen Verhältnis bei 1,81 lag, also über 100 Prozent. Die Autoren führen das auf einen Wägefehler zurück und rechnen mit 47 Prozent weiter. Bei freier Nutzung liegt der Anteil höher; als Prozentzahl steht er nirgends, steckt aber in der Hochrechnung der Arbeit: 4,08 mg im Blut aus 7,3 mg geliefertem Nikotin sind rund 56 Prozent. Woran der Unterschied zu den Tankmessungen liegt, ist offen. Wir rechnen mit der Zahl aus den Tankmessungen, weil sie zu dem passt, was hier verkauft wird.

Ein Befund aus dieser Arbeit rechtfertigt die Empfehlung, den Verbrauch zu notieren: In der strengen Laborsitzung mit zehn vorgegebenen Zügen sagte der Liquidverbrauch die aufgenommene Nikotinmenge nicht vorher (r = 0,34). Bei vierstündiger freier Nutzung dagegen sehr deutlich (r = 0,78). Die Autoren merken an, dass sich der Verbrauch damit zur Abschätzung eignet, wenn man keine Blutwerte messen kann. Im Labor funktioniert die Rechnung also nicht, im Alltag schon. Bemerkenswert ist, wie genau Menschen sich einpendeln: Über vier Stunden freier Nutzung erreichten die Teilnehmer im Median 89 Prozent der Nikotinmenge, die sie beim Rauchen aufnahmen, die Mehrheit 75 Prozent oder mehr, obwohl dieselben Personen in der Laborsitzung nur etwa die Hälfte erreichten.

Für Zigaretten liefert dieselbe Studie 1,15 mg pro standardisiert gerauchter Zigarette und 1,5 mg bei freier Nutzung, mit derselben Methode gemessen wie die Dampfwerte und deshalb direkt vergleichbar. Die Autoren rechnen hoch, dass ein kompletter Pod mit 40 mg Nikotin etwa 15 Zigaretten entspräche, mit ihrem Aufnahmeanteil von 56 Prozent. Mit unseren 75 Prozent wären es rund 20. Der Abstand zwischen beiden Zahlen ist genau die offene Frage.

Die große Streuung beim Rauchen erklärt die ältere Arbeit derselben Gruppe: Bei 22 Rauchern lag die Aufnahme im Mittel bei 1,04 mg pro Zigarette und 37,6 mg am Tag, pro Zigarette aber zwischen 0,37 und 1,56 mg und am Tag zwischen 10,5 und 78,6 mg. Die Zigarettenzahl erklärte nur 35 Prozent der Unterschiede, der Maschinenwert praktisch nichts (r = 0,16 für die Tagesmenge, r = −0,12 pro Zigarette, beides ohne Bedeutung). Dieselbe Arbeit maß, wie schnell die Teilnehmer Nikotin abbauen, und fand Unterschiede von bis zu 300 Prozent. Wer Nikotin langsam abbaut, muss nur ein Drittel so viel rauchen wie jemand mit schnellem Abbau, um auf denselben Blutspiegel zu kommen. Bei Filterzigaretten stimmte der Maschinenwert im Durchschnitt sogar gut (Verhältnis etwa 1,0), die Spanne der einzelnen Personen reichte aber von 33 bis 155 Prozent. Der Wert stimmt für die Gruppe und ist für den Einzelnen wertlos (Benowitz & Jacob 198426, 22 Personen, US-Marken, im Mittel 36,5 Zigaretten am Tag).

Einschränkungen der 2025er-Arbeit: 14 Teilnehmer, relativ leichte Raucher mit durchschnittlich 8,6 Zigaretten am Tag, individuelle Spanne des Aufnahmeanteils 18 bis 93 Prozent, also Faktor fünf. Und diese Spanne stammt aus der Laborsitzung, also aus der Bedingung, die die Autoren selbst für untauglich halten. Unser Rechner zeichnet die Balken trotzdem mit der Laborspanne, weil es für den Alltag keine veröffentlichte gibt. Im Alltag dürfte sie enger sein. Der Hauptautor gibt Beratungstätigkeiten für zwei Unternehmen an, die Rauchstopp-Medikamente entwickeln oder vertreiben, sowie Tätigkeiten als bezahlter Gutachter in Verfahren gegen Tabakkonzerne. Finanziert wurde die Arbeit vom US-amerikanischen Institut für Drogenmissbrauchsforschung.

Deshalb bleibt die Rechnung Milliliter pro Tag mal mg/ml vor allem ein Wert, mit dem du dich mit dir selbst vergleichen kannst. Als grobe Schätzung deiner Aufnahme taugt sie auch, wenn man rund drei Viertel ansetzt und die große Streuung im Kopf behält.

Freebase und Nikotinsalz

Was ist der Unterschied zwischen Freebase und Nikotinsalz?

Es ist dasselbe Nikotin in zwei Zuständen. Nikotin liegt entweder „frei“ vor oder „gebunden“. Die freie Form reizt den Hals stärker. Gibt man dem Liquid eine Säure zu, kippt das Verhältnis in Richtung gebunden. Das Ergebnis heißt Nikotinsalz und kratzt spürbar weniger.

Wie viel weniger es kratzt, hängt allerdings von der Stärke ab. Bei hohen Konzentrationen ist der Unterschied groß. Bei den in Deutschland üblichen Stärken ist er kleiner, und in einer alltagsnahen Untersuchung bei 12 mg/ml war er gar nicht mehr messbar.

Daraus wurde lange der falsche Schluss gezogen, Salz sei deshalb auch schwächer. Das Gegenteil stimmt: Bei gleicher Zahl auf der Flasche liefert Salz mehr Nikotin ins Blut, nicht weniger. Das ist der Punkt, der in der Praxis am meisten Folgen hat.

HintergrundDie Messwerte

Direkt gemessen. Eine unabhängige Studie verglich im selben Gerät drei Liquids bei jeweils zehn genormten Zügen. Weder Teilnehmer noch Versuchsleiter wussten, welches Liquid gerade dran war (Christen et al. 202427, 20 Teilnehmer).

LiquidHöchster Nikotinwert im Blut
20 mg/ml Freebase3,0 ng/ml
20 mg/ml Nikotinsalz5,4 ng/ml
40 mg/ml Nikotinsalz12,0 ng/ml

Salz lieferte bei gleicher Konzentration also rund das 1,8-Fache. Die Gesamtmenge über den ganzen Zeitraum lag 46 Prozent höher. Salz flutet aber nicht schneller an: Alle drei Varianten erreichten ihren Höchstwert 2 bis 2,5 Minuten nach dem letzten Zug, ohne bedeutsamen Unterschied. Werbeaussagen zur „schnelleren Anflutung“ sind durch diese Studie nicht gedeckt. Ein Einwand, den man hört: Salz erreiche in derselben Zeit einen höheren Wert, also steige die Kurve steiler, also sei es doch schneller. Das ist rechnerisch richtig, beschreibt aber einen Mengeneffekt, keinen Geschwindigkeitseffekt. Wer von irgendeinem Stoff die doppelte Menge nimmt, bekommt zwangsläufig eine steilere Kurve. Die direkte Messung im Gehirn spricht ohnehin dagegen: Dort lag Nikotinsalz beim Zeitpunkt der Spitze 40 Prozent hinter der Zigarette (Zuo et al. 202412).

Die Autoren nennen als Einschränkungen: nur Salz mit Benzoesäure getestet, obwohl kommerzielle Produkte andere Säuren verwenden; nur ein Aroma; genormtes Zugprotokoll, das echtes Verhalten nicht abbildet. Unter ihren Stärken nennen sie ausdrücklich die Unabhängigkeit ihrer Forschungsgruppe. In einem Feld, in dem viele Arbeiten von Tabakkonzernen finanziert werden, ist das eine Angabe, die man beachten sollte. Zur EU-Grenze halten sie fest, dass 20 mg/ml als Ersatz für Raucher möglicherweise nicht ausreicht. Grundsätzlicher wird die Gruppe um Benowitz: Die 20 mg/ml wurden mit der typischen Nikotinaufnahme beim Rauchen begründet, ihre Daten legten aber nahe, dass die Annahmen hinter solchen Grenzwerten als Vorhersage der tatsächlichen Aufnahme nicht gültig seien. Wie viel jemand aufnimmt, hänge von Nikotinform, Aromen, Gerät und Zugverhalten ab und müsse für jedes Produkt einzeln geprüft werden (Benowitz et al. 20257).

Wie groß der Unterschied beim Kratzen wirklich ist, hängt systematisch von der Konzentration ab. Bei durchschnittlich 23,6 mg/ml und genormten Zügen im Labor war er deutlich: Salz bekam höhere Bewertungen für Beliebtheit, Süße und Weichheit und niedrigere für Bitterkeit und Schärfe, klar statistisch abgesichert bei 119 Teilnehmern (Leventhal et al. 202131). Bei 12 mg/ml und freiem Dampfen zuhause mit dem eigenen Gerät fand eine niederländische Gruppe an 68 Teilnehmern dagegen keinen bedeutsamen Unterschied, weder bei Beliebtheit noch Schärfe noch Zugverhalten. Die Autoren erklären die Abweichung mit der niedrigeren Konzentration und dem alltagsnahen Aufbau (Sensory appeal 202330). Eine dritte Linie zeigt in dieselbe Richtung: Beim Vergleich des JUUL-Systems in der US-Fassung mit 59 mg/ml und der EU-Fassung mit 20 mg/ml wurde die US-Version als angenehmer bewertet, die EU-Version unterschied sich nicht von anderen Geräten. Die Autoren schließen, der Vorteil der Salzformulierung beim Nutzererleben zeige sich möglicherweise erst bei hohen Konzentrationen (Phillips-Waller et al. 202113).

Beobachtung aus der Beratung: Über mehr als tausend Vergleiche an unserer Teststation beschreiben Umsteiger Salzliquids überwiegend als weniger kratzig. Nicht ausnahmslos; einzelne müssen ausgerechnet beim Salz husten und bei Freebase nicht. Eine mögliche Erklärung für den Unterschied zu den Studien ist der Aufbau: An der Teststation vergleichen Menschen direkt nacheinander, was sehr empfindlich ist. In der niederländischen Studie lagen Tage zwischen den Bedingungen. Unsere Verkaufszahlen zeigen dasselbe Muster: Bei Freebase ist 6 mg/ml mit Abstand die beliebteste Stärke, bei Salz 20 mg/ml. Wer von Salz auf Freebase wechselt, drittelt fast immer, von 20 auf 6, von 10 auf 3. 18 mg/ml Freebase ist ein Ladenhüter, viele Marken führen es gar nicht. Und unser Testablauf liefert die Grenze recht genau: Wir lassen Kunden bei null Nikotin anfangen, dann 3, dann 6. Bei 12 fangen die meisten an zu husten. Danach winken die meisten ab und sagen, 18 brauchen sie gar nicht erst zu probieren. Wer es doch tut, hustet in neun von zehn Fällen. Getestet wird mit einem Pod-System bei 15 Watt. Das ist keine Studie, sondern eine Beobachtung, und wir haben ein Interesse an dem Thema. Aber es sind über tausend Fälle unter immer gleichen Bedingungen.

Warum die naheliegende Erklärung nicht stimmt: Aus der Chemie folgt korrekt, dass gebundenes Nikotin schlechter durch Zellwände kommt. Übersehen wird dabei, wo das Nikotin überhaupt landet. An der riesigen Oberfläche der Lunge stellt sich das Verhältnis laufend neu ein, sodass ständig freie Form nachgeliefert wird. Es ist keine Frage der Zellwand, sondern eine Frage der Ablagerung.

20 mg Nikotinsalz sind wie viel Freebase?

Darauf gibt es keine seriöse Antwort. Wer dir eine Zahl nennt, hat sie erfunden.

Im Handel hört man: „20 mg Salz fühlen sich an wie 6 mg Freebase.“ Für das Gefühl im Hals stimmt das ungefähr. Für die Menge stimmt es überhaupt nicht. Nach den Messwerten liefert 20 mg Salz mehr Nikotin als 20 mg Freebase, also erst recht viel mehr als 6 mg Freebase. Wer die Faustregel als Mengenregel liest, dosiert nach oben, ohne es zu merken.

Der wichtigste Satz zum Thema: Ein Wechsel der Nikotinform ist immer auch ein Wechsel der Menge. Wenn du von 12 mg Freebase auf 18 mg Salz gehst, weil es weniger kratzen soll, erhöhst du gleichzeitig deutlich die Nikotinmenge. Das kann genau richtig sein, wenn dir vorher etwas gefehlt hat. Aber du solltest wissen, dass du es tust.

HintergrundWarum es keinen Umrechnungsfaktor gibt

Eine zweite Studie mit 72 Teilnehmern zwischen 21 und 25 Jahren fand ebenfalls deutlich mehr Nikotin bei Salz, aber mit anderen Zahlen als Christen (Cho et al. 202432). Genau deshalb existiert keine Formel: Wenn zwei sauber gemachte Untersuchungen unterschiedlich große Unterschiede finden, hängt das Ergebnis vom konkreten Produkt, der verwendeten Säure und dem Nutzungsverhalten ab. Einschränkung: Konzentrationen bis 50 mg/ml, in der EU nicht zulässig, und junge Dampfer statt umsteigender Raucher.

Im Alltag hat sich das bestätigt. Bei 364 Jugendlichen zwischen 16 und 19 unterschied sich die Nikotinbelastung nicht bedeutsam zwischen Produkten über und unter 20 mg/ml. Die Nikotinform machte dagegen einen Unterschied: Wer Salz nutzte, hatte deutlich höhere Werte, 10,78 gegenüber 2,72 nmol/mg Kreatinin (Hammond et al. 202533). Warum „pro Kreatinin“? Die Werte stammen aus dem Urin, und der ist je nach Trinkmenge unterschiedlich verdünnt. Man rechnet sie deshalb auf Kreatinin um, einen Stoff, den der Körper gleichmäßig ausscheidet. Einschränkung: Jugendliche, keine umsteigenden Raucher, Querschnitt, selbstberichtete Produktangaben, kleine Untergruppen von 23 und 29 Personen.

Welche Säure steckt im Nikotinsalz, und macht das einen Unterschied?

Weil „Nikotinsalz“ keine einzelne Sache ist. Um aus Nikotin ein Salz zu machen, braucht es eine Säure. Welche der Hersteller nimmt, steht ihm frei: Benzoesäure, Apfelsäure, Milchsäure, Salicylsäure und andere. Jede verändert das Gefühl im Hals etwas. Dazu kommt die Menge: Je weniger Säure zugegeben wird, desto mehr Nikotin bleibt in der Freebase-Form, und desto mehr kratzt es.

Wenn dir also ein Salzliquid anders vorkommt als ein anderes mit derselben Zahl, bildest du dir das wahrscheinlich nicht ein. Und du kannst es nachschauen: Auf der Flasche steht zwar nicht „Benzoesäure“, aber in der Zutatenliste taucht die fertige Verbindung auf, Nikotinbenzoat, Nikotinmalat, Nikotinlactat und so weiter. Steht dort nur „Nikotin“, ist es normalerweise Freebase. Wenn dir ein Salzliquid besonders lag, lohnt sich der Blick auf die Zutatenliste. Beim nächsten Kauf hast du dann einen Anhaltspunkt.

HintergrundDie Chemie, die Messwerte und was offen ist

Was beim Mischen passiert: Nikotin ist eine Base. Gibt man eine Säure dazu, gibt diese ein Proton ab, das Nikotin nimmt es auf. Danach liegen zwei geladene Teilchen nebeneinander vor. Sie halten sich gegenseitig, sind aber nicht miteinander verbunden. Deshalb heißt es Salz und nicht Verbindung. Dieser Zustand ist nicht endgültig: Ein Teil der Nikotinteilchen gibt das Proton wieder ab, in der Flasche stellt sich ein stabiles Verhältnis ein. Ändern sich die Bedingungen, verschiebt es sich. In der Lunge wird das freie Nikotin fortlaufend ins Blut abtransportiert, und von der gebundenen Seite wird nachgeliefert. Gebundenes Nikotin bleibt also nicht gebunden, sobald es dort ankommt. Es ist derselbe Wirkstoff, nur in einem Zustand, der sich unterwegs wieder auflöst.

Warum das Mengenverhältnis entscheidet: Bei etwa eins zu eins liegt fast alles Nikotin in geladener Form vor. Bei weniger Säure bleibt ein Teil ungeladen, und genau dieser Anteil bestimmt das Kratzen. Damit lässt sich auch „Hybrid“ erklären (Frage 9). Zum pH-Wert: Man liest häufig, Salzliquids würden auf neutrale 7 eingestellt. Gemessene Werte liegen meist darunter und schwanken zwischen Produkten. Bei pH 7 wäre außerdem noch rund ein Zehntel des Nikotins in freier Form. Eine allgemeine Zielgröße von genau 7 ist uns nicht belegt bekannt.

Warum die Säure einen Unterschied macht, zwei Kandidaten: Erstens verdampfen die Säuren unterschiedlich gut mit. Bei 200 °C nennt eine Herstellerunterlage rund 136 mmHg für Salicylsäure, 149 für Levulinsäure und 172 für Benzoesäure (Patentschrift eines Herstellers von Nikotinsalz-Formulierungen34, Industriequelle mit Eigeninteresse). Eine Säure, die schlechter mitverdampft, bleibt eher zurück; dann geht mehr Nikotin in freier Form ins Aerosol, und es kratzt wieder mehr. Zweitens überstehen manche Säuren den Verdampfer, andere nicht. Was in der Lunge ankommt, ist nicht zwangsläufig das, was in der Flasche war. Belegstärke: Vermutung. Beide Mechanismen sind chemisch stimmig. Eine Untersuchung, die verschiedene Säuren im fertigen Liquid nebeneinander misst und mit dem Empfinden von Nutzern abgleicht, kennen wir nicht.

Benzoesäure und Benzol, die Zahlen: Benzoesäure kann ihre Säuregruppe abspalten, übrig bleibt Benzol, ein anerkannt krebserzeugender Stoff. Eine Arbeitsgruppe hat das gemessen (Pankow et al. 201735):

BedingungBenzol im Aerosol
Pod-System mit Benzoesäure-Salznicht nachweisbar
Tankgerät, reines PG/Glycerin, 6 W1,9 µg/m³ bzw. nicht nachweisbar
Tankgerät 2 bei 25 W, alle Variantenbis etwa 100 µg/m³
Tankgerät 1 bei hoher Leistung, mit Benzoesäure und Benzaldehydbis 5.000 µg/m³
Tabakzigarette zum Vergleichetwa 200.000 µg/m³
Normale Außenluftetwa 1 µg/m³

Drei Dinge stehen in diesen Zahlen. Es ist eher ein Leistungsproblem als ein Säureproblem: Benzol entstand auch aus reinem Propylenglykol und Glycerin, ganz ohne Benzoesäure, sobald die Leistung hoch genug war. Der Hauptautor rät Nutzern ausdrücklich, hohe Leistungseinstellungen zu meiden. Im Pod mit Benzoesäure war nichts nachweisbar, und das ist das Gerät, das dem am nächsten kommt, was die meisten Umsteiger benutzen. Der höchste Wert stammt von einem Tankgerät an der Grenze seines Leistungsbereichs mit zusätzlich zugesetztem Benzaldehyd. Und selbst der schlechteste Wert liegt weit unter der Zigarette: 5.000 gegen 200.000 ist Faktor 40, der typische Wert unter 100 ist Faktor 2.000. Die Autoren merken aber an, dass normale Außenluft bei 1 µg/m³ liegt und eine Dauerbelastung ab 100 für Menschen, die nie geraucht haben, nicht vernachlässigbar sei.

Apfelsäure gilt als weniger hitzestabil: Sie schmilzt bei etwa 130 °C (Europäisches Arzneibuch, Acidum malicum36). Oberhalb davon spaltet sie Wasser ab, autokatalytisch, weil die geschmolzene Säure die Reaktion selbst antreibt. Es entstehen Maleinsäure und Fumarsäure, bei weiterer Erhitzung Maleinsäureanhydrid, das als Atemwegsreizstoff gilt. Verdampfer arbeiten typischerweise bei 160 bis 270 °C, bei hoher Leistung darüber. Benzoesäure schmilzt zum Vergleich bei etwa 122 °C, siedet aber erst bei rund 249 °C und geht dabei unverändert in die Gasphase. Einschränkung, und sie ist wichtig: Diese Werte gelten für reine Apfelsäure als Feststoff. Im Liquid liegt sie überwiegend als Ion vor, gepaart mit dem Nikotin, gelöst in Propylenglykol und Glycerin. Ob sie sich dort genauso verhält, ist nicht untersucht. Und die Aussage, sie zerfalle bei Betriebstemperatur, stammt aus der Patentschrift eines Herstellers34, dessen eigene Produkte mit Benzoesäure arbeiten.

SäureWo sie sonst vorkommtWas bekannt ist
BenzoesäureKonservierungsstoff E210In Deutschland am weitesten verbreitet. Übersteht den Verdampfer chemisch unverändert. Kann Benzol bilden, gemessen vor allem bei hoher Leistung.
ApfelsäureSäuerungsmittel E296, in ÄpfelnZwei Säuregruppen. Schmilzt bei etwa 130 °C, spaltet darüber Wasser ab. Was davon im Aerosol ankommt, ist nicht gemessen.
MilchsäureSäuerungsmittel E270, in Sauerkraut und JoghurtIn kommerziellen Produkten verbreitet, unter anderem in mehreren untersuchten Pod-Systemen.
SalicylsäureVerwandt mit dem Aspirin-Wirkstoff, kein LebensmittelzusatzBesonders weiches Dampfgefühl. Kann bei stärkerer Erhitzung zu Phenol zerfallen.
WeinsäureSäuerungsmittel E334, in WeintraubenZwei Säuregruppen. Selten verwendet.
LevulinsäureAus Zuckern gewinnbarSelten in Liquids. Historisch bemerkenswert, weil die Tabakindustrie sie Zigaretten zugesetzt hat, um die Nikotinwirkung zu verbessern.

Der Zielkonflikt, den niemand auflöst: Es gibt keine Säure ohne offene Frage. Eine Säure, die den Verdampfer übersteht, gelangt unverändert in die Atemwege, und dann ist die Frage, was sie dort tut. Eine Säure, die nicht standhält, zerfällt, und dann ist die Frage, in was. Wer eine dieser Säuren auswählt, entscheidet nicht zwischen gut und schlecht, sondern zwischen verschiedenen unbeantworteten Fragen. Das ist ein weiterer Grund für unsere Freebase-Empfehlung: Bei Freebase stellt sich die Frage gar nicht, weil keine Säure zugesetzt wird. Kein Beleg, dass Freebase gesünder wäre, den haben wir nicht. Schlicht eine offene Frage weniger. Was du in jedem Fall beeinflussen kannst, ist die Temperatur. Sie wirkt bei jeder Säure in dieselbe Richtung.

Was ist Hybrid-Nikotin?

Eine Mischung aus beiden Formen, und mehr lässt sich seriös nicht dazu sagen. Für „Hybrid“ gibt es keine Norm. In der Praxis steckt meist ein Liquid dahinter, dem weniger Säure zugegeben wurde, als für die vollständige Umwandlung nötig wäre. Ein Teil des Nikotins bleibt dann Freebase, ein Teil ist gebunden. Deshalb liegt es zwischen beidem. Wo genau, lässt sich ohne Angabe des Verhältnisses nicht sagen, und diese Angabe steht auf keiner Flasche.

Wenn du Hybrid probieren willst: Das Halsgefühl liegt bei den meisten Produkten tatsächlich zwischen Freebase und Salz. Nimm für den Startwert einen Wert zwischen den beiden Spalten der Tabelle in Frage 1 und justier nach.

Nachjustieren

Woran merke ich, dass die Nikotinstärke passt?

Der Startwert ist ein Startwert. Die passende Stärke findest du durch Beobachten.

Unsere wichtigste Regel aus zehn Jahren Beratung: Stimm die Stärke so ab, dass das Inhalieren angenehm ist. Nicht zu stark, nicht zu schwach. Diese Regel hat aber eine Lücke, und die solltest du kennen: „Angenehm“ ist ein Gefühl, und Gefühle sind bei Nikotin ein schlechtes Messgerät. Deshalb braucht es einen zweiten Prüfpunkt, und der ist keine Empfindung, sondern eine Beobachtung: Willst du nach ein paar Tagen immer noch zur Zigarette greifen? Wenn ja, stimmt an der Versorgung etwas nicht, egal wie angenehm sich das Dampfen anfühlt.

Notier dir ab heute, wie viele Milliliter du am Tag verbrauchst. Das ist die nützlichste Zahl, die du hast, weil sie Zugdauer, Zugzahl und Geräteleistung automatisch zusammenrechnet. Sobald du das Gerät wechselst, ist der Wert allerdings nicht mehr direkt vergleichbar.

Was du beobachtestWas wahrscheinlich dahinterstecktWas du drehst
Es kratzt beim normalen ZugInhalationsgefühl zu starkAuf Nikotinsalz wechseln, oder Stärke senken und den Unterschied ausgleichen
Du bist ständig am Gerät und wirst nicht sattMenge zu niedrigStärke hoch oder Leistung hoch
Du willst trotz Dampfen weiter rauchenNikotinversorgung prüfenStärke, Häufigkeit und Gerät durchgehen
Unruhe, Kopfschmerz, flaues GefühlMenge zu hochStärke runter, Pausen einbauen
Der Verbrauch springt nach einem Wechsel hochDer Körper gleicht ausAbwarten, bis der Verbrauch stabil ist. Meist etwa eine Woche
HintergrundWarum das Gefühl nicht reicht

Direkt gemessen. Erfahrene Dampfer nutzten eine Stunde lang frei ein Liquid, einmal mit 6 und einmal mit 24 mg/ml. Sie bewerteten beides als gleich zufriedenstellend, ohne Unterschiede bei Verlangen oder Entzugssymptomen. Die Nikotinwerte im Blut lagen aber deutlich auseinander (Dawkins et al. 201637). Zwei Erkenntnisse: Menschen gleichen eine niedrigere Konzentration teilweise aus, aber nur teilweise. Und, das ist die unangenehmere: Man merkt den Unterschied subjektiv nicht. Einschränkung: erfahrene Dampfer in einer einstündigen Laborsitzung. Ob ein Umsteiger in Woche eins genauso ausgleicht, ist nicht untersucht. Der Ausgleich selbst geschieht allerdings unbewusst und ist keine Fertigkeit, die man erst lernen müsste.

E-Zigarette kratzt im Hals: Muss ich die Nikotinstärke senken?

Nicht zwangsläufig, und das ist der Denkfehler, an dem die meisten Ratgeber scheitern.

Die Zahl auf der Flasche beantwortet zwei Fragen gleichzeitig, die nichts miteinander zu tun haben: Wie viel Nikotin kommt bei mir an? Davon hängt ab, ob dein Verlangen nach einer Zigarette verschwindet. Und: Wie kratzig ist der Zug im Hals? Davon hängt ab, ob das Dampfen angenehm ist.

Denk an eine Dusche. Da gibt es zwei Regler, Menge und Temperatur. Wenn das Wasser zu heiß ist, drehst du nicht die Menge runter. Sonst stehst du unter einem heißen Rinnsal und hast zwei Probleme statt einem.

Regler 1: die NikotinmengeRegler 2: das Inhalationsgefühl
Entscheidet überob dein Verlangen verschwindetob das Dampfen angenehm ist
Du änderst ihn überStärke des Liquids, Leistung des Geräts, wie lange du ziehstNikotinform, Luftzufuhr, wie schnell du ziehst
Zu niedrig heißtdu rauchst nebenher weiteres fühlt sich nach nichts an
Zu hoch heißtUnruhe, flaues Gefühldu hustest und gibst auf

Wenn es kratzt, hast du vier Wege, und nur einer davon kostet dich kein Nikotin:

  1. Auf Nikotinsalz wechseln, bei gleicher oder etwas niedrigerer Zahl. Der einzige Weg, der dir kein Nikotin wegnimmt. Er erhöht die Menge eher.
  2. Leistung senken. Weniger Dampf pro Zug heißt weniger Reiz pro Zug. Die Nikotinmenge holst du über längere oder mehr Züge zurück.
  3. Kürzer ziehen. Dasselbe Prinzip. Längere Züge erzeugen mehr Dampf und kratzen deshalb mehr, nicht weniger. Als Ausgleich bleibt hier nur die Zahl der Züge.
  4. Stärke senken. Funktioniert auch, wenn du den Unterschied ausgleichst: mehr Leistung, längere Züge oder mehr Züge.

Drei der vier Wege senken den Reiz pro Zug und damit auch das Nikotin pro Zug. Wer nicht ausgleicht, bekommt weniger Nikotin als vorher. Für manche ist das unproblematisch, für andere ist es der Grund, warum der Umstieg scheitert.

Zwei Beispiele, wie das schiefgeht. Martin kommt von 20 Marlboro Red und hat ein mittelgroßes Gerät mit 12 mg/ml. Es kratzt ihm zu sehr. Sein Reflex: runter auf 6 mg. Ergebnis: Das Kratzen ist weg, aber abends raucht er wieder eine. Er hatte ein Problem mit Regler 2 und hat an Regler 1 gedreht, ohne den Verlust auszugleichen. Sabine hat ein leistungsschwaches Pod-Gerät mit 10 mg Nikotinsalz. Nichts kratzt, alles angenehm. Aber sie hat das Gerät dauernd in der Hand und wird trotzdem nicht satt. Bei ihr stimmt Regler 2, und Regler 1 ist zu niedrig. Richtig wäre: hoch auf 18 oder 20 mg, gleiches Gerät, gleiche Form.

Was oft empfohlen wird und wenig bringt: die Luftzufuhr weiter öffnen. Das verändert den Throat Hit nur geringfügig. Ein häufiger Nebengrund ist der Anteil an Propylenglykol im Liquid. Das ist einer der beiden Grundstoffe, und er reizt auch ohne Nikotin. Liquids mit mehr Glycerin sind milder, dafür süßlicher und dampfintensiver.

Hinweis

Und wenn du die Stärke senkst, ohne häufiger zu dampfen? Dann bekommst du weniger Nikotin als vorher. Manche merken davon nichts; wer stärker am Ritual hängt als am Nikotin, kommt mit weniger gut zurecht. Andere gleichen es von selbst aus und dampfen einfach mehr, oft ohne es zu bemerken. Und manche bekommen Entzugserscheinungen: Unruhe, Gereiztheit, Verlangen nach einer Zigarette. Welche der drei Gruppen du bist, weißt du vorher nicht. Wichtig ist, dass du weißt, dass du gerade eine Entscheidung triffst.

HintergrundDass das zwei getrennte Größen sind, ist berechenbar

Gemessen und modelliert. Ein physikalisches Modell berechnet, wie viel Nikotin nicht als Tröpfchen, sondern als Gas im Rachen ankommt und dort auf die Schleimhaut trifft. Der berechnete Wert stimmte gut mit der Schärfe des Inhalationsgefühls überein, die Testpersonen berichteten (r = 0,62; Throat-Hit-Modell 202438). Ein Zusammenhang von 0,62 ist deutlich, aber nicht perfekt: Das Modell trifft die Richtung zuverlässig und den Einzelfall nur ungefähr. Das passt dazu, dass Menschen sehr unterschiedlich empfindlich sind. Die vier Stellschrauben laut Modell: Nikotinkonzentration, Nikotinform, Temperatur des Dampfes und wie schnell man zieht. Nur die erste hat direkt mit der Menge zu tun. Die anderen drei kannst du verändern, ohne die Menge anzufassen. Genau darauf beruht die Zwei-Regler-Logik. Dazu kommt Propylenglykol: Es reizt eigenständig, weil es dieselben Rezeptoren in den Atemwegen anspricht wie Schärfe und Kälte, ganz ohne Nikotin (Chemosensory Toxicology, Toxicological Sciences39). Sein Beitrag ist gegenüber dem Nikotin allerdings klein. Nikotin und seine Form bestimmen den Throat Hit, das Verhältnis von Propylenglykol zu Glycerin verschiebt ihn nur. Wer sein Kratzen allein über dieses Verhältnis lösen will, wird meist enttäuscht.

Ich dampfe und habe trotzdem Lust auf eine Zigarette. Was fehlt?

Meistens Nikotin, aber nicht immer.

Prüf zuerst die Versorgung. Ist die Stärke zu niedrig für dein Gerät? Dampfst du oft genug? Ein Umsteiger greift in den ersten Wochen fast immer häufiger zum Gerät, als er vorher Zigaretten geraucht hat. Nicht weil er mehr braucht, sondern weil zwei, drei Züge weniger liefern als eine ganze Zigarette. Gerade bei kleinen Pods braucht es ohnehin mehr Züge als bei einer Zigarette, um auf eine vergleichbare Menge zu kommen. Das ist normal und kein Zeichen, dass etwas falsch eingestellt ist.

Es kann aber auch etwas anderes sein. Bestimmte Situationen sind über Jahre mit dem Rauchen verknüpft: die Pause vor der Tür, der Kaffee danach, das Bier mit Freunden. Diese Auslöser verschwinden nicht dadurch, dass die Nikotinversorgung stimmt. Und ein Teil davon ist tatsächlich nicht das Nikotin. Warum, steht bei Frage 19.

Wie lange warten, bevor ich die Nikotinstärke ändere?

Mindestens eine Woche, und besser noch: so lange, bis dein Verbrauch stabil ist. Sonst entsteht eine Spirale.

Angenommen, du gehst von 12 auf 6 mg runter. Dein Körper merkt sofort, dass pro Zug weniger ankommt, und gleicht das aus. Du ziehst länger, öfter und tiefer, ohne es zu bemerken, und dein Verbrauch verdoppelt sich vielleicht. Wenn du das am nächsten Tag beurteilst, siehst du jemanden, der ständig am Gerät hängt, und schließt: „6 mg reicht nicht.“ Möglicherweise stimmt das. Möglicherweise siehst du aber nur die Umstellung.

Deshalb ist der Verbrauch das bessere Kriterium als jede Zahl von Tagen. Notier ihn täglich. Solange er noch steigt, läuft die Umstellung. Erst wenn er sich über mehrere Tage nicht mehr verändert, siehst du, wo du wirklich gelandet bist. Bei den meisten dauert das etwa eine Woche. Es kann aber auch länger sein. In einer Untersuchung nahm das Ausgleichen über fünf Tage hinweg sogar noch zu.

Wenn du bewusst reduzieren willst: Geh eine Stufe tiefer als nötig und lass dich vom Verbrauch bremsen, statt sofort nachzukorrigieren. Wer bei jedem unangenehmen Tag wieder hochdreht, kommt nie an einem stabilen Punkt an.

HintergrundWie lange dieses Ausgleichen dauert

Direkt gemessen. In einer Untersuchung über fünf Tage nahm das Ausgleichsverhalten bei 6 statt 18 mg/ml über mehrere Tage noch zu (Cox et al. 202140). Die zugehörige Alltagsstudie beschreibt es so: Die Teilnehmer betrieben mit dem schwächeren Liquid ausgleichendes Zugverhalten und verdoppelten ihren Verbrauch. Das reichte, um Verlangen und Entzugsbeschwerden zu senken. Die Selbstregulierung blieb aber unvollständig, weil die Nikotinwerte im Blut mit dem stärkeren Liquid weiterhin höher lagen. Ein Detail, das viele überrascht: Durften die Teilnehmer die Leistung ihres Geräts verstellen, drehten sie beim schwächeren Liquid eher auf, was zu kürzeren Zügen führte, bei gleichbleibender Zugzahl. Der Ausgleich läuft also nicht nur über längeres Ziehen, sondern auch über mehr Watt (Dawkins et al. 201822). Wenn das Ausgleichen am fünften Tag noch zunimmt, ist es an Tag fünf nicht abgeschlossen. Eine Woche ist die untere Grenze, nicht die Regel. Einschränkung: Die Untersuchung lief über fünf Tage, deshalb wissen wir nicht, wann das Ausgleichen tatsächlich aufhört. Belegt ist nur, dass es länger dauert, als die meisten annehmen, und dass eine Bewertung nach 24 Stunden deutlich zu früh ist.

Warum befriedigt die E-Zigarette nicht wie eine Zigarette?

Weil das Zufriedenheitssignal beim Rauchen stark an dem schnellen Anstieg hängt, nicht an der Gesamtmenge. Im Artikel oben steht, dass das Nikotin beim Dampfen später und flacher im Gehirn ankommt. Praktisch heißt das: Du kannst richtig dosiert sein und dich trotzdem unbefriedigt fühlen. Wer das nicht weiß, dreht an der Stärke und behebt damit das falsche Problem, während das Kratzen unerträglich wird.

Es hat aber auch eine gute Seite, und die ist der Kern des Artikels oben: Flachere Spitzen bedeuten flachere Täler. Der Druck, alle vierzig Minuten etwas tun zu müssen, lässt bei vielen deutlich nach.

HintergrundWas noch aus dem Gehirn gemessen wurde

Direkt gemessen. Die Spitze im Gehirn war bei Freebase 19 Prozent niedriger als bei der Zigarette und kam 64 Prozent später, bei Nikotinsalz etwa gleich hoch, aber 40 Prozent später (Zuo et al. 202412, 29 Personen, 17 davon auch mit Salz). Die Forscher stellen ihren Arbeiten einen Satz voran: Wie schnell und wie hoch Nikotin sich im Gehirn anreichert, sei entscheidend für seine akut verstärkende Wirkung. Genau darin unterscheiden sich Zigarette und E-Zigarette, und genau deshalb fühlt es sich anders an. Eine frühere Untersuchung derselben Gruppe mit 16 Teilnehmern und nur Freebase fand zusätzlich, dass die Nikotinspitze im Gehirn 2,7-mal langsamer wieder abklingt als nach einem Zigarettenzug (Zuo et al. 202241). In der noch früheren Messung an 17 Dampfern lag die Anreicherung rund 30 Prozent niedriger, bei Männern 24, bei Frauen 32 Prozent, und je mehr Nikotin in den Atemwegen hängen blieb, desto niedriger war die Spitze im Gehirn (r = −0,59; Solingapuram Sai et al. 202011). Das Nikotin wird also nachgeliefert statt in einem Schwall abgegeben.

Eine Klarstellung, die oft schiefgeht: Die 2,7-fach längere Zeit betrifft das Abklingen im Gehirn, nicht die Ausscheidung aus dem Körper. Nikotin bleibt nicht länger im Körper. Die Halbwertszeit im Blut liegt bei Freebase und Salz gleichermaßen bei rund 130 Minuten (Christen et al. 202427). Einschränkungen: Einzelne Züge bei Menschen, die sowohl rauchen als auch dampfen, also weder realistisches Nutzungsverhalten noch reine Umsteiger. Die Salzgruppe umfasst 17 Personen.

Zugverhalten und Technik

Wie viele Züge an der E-Zigarette entsprechen einer Zigarette?

Das lässt sich nicht umrechnen, und anders als bei den Millilitern hilft hier auch keine Durchschnittstabelle. Züge sind zwischen zwei Menschen nicht vergleichbar, und du weißt nicht einmal, wie lang und wie tief deine eigenen sind.

Im Artikel oben steht, warum: Eine Zigarette gibt ihre Portion selbst vor, beim Dampfen fällt diese Vorgabe weg. Die meisten gewöhnen sich innerhalb weniger Wochen ein anderes Muster an. Wenn man mit Rauchern rausgeht, passt man sich noch der Zigarettenlänge an, aber insgesamt wird der Konsum flexibler. Deshalb greifen Umsteiger oft häufiger zum Gerät, als sie Zigaretten geraucht haben. Nicht weil sie mehr brauchen, sondern weil die Portionen kleiner sind.

HintergrundWie unterschiedlich Menschen tatsächlich dampfen

Direkt gemessen. 13 Dampfer, 90 Minuten freier Zugang, per Video ausgewertet (St Helen et al. 20169): Zugdauer 3,5 Sekunden (Streuung ± 1,4), Abstand zwischen zwei Zügen 118 Sekunden (± 141), Nikotin im verdampften Liquid 4,0 mg (± 3,3, Spanne 0,4 bis 12,0). Diese Streuungen sind der eigentliche Befund. Beim Abstand ist sie größer als der Mittelwert selbst; es gibt also praktisch keinen typischen Abstand. Bei der Nikotinmenge lagen die Teilnehmer um den Faktor 30 auseinander, in derselben anderthalben Stunde. Die 4,0 mg sind das Nikotin im verdampften Liquid, nicht das im Blut; nach dem Anteil aus Frage 5 blieben davon ungefähr 3 mg übrig. Die Zugmuster: 12 % einzelne Züge, 43 % in Gruppen von 2 bis 5, 28 % in Gruppen von 6 bis 10, 17 % in Gruppen über 10. Der zigarettenähnliche Block von über zehn Zügen ist die Ausnahme. Einschränkungen: 13 erfahrene Dampfer, Laborsituation, jeder mit eigenem Gerät und eigenem Liquid (acht Tanks, drei Selbstwickler, zwei Cigalikes, 6 bis 24 mg/ml laut Etikett). Ein Teil der Streuung geht also auf die Ausrüstung zurück. Und die Daten stammen aus der Zeit vor den heutigen Mesh-Verdampfern. Ältere Heizdrähte brauchten länger, bis sie auf Temperatur waren, was lange Züge begünstigt hat. Die absoluten Zugdauern dürften heute niedriger liegen. Die Streuung ist dagegen eine Aussage über Menschen, nicht über Geräte.

Richtig ziehen an der E-Zigarette: fester oder länger?

Nein, im Gegenteil. Zieh nicht fester, zieh länger. Das ist der häufigste Anfängerfehler, und er kommt direkt aus dem Rauchen. Warum das so ist, steht im Artikel oben: Der Glut nützt kräftiges Ziehen, dem Heizelement ist es egal. Wer wie an einer Zigarette reißt, bekommt oft nur Kondensat im Mundstück. Der Dampf wird mit mehr Luft verdünnt und fühlt sich dünner an, obwohl mehr Liquid verbraucht wurde.

Für die Zugdauer gilt das Gegenteil, und das ist nachgerechnet: Ein Zug von vier Sekunden liefert mehr Nikotin als zwei Züge von zwei Sekunden (Talih et al. 201715). Der Verdampfer braucht nach dem Einschalten einen Moment, bis er auf Temperatur ist. Ein langer Zug verbringt mehr Zeit in der ergiebigen Phase, zwei kurze fangen zweimal von vorn an.

Der britische Leitfaden für Rauchstopp-Beratung rät Anfängern ausdrücklich dasselbe: sanft ziehen, den Dampf erst in den Mund nehmen, dann in die Lunge einatmen. Und er fügt hinzu, dass das Übung braucht und man sich davon nicht abschrecken lassen soll (NCSCT 202628).

HintergrundWas zum Luftdurchsatz gemessen wurde, und wo die Grenzen liegen

Direkt gemessen. Über 100 Prüfbedingungen an einem Tankverdampfer hatte die Ziehgeschwindigkeit keinen Einfluss auf den Nikotinfluss (Talih et al. 201715). Der Grund sind zwei Effekte, die sich aufheben: Schnellerer Luftstrom transportiert den Dampf schneller von der Watte weg, was das Nachverdampfen beschleunigt. Gleichzeitig kühlt er den Verdampfer, was es bremst. Die Autoren rechnen beides durch und kommen auf einen Nulleffekt, ausdrücklich für die Verdampfungsrate der Flüssigkeit, nicht nur für das Nikotin. Dieselbe Arbeit beziffert auch den Rückschlag: Etwa die Hälfte dessen, was verdampft, verlässt das Mundstück gar nicht, weil es sich wieder im Verdampfer niederschlägt.

Bei leistungsstarken Geräten gilt das nicht mehr. An einem Sub-Ohm-Verdampfer bei 25, 50 und 75 Watt stieg die Nikotinausbeute pro Zug von 1100 auf 6000 Milliliter pro Minute Durchsatz um 82 Prozent bei 25 Watt und um 152 Prozent bei 75 Watt. Leistung, Durchsatz und ihr Zusammenspiel waren alle drei statistisch bedeutsam (Floyd et al. 202116). Beide Befunde passen zusammen: Bei wenig Leistung entsteht so wenig Dampf, dass die Luft ihn ohne Weiteres aufnimmt. Bei viel Leistung ist die Luft gesättigt, ein Teil des Dampfes schlägt sich nieder, und mehr Luft trägt ihn schneller weg, bevor das passiert. Praktisch: Bei einem Mundzug-Gerät ist es egal, wie kräftig du ziehst. Bei einem Sub-Ohm-Gerät nicht. Belegstärke: Beide Arbeiten liegen im Volltext vor, beide sind maschinell gemessen, beide geben keine Interessenkonflikte an. Was fehlt, ist eine Messung, die denselben Verdampfer über den ganzen Leistungsbereich durchfährt. Die Grenze, ab der der Durchsatz zu wirken beginnt, kennen wir nicht. Die Größenordnung: Die Aerosolmasse steigt mit der Temperatur exponentiell, mit dem Luftdurchsatz nur flach und mit Sättigung nach oben (Aerosol dynamics 202542, nicht im Volltext geprüft).

Dazu kommen praktische Grenzen (Operating Envelope, PMC841583543). Nach unten: Geräte mit Zugautomatik, also fast alle Pods, brauchen einen Mindestdurchsatz, sonst lösen sie nicht aus. Nach oben: Wer zu kräftig zieht, saugt Liquid an, statt es zu verdampfen. Das Gerät blubbert dann und sifft. Bei der Zugdauer liegt die elektronische Abschaltung meist bei zehn Sekunden; so lange zieht praktisch niemand. Die eigentliche Grenze ist anatomisch: Beim Backendampfen erzeugst du den Zug mit dem Mundraum. Während Dampf hineinströmt, baut sich der Unterdruck ab, bis nichts mehr nachkommt. Wie lange du ziehen kannst, entscheiden also deine Backen, nicht die Elektronik. Belegstärke: Vermutung. Der Mechanismus ist physikalisch stimmig und deckt sich mit dem, was wir im Laden beobachten, gemessen haben wir ihn nicht.

0,6 oder 1,2 Ohm: Was bedeutet der Ohm-Wert beim Pod?

Im Artikel oben steht der Tipp: kurze, kräftige Züge eher 0,6 Ohm bei etwa 20 Watt, lange, genüssliche Züge eher 1,2 Ohm. Der Gedanke dahinter: Coils mit niedrigerem Widerstand sind meist als Mesh mit größerer Fläche gebaut und verdampfen deshalb mehr Liquid pro Sekunde. Nicht weil sie heißer werden, sondern weil mehr Fläche gleichzeitig verdampft. Die Nikotinmenge pro Zug ist Menge pro Sekunde mal Zugdauer. Wer kurz zieht, braucht also viel pro Sekunde, wer lang zieht wenig. So landet die Menge pro Zug in beiden Fällen im ähnlichen Bereich. Wer dazwischen liegt, ist mit 0,8 bis 1,0 Ohm gut bedient.

Der Widerstand ist dabei nur ein grober Anhaltspunkt, kein Maß für die Dampfmenge. Zwei Pods mit 1,0 Ohm können sich völlig unterschiedlich verhalten.

HintergrundWarum der Widerstand allein wenig sagt

Er bestimmt, wie viel Leistung bei gegebener Spannung fließt. Er bestimmt aber nicht, wie viel Material diese Leistung aufheizen muss. Und daran hängt die Temperatur: Die Leistung muss das gesamte Coil-Material erwärmen, und über dessen Oberfläche geht Wärme wieder ab. Mehr Material und mehr Oberfläche bei gleicher Leistung bedeutet eine niedrigere Temperatur. Zwei Beispiele mit demselben Effekt auf den Widerstand und entgegengesetztem Effekt auf die Temperatur: Dickerer Draht: Der Widerstand sinkt, es fließt mehr Leistung, gleichzeitig gibt es mehr Material und mehr Oberfläche. Die Temperatur kann dabei sogar sinken. Kürzerer Draht bei gleicher Dicke: Der Widerstand sinkt ebenfalls, es fließt ebenfalls mehr Leistung, aber es gibt weniger Material und weniger Oberfläche. Der Draht wird deutlich heißer. Bei einer bestimmten Leistung entscheidet also die Geometrie über die Temperatur, nicht der Widerstand.

Eine Untersuchung hat Coils dafür zerlegt: Der 1,4-Ohm-Coil war ein gewöhnlicher Draht, die 0,6- und 0,9-Ohm-Coils waren Mesh-Streifen. Die 0,9-Ohm-Variante hatte durch eine dichter vernetzte Anordnung die mit Abstand größte Oberfläche, und entsprechend war der Liquidverbrauch dort höher als bei 0,6 Ohm, obwohl der Widerstand größer war (Coil-Vergleich 202544). Einschränkung: Die Ohm-Werte in unserer Empfehlung sind Erfahrungswerte, keine Studienempfehlung. Sie funktionieren, weil Hersteller innerhalb einer Coil-Reihe die Bauart mit dem Widerstand mitverändern. Zwischen verschiedenen Herstellern gilt das nicht zwangsläufig.

Dein Ziel, deine Sicherheit

Ist wenig Nikotin im Liquid gesünder?

Nicht unbedingt, und das überrascht die meisten.

Erster Grund: Wer zu wenig bekommt, raucht nebenher weiter. Und der Gesundheitsgewinn kommt überwiegend erst beim vollständigen Umstieg.

Zweiter Grund, der weniger bekannt ist: Wer zu niedrig dosiert, dampft mehr. Und mehr Dampf heißt mehr von den Stoffen, die beim Erhitzen entstehen. Beim Erhitzen von Propylenglykol und Glycerin, den beiden Grundstoffen im Liquid, bilden sich in kleinen Mengen Stoffe wie Formaldehyd und Acetaldehyd. Fachleute nennen sie Carbonyle. Wer doppelt so viel Liquid durchzieht, atmet auch ungefähr doppelt so viel davon ein.

Einordnung

Bitte richtig einordnen: Das ist ein Vergleich innerhalb des Dampfens, kein Vergleich zum Rauchen. Die Belastung bleibt in beiden Fällen weit unter der einer Zigarette. Es ist ein Grund, nicht künstlich niedrig zu dosieren. Es ist kein Grund, Angst vor niedrig dosiertem Liquid zu haben.

HintergrundDie Zahlen dahinter

Direkt gemessen, kurzfristig: Bei 6 gegenüber 24 mg/ml stiegen Verbrauch, Zugzahl und Zugdauer bedeutsam an. Der Ausgleich war aber unvollständig, die Blutwerte blieben bei der stärkeren Variante deutlich höher (Dawkins et al. 201637). Langfristig wird der Ausgleich vollständiger:

UntersuchungStärkeVerbrauchAufgenommenes Nikotin
98 Dampfer, 8 Monate (Etter 201645)11 → 6 mg/ml80 → 100 ml/Monatunverändert
27 Dampfer, 12 Monate (Soar et al. 201923)13,8 → 9,9 mg/ml4,4 → 6,8 ml/Tagunverändert

In beiden Fällen sank die Stärke deutlich, der Verbrauch stieg, und die tatsächliche Nikotinaufnahme blieb gleich.

Zu den Carbonylen: In einer Untersuchung mit 19 erfahrenen Dampfern, die zwischen 18 und 6 mg/ml wechselten, war die Tagesbelastung mit Formaldehyd und Acetaldehyd bei der niedrigeren Stärke höher, unabhängig davon, ob die Geräteleistung fest oder anpassbar war. Dieselbe Arbeit rechnet daraus einen etwa doppelt so hohen rechnerischen Krebswert (Kosmider et al. 202046; die Zugprofile derselben 19 Teilnehmer in Kosmider et al. 201847). Einschränkung, und sie ist entscheidend: Dieser Wert ist eine Rechnung, kein beobachtetes Ergebnis. Die Zugprofile stammen von echten Menschen, das Aerosol wurde damit aber maschinell erzeugt. Und die Rechnung bezieht sich auf eine Ausgangsbasis weit unterhalb des Rauchens. Eine Verdopplung von sehr wenig ist immer noch sehr wenig. Zweite Einschränkung: Carbonylmessung und Krebsrechnung stammen aus derselben Untersuchung mit denselben 19 Personen, veröffentlicht über zwei Arbeiten. Das ist ein Befund, nicht zwei.

Pro Masse ist nicht dasselbe wie insgesamt: Eine Arbeit verglich Coils mit verschiedenen Widerständen. Bei den klassischen Hitze-Carbonylen lagen die Werte pro Aerosolmasse dort höher, wo der Widerstand höher war, obwohl der Coil kühler lief; eine zweite Stoffgruppe verhielt sich umgekehrt. Fazit der Autoren: Sub-Ohm-Coils erzeugen nicht zwangsläufig höhere Carbonylwerte, auch wenn sie mehr Aerosol produzieren (Carbonyl-Vergleich 202348). Ältere Arbeiten fanden das Gegenteil (Carbonyl-Vergleich 201949). Die Lage ist uneinheitlich. Ein weiterer Faktor ist der Luftdurchsatz: Mehr Luft kühlt die Coil, und mit der Temperatur verschiebt sich, welche Carbonyle entstehen (Korzun et al. 201850, nicht im Volltext geprüft). Für die Nikotinmenge ist der Durchsatz nach heutigem Stand belanglos, für das Schadstoffprofil offenbar nicht. Für die Gesamtbelastung ändert das wenig: Selbst wenn ein leistungsstarker Verdampfer pro Milligramm Aerosol sauberer arbeitet, atmet der Nutzer ein Vielfaches an Masse ein. Was zählt, ist das Produkt aus beidem.

Was die Forschungsgruppe daraus für die Regulierung folgert: Die Deckelung auf 20 mg/ml könne die unbeabsichtigte Folge haben, dass Menschen zu schwächeren Liquids greifen und dadurch über intensiveres Ziehen stärker Carbonylen ausgesetzt sind. Ob eine Begrenzung auf 20 mg/ml den gewünschten Effekt der Schadensminimierung habe, halten sie für offen; die Untersuchung müsse an einer größeren Stichprobe außerhalb des Labors wiederholt werden (Kosmider et al. 201847).

Zum Dualkonsum: In der Untersuchung an 181 Personen hatten reine Dampfer deutlich niedrigere Werte des Krebsmarkers NNAL als alle anderen Gruppen, während reine Raucher und beide Gruppen von Mischkonsumenten näher beieinander lagen (Shahab et al. 201718). Eine Momentaufnahme, kein Beweis. Die naheliegendste Erklärung: Mischkonsumenten rauchen immer noch erheblich. Ob Rauchen und Dampfen zusammen zusätzlich ungünstig wirken, ist offen.

Warum fällt der Umstieg schwer, obwohl die Nikotinstärke stimmt?

Weil ein Teil dessen, was an der Zigarette hält, wahrscheinlich gar nicht das Nikotin ist.

In der Marlboro stecken laut Zusatzstoff-Datenbank des BMEL51 rund 30 Milligramm Zucker pro Zigarette. Beim Verbrennen von Zucker entsteht Acetaldehyd, einer der mengenmäßig größten Bestandteile des Rauchs. Und der steht im Verdacht, die Wirkung von Nikotin zu verstärken. Vereinfacht: Nikotin drückt aufs Gaspedal. Bestimmte Stoffe aus dem Rauch lösen gleichzeitig ein Stück weit die Bremse, indem sie den Abbau von Botenstoffen im Gehirn verlangsamen. Das ist eine ernstzunehmende Vermutung, kein Beweis. Die Tierversuche dazu widersprechen sich.

Was du trotzdem mitnehmen kannst: Wenn der Umstieg schwerfällt, obwohl deine Stärke stimmt, liegt das nicht an dir, und es heißt auch nicht automatisch, dass du mehr Nikotin brauchst. Es fehlt möglicherweise etwas, das dein Liquid gar nicht liefern kann und auch nicht liefern soll.

HintergrundDer Stand der Forschung

Direkt gemessen: Aus Acetaldehyd entsteht im Körper eine Stoffgruppe namens Beta-Carboline, vor allem Harman. Harman hemmt ein Enzym namens MAO, das normalerweise Botenstoffe wie Dopamin abbaut. Die Harman-Werte im Blut von Rauchern liegen 2- bis 10-fach höher als bei Nichtrauchern, und Harman gelangt ins Gehirn (Talhout et al. 200753). Bis hierher ist die Kette belegt. Die entscheidende Frage ist die nächste, und da wird es unübersichtlich. Dafür: Acetaldehyd erhöhte die Nikotin-Selbstverabreichung bei Ratten, allerdings nur bei jugendlichen und nicht bei erwachsenen Tieren (Belluzzi et al. 200554). Harman verstärkte die Nikotinwirkung genau in der Dosis, die dem Rauchen entspricht, nicht aber bei zehnfach höherer oder niedrigerer (Harman-Studie, PMC927170652). Dagegen: Eine Arbeit gab erwachsenen Ratten die volle Mischung aus fünf Nebenalkaloiden, zwei Beta-Carbolinen und Acetaldehyd in den Konzentrationen des echten Zigarettenrauchs. Kein bedeutsamer Effekt; nur ein echtes MAO-Hemmer-Medikament wirkte (Smith et al. 201555).

Einschränkung: Alles Tiermodelle. Beim Menschen ist der Anteil dieser Stoffe an der Abhängigkeit nicht beziffert. Und Nagetiere sind hier ein besonders wackliger Stellvertreter: Sie verstoffwechseln Nikotin über andere Enzyme als der Mensch. Beim Menschen macht das die Leber überwiegend über CYP2A6, bei Mäusen übernimmt ein verwandtes Enzym dieselbe Aufgabe deutlich schneller, bei Ratten arbeitet eine ganz andere Enzymfamilie (Zhou et al. 201056). Effekte, die man bei Nagetieren beobachtet, treten beim Menschen nicht zwangsläufig auf. Affen wären das bessere Modell, weil ihr Nikotinstoffwechsel dem menschlichen stark ähnelt, aber solche Studien sind selten. Das gilt überall in diesem Artikel, wo Tierversuche vorkommen.

Macht Nikotin allein süchtig?

Die ehrliche Antwort: Es wirkt, aber schwächer als die meisten denken. Und sein größerer Beitrag besteht darin, andere Dinge belohnender zu machen.

Der Griff zur Packung, das Anzünden, die Pause vor der Tür, der erste Zug nach dem Essen: Das sind keine harmlosen Gewohnheiten, die zufällig neben der Substanz herlaufen. Das Nikotin hebt ihren Wert an. Es ist kein Zuschauer neben dem Ritual, es macht das Ritual wertvoller. Deshalb greift auch der Vergleich mit Fingernägelkauen zu kurz. Beim Nägelkauen gibt es keinen Stoff, der das Kauen belohnender macht.

Der Effekt hebt dabei nicht alles gleichmäßig an. Was ohnehin schon angenehm ist, wird stärker angehoben als etwas Neutrales (Palmatier et al. 200657). Ein süßes, intensives Aroma ist damit ein stärkerer Kandidat für diese Anhebung als ein schlichtes. Deshalb raten wir eher zu dezenten Liquids. Und wir weisen unsere Kunden darauf hin, dass man auch ganz ohne Aroma dampfen kann. Für erstaunlich viele ist das ein gangbarer Weg, obwohl es zunächst niemand für möglich hält. Ich dampfe selbst zeitweise aromafrei, zum Beispiel am Schreibtisch. Dort bekomme ich den Geschmack ohnehin kaum mit, weil ich mich auf die Arbeit konzentriere.

Was du daraus mitnehmen kannst: Wenn du das Nikotin behältst und alles andere änderst, änderst du sehr viel. Und wenn du irgendwann auch das Dampfen loswerden willst, ist der Weg über weniger Sensorik nachvollziehbar begründet: schlichtere Aromen, weniger Süße.

HintergrundWie man so etwas überhaupt untersucht

In Selbstverabreichungs-Versuchen kann ein Mensch oder ein Tier durch eine Handlung, etwa das Ziehen an einem Hebel, eine Dosis auslösen. Wer dafür arbeitet, für den ist der Stoff ein Verstärker. Wie viel Arbeit jemand auf sich nimmt, misst, wie stark der Verstärker ist. Der Vorteil: kein Ritual, kein Geschmack, kein Rauch. Nur der Stoff.

Direkt gemessen, Mensch: Acht Raucher konnten in dreistündigen Sitzungen zwischen Nikotin über die Vene und Kochsalzlösung wählen, ohne zu wissen, welcher Hebel was gibt. Sie wählten bedeutsam häufiger Nikotin, und sie passten ihr Verhalten so an, dass die Menge pro Sitzung ungefähr gleich blieb, auch als die nötige Zahl der Hebelzüge stark erhöht wurde (Harvey et al. 200458). Dieselbe Selbstregulation, die du beim Liquidverbrauch siehst. Eine Nachfolgestudie mit zehn Teilnehmern verwendete Dosen von 0,1 bis 0,7 mg; die niedrigste entspricht etwa einem halben Zigarettenzug (Sofuoglu et al. 200859). Bei Totenkopfäffchen hielt Nikotin über lange Zeit hohe Arbeitsraten aufrecht (Goldberg et al. 198160).

Aber der Effekt ist schwach. In Tierstudien ohne begleitende Licht- oder Tonreize wird die Selbstverabreichung zwar erlernt, aber mit niedrigen Raten und nur in einem engen Dosisbereich (Caggiula et al. 200962). Die Arbeitsgruppe, die dieses Modell entwickelt hat, formuliert es deutlicher, als wir es getan hätten: Nikotin sei ein mäßiges Stimulans mit schwachen und unzuverlässigen verstärkenden Eigenschaften. Seine Rolle bei der Tabakabhängigkeit sei unbestreitbar, aber nicht so geradlinig wie bei anderen Suchtstoffen. Ihre Grundthese: Nikotin habe zwei Wirkungen auf Verstärkung. Es erhöhe die Wahrscheinlichkeit von Handlungen, die Nikotin einbringen, und es steigere den scheinbaren Belohnungswert von Reizen, die mit Nikotin nichts zu tun haben (Palmatier et al. 201463; Caggiula et al. 200962). Der zweite Effekt ist der stärkere: Bei Ratten steigerte Nikotin die Arbeitsleistung für einen reinen Lichtreiz, und beide zusammen wirkten stärker als jedes für sich (Palmatier et al. 200657). Beim Menschen erhöht Nikotin die Bereitschaft, dafür zu arbeiten, Musik hören zu dürfen, und verstärkt sinnliche Belohnungen stärker als eine Geldbelohnung (Perkins & Karelitz 201461; Perkins et al. 201761). Eine Einschränkung aus derselben Forschungsrichtung: Bei Rauchern, die nicht abhängig waren, ließ sich der verstärkende Effekt nicht nachweisen, getestet mit Nikotin-Nasenspray in zwei Dosierungen und mit Zigaretten unterschiedlicher Stärke (Perkins et al. 200964).

Offen: Ob reines Nikotin bei zuvor nicht abhängigen Menschen Abhängigkeit auslöst. Alle Humanstudien wurden an Rauchern durchgeführt, die schon abhängig waren. Eine Studie an nikotinunerfahrenen Menschen wird es aus ethischen Gründen nicht geben. Umstritten: Ob die Humanstudien überhaupt Selbstverabreichung im strengen Sinn belegen. Zu beiden Arbeiten wurden formale Erwiderungen von Fachkollegen veröffentlicht (Dar & Frenk 200565). Wer behauptet, reines Nikotin mache nicht süchtig, hat es sich zu einfach gemacht. Wer behauptet, das sei eindeutig geklärt, allerdings auch.

Nikotin beim Dampfen schrittweise reduzieren: Wie fange ich an?

Nicht mit einer niedrigen Stärke. Das ist der naheliegende Reflex und der ungünstigste Start, weil der Rückfall zur Zigarette dann wahrscheinlicher wird, als dass der Ausstieg gelingt.

Sinnvoller ist die Reihenfolge: erst stabil umsteigen, dann in Ruhe reduzieren. Dafür ist Freebase mit seinen feineren Stufen praktischer als Salz. Wer den Genussfaktor bewusst niedrig hält, also schlichte oder gar keine Aromen wählt, macht sich den späteren Ausstieg vermutlich leichter. Das folgt aus dem Verstärker-Effekt in Frage 20. Direkt untersucht ist es nicht.

Dampfen ohne Nikotin: Klappt der Umstieg mit nikotinfreiem Liquid?

Das funktioniert für manche gut, vor allem für Gelegenheitsraucher und für Menschen, denen das Ritual wichtiger war als die Wirkung.

Der Grund ist allerdings nicht, dass sie „ohnehin wenig Nikotin konsumiert haben“. Das lässt sich, wie im Artikel oben gezeigt, aus der Marke nicht ableiten. Der Grund ist, dass sie den Ablauf ersetzen wollen und nicht die Substanz.

Hilft die E-Zigarette beim Rauchstopp? Was die Studien sagen

Ja, und das ist inzwischen gut abgesichert.

Die jüngste Zusammenfassung der Studienlage von Ende August 2026 wertete 80 Studien mit fast 30.000 Teilnehmern aus. Sie fand Belege hoher Sicherheit, dass nikotinhaltige E-Zigaretten zu höheren Ausstiegsquoten führen als Pflaster oder Kaugummi (Lindson et al. 202666, Cochrane). Konkret: Wer nach mindestens sechs Monaten noch rauchfrei war, kam mit E-Zigarette etwa 1,6-mal so häufig vor wie mit Nikotinersatz. In absoluten Zahlen sind das rund vier zusätzliche Erfolge pro 100 Personen.

HintergrundDie Zahlen

Direkt gemessen, in der maßgeblichen systematischen Übersichtsarbeit, veröffentlicht am 26. August 2026: 80 randomisierte Studien mit 29.861 Teilnehmern, davon neun neu hinzugekommen (Lindson et al. 202666). Der Vergleich mit Nikotinersatz stützt sich auf 11 Studien mit 4.114 Teilnehmern. Das Verhältnis der Erfolgsquoten lag bei 1,61, der Vertrauensbereich reicht von 1,23 bis 2,12. In absoluten Zahlen: vier zusätzliche Erfolge pro 100, Bereich eins bis sieben. Bewertet als Evidenz hoher Sicherheit, die oberste Stufe. Zur Einordnung: In einer früheren Fassung formulierte die Redaktion es so, dass von 100 Personen etwa sechs mit Nikotinersatz aufhören und acht bis zwölf mit einer nikotinhaltigen E-Zigarette. Ein zweiter Vergleich isoliert das Nikotin: nikotinhaltige gegen nikotinfreie E-Zigaretten, Verhältnis 1,34, also etwa zwei zusätzliche Erfolge pro 100. Das ist der Beleg dafür, dass die Wirkung nicht allein am Ritual hängt.

Zur Frage nach der Begleitung: Diese Zahlen stammen aus randomisierten Studien, in denen beide Gruppen innerhalb derselben Untersuchung verglichen wurden. Was an Beratung angeboten wurde, galt für beide Seiten gleichermaßen. Der Unterschied geht also auf das Produkt zurück, nicht auf ein zusätzliches Programm. Einschränkungen: Von den eingeschlossenen Studien stuften die Autoren 12 als methodisch gut ein, 41 als mit hohem Verzerrungsrisiko behaftet, der Rest blieb unklar. Bei den nicht schwerwiegenden Nebenwirkungen gab es Hinweise auf leicht häufigeres Auftreten mit E-Zigarette, mit sehr niedriger Belegstärke. Und die Autoren weisen weiterhin auf begrenzte Daten zur Nutzung über mehr als zwei Jahre hin.

Zum Weiterlesen: Methodik und Grenzen

Dieser Teil richtet sich an alle, die wissen wollen, wie wir arbeiten und wo die Grenzen des heutigen Wissens liegen.

Wie dieser Artikel entstanden ist

Der Artikel oben ist das Skript meines Videos, bereinigt um Versprecher und ergänzt um die Kästen mit den Studien. Die Fragen und Antworten darunter habe ich zusammen mit einem KI-Modell geschrieben und zwei weitere Modelle zur zusätzlichen Recherche sowie für Prüfung und Kritik genutzt, über mehrere Wochen im Wechsel.

Von mir kommen die Struktur, die Startwerte aus der Beratung und die Entscheidung, was am Ende drinsteht. Die Studien, auf die es ankommt, habe ich mir selbst besorgt und gelesen. Formuliert hat bei den FAQ überwiegend das Modell, es hat die Quellen im Volltext gegengelesen und die Rechnungen gemacht. Das heißt nicht, dass hier keine Fehler stehen. Es heißt, dass wir sie gesucht haben und dass wir sagen, wo wir unsicher sind. Die Verantwortung für jeden Satz liegt bei mir.

Wie wir Aussagen kennzeichnen

In den Hintergrund-Kästen steht bei den Aussagen, worauf sie beruhen.

KennzeichnungBedeutung
Direkt gemessenKontrollierte Studie mit direkter Messung
GestütztIndirekt erschlossen, berechnet oder kleine Teilnehmerzahl
VermutungPlausibel und nachvollziehbar, aber nicht überprüft
Beobachtung aus der BeratungUnsere Erfahrung. Keine Wissenschaft, aber zehn Jahre Daten

Begriffe erklärt: Freebase, MTL, Throat Hit, Cotinin

BegriffWas gemeint ist
CotininEin Abbauprodukt des Nikotins. Es bleibt viel länger messbar als Nikotin selbst und zeigt deshalb, wie viel jemand über den Tag aufgenommen hat.
FreebaseDas klassische Liquid. Kratzt bei gleicher Zahl stärker im Hals.
NikotinsalzLiquid mit zugesetzter Säure. Kratzt weniger, liefert bei gleicher Zahl aber mehr Nikotin.
MTLmouth to lung, „Mund zur Lunge“. Du ziehst den Dampf erst in den Mund und atmest ihn dann ein, so wie bei einer Zigarette. Enger Zug.
RDLrestricted direct lung, „gebremst direkt zur Lunge“. Du ziehst direkt in die Lunge, aber gegen einen spürbaren Widerstand.
DLdirect to lung, „direkt zur Lunge“. Du ziehst fast widerstandslos durch, wie beim tiefen Luftholen.
Throat HitDas leicht kratzige Druckgefühl im Hals beim Inhalieren.
TTFCtime to first cigarette, die Zeit vom Aufwachen bis zur ersten Zigarette.
KompensationWenn pro Zug weniger ankommt, zieht man automatisch länger, tiefer und öfter.
CarbonyleStoffe wie Formaldehyd und Acetaldehyd, die beim Erhitzen des Liquids in kleinen Mengen entstehen.
Streuung (±)Wie weit die Einzelwerte um den Mittelwert schwanken. Eine Streuung größer als der Mittelwert heißt: Es gibt keinen typischen Wert.
ng/mlNanogramm pro Milliliter, also Milliardstel Gramm pro Milliliter Blut. Nach einer Zigarette wurden im Mittel 17,9 ng/ml gemessen (Hajek et al. 201767).

Ein Lehrstück: wie aus sauberer Arbeit falsches Wissen wird

Diesen Fall erzählen wir, weil er auch etwas über diesen Artikel aussagt.

Die Vermutung: Der Grazer Pharmakologe Prof. Bernd Mayer erklärte in einer Videoreihe, dass Backendampfer wahrscheinlich einen großen Teil des Nikotins über die Mundschleimhaut aufnehmen. Das könnte erklären, warum die Wirkung beim Dampfen in Studien langsamer einsetzt als beim Rauchen. Er kennzeichnete das dreimal ausdrücklich als Vermutung und schlug sogar vor, wie man es prüfen könnte.

Was daraus wurde: Die Aussage ist als Tatsache in den deutschsprachigen Dampfer-Diskurs eingewandert. Wir haben sie selbst jahrelang so weitergegeben. Aus „das könnte so sein“ wurde „das ist so“, ohne dass jemand etwas dazugemessen hätte.

Was inzwischen bekannt ist: Die Ablagerung in Mund und oberen Atemwegen ist real, betrifft aber vor allem Freebase. Freebase-Nikotin ist flüchtiger, verlässt das Tröpfchen früher und schlägt sich deshalb weiter oben nieder. In einer Bildgebungsstudie landeten von beiden Formen 31 bis 36 Prozent innerhalb von 15 bis 35 Sekunden in der Lunge, wobei Freebase höhere Werte in den oberen Atemwegen zeigte (Wall et al. 202229, finanziert von Imperial Brands). Und ein Zwischenschritt fehlt in der populären Version: Ablagerung ist nicht dasselbe wie Aufnahme. Was sich in Mund und Rachen niederschlägt, kann dort aufgenommen, weitertransportiert oder verschluckt werden. Wie groß der Anteil ist, der tatsächlich über die Mundschleimhaut ins Blut geht, ist nicht geklärt. Die Prämisse ist außerdem geschrumpft: Die Vermutung sollte erklären, warum das Dampfen deutlich langsamer wirkt. Inzwischen weiß man, dass der Unterschied kleiner ist als angenommen und von der Nikotinform abhängt.

Warum wir das erzählen: Hier hat niemand geschlampt. Ein seriöser Wissenschaftler hat eine Vermutung sauber als Vermutung gekennzeichnet, und trotzdem ist daraus verbreitetes Falschwissen geworden. Das passiert ständig, auch uns. Deshalb steht in den Kästen an den Aussagen, wie gut sie belegt sind.

Was wir nicht wissen

  • Wie viel vom Liquid im Blut ankommt, ist gemessen, aber die Arbeiten widersprechen sich. Drei Messungen an Tanks und eigenen Geräten ergeben rund drei Viertel, eine an einem Salz-Pod mit 59 mg/ml rund die Hälfte. Alle rechnen mit geschätzter statt gemessener Clearance, und die individuelle Spanne reicht von 18 Prozent bis über 100 Prozent, was rechnerisch nicht sein kann. Wir setzen 75 Prozent an und wissen, dass das eine Festlegung ist.
  • Es gibt keine Umrechnung zwischen Freebase und Nikotinsalz. Zwei kontrollierte Studien finden unterschiedlich große Effekte.
  • „Hybrid“ ist keine definierte Kategorie. Ohne Angabe von Mischungsverhältnis und Säuregrad lässt sich nichts einordnen.
  • In welchem Verhältnis die Säure zugesetzt wurde, steht auf keiner Flasche. Welche Säure es ist, erkennst du an der Zutatenliste, etwa an „Nikotinbenzoat“ oder „Nikotinmalat“. Wie stark protoniert das Liquid ist, erfährst du nicht.
  • Ob die einzelnen Säuren den Verdampfer unbeschadet überstehen und was aus ihnen wird, wenn nicht, ist am fertigen Liquid nicht gemessen. Die Angaben dazu stammen aus der Chemie der reinen Stoffe und aus Herstellerunterlagen.
  • Es gibt keine Studie, die von der bisherigen Zigarettenmarke auf die passende Liquidstärke schließt. Weder für die verbreitete Regel noch für unsere.
  • Es gibt keinen geprüften Rechenweg von einem Raucherprofil zu einer bestimmten Stärke. Die einzelnen Bausteine sind untersucht, ihre Kombination nicht. Dass die Rauchzeit die Nikotinaufnahme eingrenzt, ist eine plausible Faustregel aus der Beratung, keine Studie.
  • Wie groß der Anteil ist, der beim Dampfen über die Mundschleimhaut aufgenommen wird, ist nicht geklärt.
  • Der Beitrag der Nicht-Nikotin-Bestandteile zur Zigarettenabhängigkeit ist beim Menschen nicht beziffert. Die Tierdaten widersprechen sich.
  • Ob Rauchen und Dampfen zusammen zusätzlich ungünstig wirken, ist offen.
  • Die Abhängigkeitsskala, aus der sich Tagesmengen schätzen lassen, ist an Rauchern geprüft, nicht an Dampfern.
  • Unsere Startwerte und die Ohm-Empfehlung sind Erfahrungswerte. Wir halten sie für brauchbar, aber wir haben sie nicht geprüft. Wenn sich zeigt, dass sie danebenliegen, ändern wir sie.
  • Wie lange das Ausgleichen nach einer Änderung dauert, ist nicht abschließend bekannt. Die einzige Untersuchung dazu lief fünf Tage, und am fünften Tag war es noch nicht vorbei.

Zum Schluss

Dieser Artikel richtet sich an erwachsene Raucherinnen und Raucher, die auf die E-Zigarette umsteigen möchten. In Deutschland sind nikotinhaltige Liquids gesetzlich auf höchstens 20 mg/ml begrenzt. Bei anhaltenden oder ausgeprägten Beschwerden wende dich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.

Quellen

Die Nummern 1 bis 24 sind die Quellen aus dem Video, in der Reihenfolge, in der sie dort eingeblendet werden. Danach folgen die Quellen, die nur in den Fragen und Antworten vorkommen. Ein Klick auf eine Angabe im Text springt hierher.

  1. 1Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (Hrsg.) (2026). Jahrbuch Sucht 2026, Kapitel 2.2 Tabak. Daten der Deutschen Befragung zum Rauchverhalten (DEBRA) 2025. Video
  2. 2Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL): Datenbank der gemeldeten Tabakerzeugnisse (Emissionswerte für Teer, Nikotin und Kohlenmonoxid), service.bmel.de/tabakerzeugnisse, abgerufen 2026. Viele Einträge stammen aus den frühen 2010er-Jahren. Video
  3. 3Richtlinie 2014/40/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 3. April 2014 (Tabakproduktrichtlinie), Art. 3 (Höchstwerte: 10 mg Teer, 1 mg Nikotin, 10 mg Kohlenmonoxid je Zigarette) und Art. 13 (Verbot irreführender Bezeichnungen wie „light“). Amtsblatt der EU L 127 vom 29.4.2014; in Deutschland umgesetzt im Tabakerzeugnisgesetz. Video
  4. 4National Cancer Institute (1996). The FTC Cigarette Test Method for Determining Tar, Nicotine, and Carbon Monoxide Yields of U.S. Cigarettes. Smoking and Tobacco Control Monograph No. 7. Bethesda, MD. Video
  5. 5Hammond D, Fong GT, Cummings KM, O'Connor RJ, Giovino GA, McNeill A (2006). Cigarette yields and human exposure: a comparison of alternative testing regimens. Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention 15(8):1495–1501. PMID 16896039. Video
  6. 6Maron DJ, Fortmann SP (1987). Nicotine yield and measures of cigarette smoke exposure in a large population: are lower-yield cigarettes safer? American Journal of Public Health 77(5):546–549. Video
  7. 7Benowitz NL, Yang HY, Jacob P, St Helen G (2025). Nicotine Dosimetry in Evaluating Electronic Cigarettes Compared to Cigarette Smoking: Implications for Tobacco Regulatory Science. Chemical Research in Toxicology 38(4):686–694. DOI 10.1021/acs.chemrestox.4c00462, PMID 40094483. 14 Teilnehmer, JUUL mit 59 mg/ml gegen die eigene Zigarette, jeweils standardisiert und über vier Stunden frei. Video
  8. 8Jackson SE, Tattan-Birch H, Stapleton J, Jarvis MJ (2025). The Short Nicotine Dependence Index: a simple and versatile self-report measure of nicotine dependence for general populations. Nicotine & Tobacco Research, online 2025, DOI 10.1093/ntr/ntaf204; Heft 28(4):602–608 (2026). 14.244 Raucher. Video
  9. 9St Helen G, Havel C, Dempsey DA, Jacob P, Benowitz NL (2016). Nicotine delivery, retention and pharmacokinetics from various electronic cigarettes. Addiction 111(3):535–544. 13 erfahrene Dampfer, 15 Züge. Die „rund 75 Prozent“: pharmakokinetisch geschätzte Blutdosis im Verhältnis zum Nikotin im verdampften Liquid, hier und in [10] jeweils rund drei Viertel; Festlegung, mit der auch der Rechner arbeitet. Video
  10. 10St Helen G, Dempsey DA, Havel CM, Jacob P, Benowitz NL (2017). Impact of e-liquid flavors on nicotine intake and pharmacology of e-cigarettes. Drug and Alcohol Dependence 178:391–398. PMID 28704768. 14 erfahrene Dampfer, KangerTech Mini ProTank 3 bei 9,1 Watt, Testliquids mit gemessenen 19,9 und 19,3 mg/ml. Die 79 Prozent sind unsere Rechnung aus den Größen, die Tabelle 2 nebeneinander nennt. Video
  11. 11Solingapuram Sai KK, Zuo Y, Rose JE et al. (2020). Rapid Brain Nicotine Uptake from Electronic Cigarettes. Journal of Nuclear Medicine 61(6):928–930. Video
  12. 12Zuo Y, Solingapuram Sai KK, Jazic A, Bansode AH, Rose JE, Mukhin AG (2024). Comparison of brain nicotine accumulation from traditional combustible cigarettes and electronic cigarettes with different formulations. Neuropsychopharmacology 49(4):740–746. Video
  13. 13Phillips-Waller A, Przulj D, Pesola F, Smith KM, Hajek P (2021). Nicotine delivery and user reactions to Juul EU (20 mg/ml) compared with Juul US (59 mg/ml), cigarettes and other e-cigarette products. Psychopharmacology 238(3):825–831. DOI 10.1007/s00213-020-05734-2. 18 Dual User, 5 Minuten nach Belieben. Video
  14. 14Hiler M, Breland A, Spindle T, Maloney S, Lipato T, Karaoghlanian N, Shihadeh A, Lopez A, Ramôa C, Eissenberg T (2017). Electronic Cigarette User Plasma Nicotine Concentration, Puff Topography, Heart Rate, and Subjective Effects: Influence of Liquid Nicotine Concentration and User Experience. Experimental and Clinical Psychopharmacology 25(5):380–392. DOI 10.1037/pha0000140. Video
  15. 15Talih S, Balhas Z, Salman R, El-Hage R, Karaoghlanian N, El-Hellani A, Baassiri M, Jaroudi E, Eissenberg T, Saliba N, Shihadeh A (2017). Transport phenomena governing nicotine emissions from electronic cigarettes: Model formulation and experimental investigation. Aerosol Science and Technology 51(1):1–11. DOI 10.1080/02786826.2016.1257853. Labormessung an der Abrauchmaschine. Konzept des Nikotinflusses nach Shihadeh A, Eissenberg T. Video
  16. 16Floyd E, Greenlee S, Oni T, Sadhasivam B, Queimado L (2021). The Effect of Flow Rate on a Third-Generation Sub-Ohm Tank Electronic Nicotine Delivery System—Comparison of CORESTA Flow Rates to More Realistic Flow Rates. International Journal of Environmental Research and Public Health 18(14):7535. PMID 34299985. Labormessung an der Abrauchmaschine. Video
  17. 17Wagener TL, Floyd EL, Stepanov I et al. (2017). Have combustible cigarettes met their match? The nicotine delivery profiles and harmful constituent exposures of second-generation and third-generation electronic cigarette users. Tobacco Control 26(e1):e23–e28. Video
  18. 18Shahab L, Goniewicz ML, Blount BC et al. (2017). Nicotine, Carcinogen, and Toxin Exposure in Long-Term E-Cigarette and Nicotine Replacement Therapy Users: A Cross-sectional Study. Annals of Internal Medicine 166(6):390–400. Video
  19. 19Foulds J, Veldheer S, Yingst J, Hrabovsky S, Wilson SJ, Nichols TT, Eissenberg T (2015). Development of a Questionnaire for Assessing Dependence on Electronic Cigarettes Among a Large Sample of Ex-Smoking E-cigarette Users. Nicotine & Tobacco Research 17(2):186–192. DOI 10.1093/ntr/ntu204. Höhere Nikotinstärke im Liquid ging mit höheren Abhängigkeitswerten einher (0 mg/ml < 1–12 mg/ml < ab 13 mg/ml, p < 0,003); Querschnitt, selbst rekrutierte Online-Stichprobe. Video
  20. 20Ghosh A, Beyazcicek O, Davis ES, Onyenwoke RU, Tarran R (2021). Cellular effects of nicotine salt-containing e-liquids. Journal of Applied Toxicology 41(3):493–505. DOI 10.1002/jat.4060. Zellkultur-Studie mit JUUL-Liquids. Video
  21. 21Cosgrove KP, Batis J, Bois F, Maciejewski PK, Esterlis I, Kloczynski T, Stiklus S, Krishnan-Sarin S, O'Malley SS, Perry E, Tamagnan G, Seibyl JP, Staley JK (2009). β2-Nicotinic acetylcholine receptor availability during acute and prolonged abstinence from tobacco smoking. Archives of General Psychiatry 66(6):666–676. DOI 10.1001/archgenpsychiatry.2009.41. Video
  22. 22Dawkins LE, Cox S, Goniewicz ML et al. (2018). 'Real-world' compensatory behaviour with low nicotine concentration e-liquid: subjective effects and nicotine, acrolein and formaldehyde exposure. Addiction 113(10):1874–1882. Dort auch die Größenordnung der Kompensation beim Rauchen (60 bis 80 Prozent) referiert. Video
  23. 23Soar K et al. (2019). Nicotine absorption from e-cigarettes over 12 months. Addictive Behaviors 91:102–105. Video
  24. 24Hartmann-Boyce J, Chepkin SC, Ye W, Bullen C, Lancaster T (2018). Nicotine replacement therapy versus control for smoking cessation. Cochrane Database of Systematic Reviews, Issue 5, CD000146. DOI 10.1002/14651858.CD000146.pub5. Video
  25. 25Nakazawa A, Shigeta M, Ozasa K (2004). Smoking cigarettes of low nicotine yield does not reduce nicotine intake as expected: a study of nicotine dependency in Japanese males. BMC Public Health 4:28. 458 Raucher.
  26. 26Benowitz NL, Jacob P (1984). Daily intake of nicotine during cigarette smoking. Clinical Pharmacology & Therapeutics 35(4):499–504.
  27. 27Christen SE et al. (2024). Pharmacokinetics and Pharmacodynamics of Inhaled Nicotine Salt and Free-Base Using an E-cigarette: A Randomized Crossover Study. Nicotine & Tobacco Research 26(10):1313–1321.
  28. 28National Centre for Smoking Cessation and Training (NCSCT). Stop Smoking Aids: Quick Reference Guide, Stand Juli 2026. ncsct.co.uk.
  29. 29Wall A et al. (2022). E-Cigarette Aerosol Deposition and Disposition of [11C]Nicotine Using Positron Emission Tomography. Pharmaceuticals 15(3):367. Finanzierung: Imperial Brands.
  30. 30Sensory appeal and puffing intensity of e-cigarette use: Influence of nicotine salts versus free-base nicotine in e-liquids (2023). PMID 37245418. 68 Teilnehmer, 12 mg/ml, doppelblind, zuhause mit eigenem Gerät. Die Autoren geben keine Interessenkonflikte an.
  31. 31Leventhal AM et al. (2021). Effect of Exposure to e-Cigarettes With Salt vs Free-Base Nicotine on the Appeal and Sensory Experience of Vaping: A Randomized Clinical Trial. JAMA Network Open. 119 Teilnehmer, im Mittel 23,6 mg/ml.
  32. 32Cho YJ, Mehta T, Hinton A, Sloan R, Nshimiyimana J, Tackett AP, Roberts ME, Brinkman MC, Wagener TL (2024). E-Cigarette Nicotine Delivery Among Young Adults by Nicotine Form, Concentration, and Flavor: A Crossover Randomized Clinical Trial. JAMA Network Open 7(8):e2426702.
  33. 33Hammond D, Reid JL, Goniewicz ML, McNeill A, O'Connor RJ, Corsetti D, Block AC, Brose LS, Robson D (2025). Nicotine Exposure From Smoking Tobacco and Vaping Among Adolescents. JAMA Network Open 8(3):e2462544. PMID 40072439.
  34. 34Dampfdruckangaben der Säuren bei 200 °C sowie Angaben zur Hitzestabilität: Patentschrift eines Herstellers von Nikotinsalz-Formulierungen. Industriequelle mit erkennbarem Eigeninteresse.
  35. 35Pankow JF, Kim K, McWhirter KJ, Luo W, Escobedo JO, Strongin RM, Duell AK, Peyton DH (2017). Benzene formation in electronic cigarettes. PLOS ONE 12(3):e0173055.
  36. 36Schmelzpunkt und Eigenschaften der Äpfelsäure: Europäisches Arzneibuch, Monographie Acidum malicum (E 296). Dehydratisierung zu Malein- und Fumarsäure: verfahrenstechnische Literatur zur Fumarsäureherstellung.
  37. 37Dawkins L, Kimber C, Puwanesarasa Y, Soar K (2016). „Real-world“ compensatory behaviour with low nicotine concentration e-liquid: subjective effects and nicotine, acrolein and formaldehyde exposure. Psychopharmacology 233(15–16):2933–2941. 6 gegenüber 24 mg/ml, eine Stunde freier Zugang.
  38. 38Effects of freebase/protonated nicotine concentration, liquid composition and electrical power on throat hit in direct-to-lung vaping (2024). PMID 39375033.
  39. 39Chemosensory tobacco product toxicology, Teil 2. Toxicological Sciences 207(2):272.
  40. 40Cox S et al. (2021). Longitudinal study of compensatory puffing with low nicotine concentration e-liquid. Nicotine & Tobacco Research. Fünf Tage, 6 gegenüber 18 mg/ml.
  41. 41Zuo Y et al. (2022). Comparison of brain nicotine uptake from electronic cigarettes and combustible cigarettes. Neuropsychopharmacology. 16 Teilnehmer, nur Freebase.
  42. 42Assessing the impact of device parameters on electronic cigarette aerosol dynamics. Science of the Total Environment (2025). Nicht im Volltext geprüft.
  43. 43Nominal Operating Envelope of Pod and Pen Style Electronic Cigarettes. PMC8415835.
  44. 44High-resistance coils in E-cigarettes increase heavy metals leaching into aerosols to cause oxidants generation in human bronchial epithelial cells at air-liquid interface (2025). Enthält die vergleichende Beschreibung der Coil-Geometrie bei 0,6, 0,9 und 1,4 Ohm.
  45. 45Etter JF (2016). Longitudinal study of e-cigarette users. Addictive Behaviors. 98 Dampfer über 8 Monate.
  46. 46Kosmider L, Cox S, Zaciera M, Kurek J, Goniewicz ML, McRobbie H, Kimber C, Dawkins L (2020). Daily exposure to formaldehyde and acetaldehyde and potential health risk associated with use of high and low nicotine e-liquid concentrations. Scientific Reports 10:6546. PMID 32300142, PMC7162853. Die zugrunde liegenden Zugprofile derselben 19 Teilnehmer wurden zuvor berichtet in Kosmider L, Dawkins L et al. (2018), Addiction, PMID 29882257. Der Faktor 2,06 selbst ist nicht im Volltext geprüft.
  47. 47Kośmider L, Kimber CF, Kurek J, Corcoran O, Dawkins LE (2018). Compensatory Puffing With Lower Nicotine Concentration E-liquids Increases Carbonyl Exposure in E-cigarette Aerosols. Nicotine & Tobacco Research 20(8):998–1003.
  48. 48Carbonyls and Aerosol Mass Generation from Vaping Nicotine Salt Solutions Using Fourth- and Third-Generation E-Cigarette Devices: Effects of Coil Resistance, Coil Age, and Coil Metal Material (2023). PMC10583227.
  49. 49Impact of electronic cigarette heating coil resistance on the production of reactive carbonyls, reactive oxygen species and induction of cytotoxicity in human lung cancer cells in vitro (2019).
  50. 50Korzun T, Lazurko M, Munhenzva I, Barsanti KC, Huang Y, Jensen RP, Escobedo JO, Luo W, Peyton DH, Strongin RM (2018). E-cigarette airflow rate modulates toxicant profiles and can lead to concerning levels of solvent consumption. ACS Omega 3(1):30–36. Nicht im Volltext geprüft.
  51. 51BMEL, Datenbank der Tabakerzeugnisse (Zusatzstoffe und Emissionen), Eintrag „Marlboro (Red) HP 19“, Philip Morris GmbH, Jahr 2011: 0,8 mg Nikotin, 10 mg Teer, 10 mg Kohlenmonoxid; Zuckerzusatz rund 30 mg je Zigarette.
  52. 52Harmane potentiates nicotine reinforcement through MAO-A inhibition at the dose related to cigarette smoking. PMC9271706.
  53. 53Talhout R, Opperhuizen A, van Amsterdam JGC (2007). Role of acetaldehyde in tobacco smoke addiction. European Neuropsychopharmacology 17(10):627–636.
  54. 54Belluzzi JD, Wang R, Leslie FM (2005). Acetaldehyde enhances acquisition of nicotine self-administration in adolescent rats. Neuropsychopharmacology. Ergänzend: Cao J et al. (2007).
  55. 55Smith TT, Schaff MB, Rupprecht LE, Schassburger RL, Buffalari DM, Murphy SE, Sved AF, Donny EC (2015). Effects of MAO inhibition and a combination of minor alkaloids, β-carbolines, and acetaldehyde on nicotine self-administration in adult male rats. Drug and Alcohol Dependence 155:243–252.
  56. 56Zhou X et al. (2010). Role of CYP2A5 in the clearance of nicotine and cotinine. Drug Metabolism and Disposition. PMID 19923441. Zur Enzymfamilie bei Ratten (CYP2B1/2B2) und zur besseren Übertragbarkeit bei Primaten siehe die dort und in Folgearbeiten referierte Literatur.
  57. 57Palmatier MI, Evans-Martin FF, Hoffman A, Caggiula AR, Chaudhri N, Donny EC, Liu X, Booth S, Gharib M, Craven L, Sved AF (2006). Dissociating the primary reinforcing and reinforcement-enhancing effects of nicotine using a rat self-administration paradigm with concurrently available drug and environmental reinforcers. Psychopharmacology 184(3–4):391–400.
  58. 58Harvey DM, Yasar S, Heishman SJ, Panlilio LV, Henningfield JE, Goldberg SR (2004). Nicotine serves as an effective reinforcer of intravenous drug-taking behavior in human cigarette smokers. Psychopharmacology 175(2):134–142.
  59. 59Sofuoglu M et al. (2008). Self-administration of intravenous nicotine in male and female cigarette smokers. Neuropsychopharmacology.
  60. 60Goldberg SR, Spealman RD, Goldberg DM (1981). Persistent behavior at high rates maintained by intravenous self-administration of nicotine. Science 214:573–575.
  61. 61Perkins KA, Karelitz JL (2014); Perkins KA, Karelitz JL, Boldry MC (2017). Nikotin als Verstärker sensorischer Belohnungen beim Menschen.
  62. 62Caggiula AR, Donny EC, Palmatier MI, Liu X, Chaudhri N, Sved AF (2009). The role of nicotine in smoking: a dual-reinforcement model. Nebraska Symposium on Motivation 55:91–109.
  63. 63Palmatier MI et al. (2014), unter Verweis auf Caggiula AR et al. (2009), Nebraska Symposium on Motivation 55:91–109.
  64. 64Perkins KA et al. (2009). Lack of reinforcement enhancing effects of nicotine in non-dependent smokers. Psychopharmacology.
  65. 65Dar R, Frenk H (2005). Kommentar zu Harvey et al. (2004). Psychopharmacology 179(2):516–517, mit Erwiderung der Autoren 518–519.
  66. 66Lindson N, Livingstone-Banks J, Butler AR, McRobbie H, Bullen CR, Hajek P, Wu AD, Begh R, Theodoulou A, Ma C, Notley C, Rigotti NA, Turner T, Fanshawe T, Hartmann-Boyce J (2026). Electronic cigarettes for smoking cessation. Cochrane Database of Systematic Reviews, Issue 8, CD010216. DOI 10.1002/14651858.CD010216.pub11. Veröffentlicht am 26. August 2026.
  67. 67Hajek P, Przulj D, Phillips A, Anderson R, McRobbie H (2017). Nicotine delivery to users from cigarettes and from different types of e-cigarettes. Psychopharmacology 234(5):773–779. 11 auswertbare Teilnehmer, eigene Zigarettenmarke, Cmax 17,9 ng/ml.

Im Video zusätzlich genannt

  • Ebajemito JK, McEwan M, Gale N, Camacho OM, Hardie G, Proctor CJ (2020). A randomised controlled single-centre open-label pharmacokinetic study to examine various approaches of nicotine delivery using electronic cigarettes. Scientific Reports 10. DOI 10.1038/s41598-020-76610-4. Autoren bei British American Tobacco.
  • Mamede M, Ishizu K, Ueda M, Mukai T, Iida Y, Kawashima H, Fukuyama H, Togashi K, Saji H (2007). Temporal change in human nicotinic acetylcholine receptor after smoking cessation: 5IA SPECT study. Journal of Nuclear Medicine 48(11):1829–1835.
  • Hughes JR, Keely J, Naud S (2004). Shape of the relapse curve and long-term abstinence among untreated smokers. Addiction 99(1):29–38.
  • Hajek P, Phillips-Waller A, Przulj D et al. (2019). A Randomized Trial of E-Cigarettes versus Nicotine-Replacement Therapy. New England Journal of Medicine 380(7):629–637.
  • Pope I, Clark LV, Clark A et al. (2024). Cessation of Smoking Trial in the Emergency Department (COSTED): a multicentre randomised controlled trial. Emergency Medicine Journal 41(5):276–282.

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